Angelhandschuhe: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Damit Sie beim Angeln im Winter nicht frieren und den Fisch sicher landen können, brauchen Sie spezielle Angelhandschuhe. Was Sie bei der Anschaffung alles beachten müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Winterhandschuhe

Im Winter

Im Winter

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind Handschuhe für längere Angelausflüge so gut wie unvermeidlich. Die Rute, die Rolle und das Wasser sind so kalt, dass das Fischen sonst schnell kein Vergnügen mehr ist. Auch im Frühjahr und im Herbst ist ein wärmender Schutz für die Hände von Vorteil. Die Dicke der Handschuhe ist dabei immer ein Kompromiss aus Wärme und Griffgefühl. Welche dieser beiden Eigenschaften Sie primär brauchen, hängt von der Angelmethode ab, die Sie ausüben möchten.

Beim Spinnfischen zum Beispiel muss der Handschuh möglichst dünn sein, sodass er gerade noch wärmt und gleichzeitig viel Gefühl in den Fingern zulässt. Denn beim Spinnangeln sind die Hände samt Fingern immer im Einsatz. Nur so kann der Angler seinem Köder beim Einholen möglichst realistisches Spiel verleihen. Beim Ansitzen auf Karpfen oder Weißfisch hingegen werden die Hände nicht ständig gebraucht und können auch wärmer, also dicker verpackt sein.

Landehandschuhe

Auch beim Landen der Fische können Handschuhe helfen. Doch nicht alle Modelle eignen sich gleichermaßen gut. Die Landehandschuhe sollten dem Fisch, der Angelmethode und der Witterung angepasst sein. Sie sollen nicht in erster Linie vor Kälte schützen, sondern es geht darum, den Fisch sicher an Land zu bekommen. Dazu müssen sie besonders rutschfest sein, auch im feuchten Zustand. Zudem sollten sie leicht zu reinigen sein, denn bei der Landung bleibt immer etwas von der natürlichen Schleimschicht der Fische am Handschuh. Wenn dieser nicht gewaschen werden kann, führt das zu unangenehmen Gerüchen. Daher ist eine wasserabweisende Oberfläche bei den Landehandschuhen Pflicht. Darüber hinaus sollten sie stichfest und selbst den scharfen Zähnen eines Hechts gegenüber resistent sein.

Neopren vs. Baumwolle

Neopren hat den Vorteil, dass es vergleichsweise dünn und griffig ist. Es bleibt viel Gefühl in den Händen, gleichzeitig halten die Handschuhe die Finger angenehm warm. Auch das Greifen ins Wasser ist dank dem abweisenden Material möglich. Neopren-Handschuhe müssen allerdings immer genau passend gewählt werden. Wenn sie zu groß sind, geht das Fingergefühl verloren. Es kann dann passieren, dass die Angelschnur beim Ziehen (z.B. beim Hänger) unbeabsichtigt ins Material schneidet und den Handschuh beschädigt. Baumwollhandschuhe sind wiederum in der Anschaffung etwas günstiger. Sie bieten ebenfalls gutes Fingergefühl, wärmen aber nicht so stark. Nachteilig ist, dass sie Wasser aufsaugen und dann nicht mehr wärmen können.

Sechs Angelhandschuhe im Vergleich

Beim Kauf von Angelhandschuhen sollten Sie es vermeiden, zum preisgünstigsten Modell zu greifen. Denn ein minderwertiges Produkt lässt Sie nicht nur im Winter frieren, sondern kann auch in dem unpassendsten Moment zu Verletzungen führen, wenn z.B. ein  kapitaler Hecht am Haken hängt und bei der Landung wild um sich schlägt.

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Angelhandschuhen, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Angel-Handschuhe Savage Gear Thermo Glove Cressi NeoprenPreis-Leistung Tipp DAM Neopren- Handschuhe Angel Berger Neopren Iron Claw Hart Fighter Fox Rage Gloves
Handschuh-Typ Winterhandschuhe Herbsthandschuhe Winterhandschuhe Herbsthandschuhe Landehandschuhe (Hecht, Zander) Landehandschuhe (Waller, Seebarsch)
Handrücken Polyester Neopren (3,5 mm) Neopren Neopren (2 mm) Elasthan Elasthan
Innenfläche Polyester + Rauleder Neopren (3,5 mm) Neopren Neopren (gummiert) PVC Microfibre + Silicone
Wärmleistung + + + + + + + + + + + + + + + + +
Finger umklappbar nein nein ja ja nein nein
Kundenwertung

Klappfäustlinge

Fische beißen auch im Winter. Nicht nur Hecht und Zander, auch Friedfische können in dieser Jahreszeit geangelt werden. Damit die Finger an kalten Tagen nicht frieren, braucht man spezielle Handschuhe. Wenn es richtig kalt ist, sind Fäustlinge besonders angenehm. Die Finger wärmen sich darin gegenseitig und auch langes Ansitzen ist kein Problem. Das Auswerfen und Einholen ist mit Fäustlingen allerdings nicht möglich, da die Fingerfertigkeit im Prinzip vollständig verloren geht. Eine gute Alternative sind daher Modelle, bei denen die Kappen umgeklappt werden können (Klappfäustlinge*). Solange nichts passiert, bleibt die Hand im Fäustling. Sind die Finger an der Angel gefragt, können diese schnell ausgepackt werden und sind sofort einsatzbereit. Bei einigen Ausführungen ist es sogar möglich, nur den Zeigefinger herauszunehmen.

Im nächsten Artikel finden Sie einen Ratgeber zum Kauf von Eisangeln Zubehör.




Bewertung: 5,00; Bewertungen: 4