Angeln auf Kuba

Angler, die zum ersten mal auf Kuba mit ihrer Rute schwingen, berichten fast ausnahmslos von unvergesslichen Abenteuern.

Anglerparadies Kuba

Die Insel des Sozialismus ist nicht nur für ihren Widerstand gegen die kapitalistische Wirtschaftsordnung und unerschöpfliche Lebensfreude der Einwohner sondern auch für ihre wunderschöne Natur bekannt. Traumstrände mit Palmen und weißem Sand, Kolonialstädte vor scheinbar unberührten bergischen Landschaft – Kubas unvergleichlicher Scharm bringt seit jeher nicht nur Maler, Dichter und Schriftsteller sondern auch Angler ins Schwärmen.

Kuba

Bildlizenz: Roberty, Vista Varadero calle 38, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Hochseeangeln auf Kuba

Die karibische Insel gehört zu einer der besten Angel-Destination für ambitionierte Hochseefischer weltweit. Schon Ernest Hemingway hatte eine tiefgehende Leidenschaft fürs Meeresangeln und ging diesem Vergnügen sogar gemeinsam mit Fidel Castro nach. Vor allem der Fischreichtum in der Florida-Straße zieht Angler aus der ganzen Welt an. Touren für das Hochseeangeln sind auf Kuba gut organisiert. Mann kann sie von diversen Yachthäfen sowie auch von stark frequentierten Stränden aus antreten. Sie dauern zwischen 4-8 Stunden und können nach Zielfischen ausgesucht werden. Die Preisspanne der Angelausflüge beträgt zwischen 280 bis 540 CUC (Peso convertible). Das sind umgerechnet zwischen 240 bis 470 EUR.

Fischreichtum auf Kuba ist unübertroffen!

Zackenbarsch

Zackenbarsch

Sowohl der weiße als auch der blaue Marlin ziehen im Frühling und im Sommer durch die nördliche Karibik, vorbei an Kuba in Richtung Florida. Der beste Zeitraum zum Marlin-Fischen auf der karibischen Insel ist deshalb von Mai bis September. Darüber hinaus kommt in kubanischen Küstengewässern der Barracuda das ganze Jahr über vor, während Wahoo und Dorado von Januar bis April auftauchen. Tuna und Yellowtail zeigen sich von März bis April und Red Snapper von Mai bis Juni.

Weiterhin haben Sie auf Kuba im Mai, Juni und Juli ausgesprochen gute Chancen King Mackerel zu fangen. Der Sailfish wiederum schwimmt von Oktober bis November in den kubanischen Gewässern, genauso wie Dorado und Tuna, die zu diesem Zeitraum noch mal wiederkommen. Auch der weiße Marlin taucht von Oktober bis November noch einmal auf. Dem können Sie am besten bei der sogenannten Marlin Alley nachstellen, wo der Name buchstäblich Programm ist.

Brandungsangeln auf Kuba

Versierte Angler können an vielen kubanischen Küstenabschnitten die Fische auch vom Strand aus beangeln und zwar sowohl mit Brandungsrute als auch mit der Fliegen- und der Spinnrute. Die abwechslungsreichen Uferlinien sind dafür bestens geeignet. Ideale Hotspots sind abgelegene ruhige Landzungen wie auch vorgelagerte Riffbänke, die sich dicht am Strand befinden. Dort ist mit einem besonders hohen Fischreichstum zu rechnen.

Wenn in der Ufernähe starke Strömungen herrschen, dann ist auch dort dem Angler das Glück oft hold. Zu den Hochburgen für das Meeresfischen auf Kuba zählen die vorgelagerten Inseln Cayo Largo, Cayo Coco und Cayo Guillermo, genauso wie die Isla de la Juventud und die Jardines de la Reina. Aber auch das beliebte Urlaubsziel Varadero verspricht an traumhaften Küstenlinien und Stränden eine hervorragende Waid.

Zielfische beim Küstenangeln

Barracuda

Barracuda

Zu den Zielfischen beim Angeln an kubanischen Küsten gehören Barracuda, Barsche, Stachelmakrelen und Tarpone. Aufgrund des glasklaren Wassers der Karibik, lassen sich die Räuber bei ihrem Jagdverhalten ausgezeichnet beobachten. Sehr hilfreich ist eine polarisierte Brille, mit der sich die Fische viel besser erkennen lassen. Außerdem schützt die Brille die Augen vor der extrem starken Sonneneinstrahlung der Tropen. An einem bekannten Hotspot lassen sich die Fische ‚blind‘ anwerfen, alternativ kann der ausgesuchte Strandabschnitt nach großen Raubfischen abgesucht werden.

Fliegenfischen auf Kuba

Das Fliegenfischen lässt sich auf Kuba sowohl am Meer als auch in den Binnengewässern effektiv betreiben. Beliebte Süßwasser-Angelplätze befinden sich an den Salinas de Brito, dem Hatiguanico River, der Laguna de Leche bei Morón und am Stausee Zazaoder Hanabanilla. In der Nähe von Trinidad treffen sich die Fliegenfischer am Lago Zaza und den Stauseen im Gebirge von Escambray. In der Provinz Pinar del Rio liegen der Lago Cuyaguateje und die Laguna Grande, welche ebenfalls über ein reiches Fischaufkommen verfügen.

Kristallklares Wasser in Kubas Küstengewässern macht es z.B. möglich, Fliegenfischen* auf Sicht zu betreiben. Permit, Tarpon, Snapper, Bonefish – das sind nur einige der zahlreichen Fischarten, die mit einer Fliegenrute befischt werden können. Dabei sind kapitale Fänge keine Seltenheit sondern Normalität. Wie sich z.B. ein 1,5 Meter langer Tarpon an einer Fliegenrute anfühlt, kann man nicht beschreiben, man muss es selbst erlebt haben!

Angelerlaubnisse und Angellizenzen

Genauso wie in den meisten Ländern, wird auch auf Kuba zum legalen Fischen ein Angelschein benötigt. Dieser lässt sich durch einen Antrag bei jeder Stadtverwaltung bekommen. Allerdings wird das Thema Angeln in Kuba relativ locker gesehen, viele Angler fischen ohne die dafür notwendigen Erlaubnisse. Wer jedoch in einem Biosphärenreservat fischt, der sollte dieses Risiko nicht eingehen, da ansonsten hohe Strafen drohen. In manchen Reservaten dürfen Touristen nur mit einer entsprechenden Lizenz oder mit einem Guide fischen. Dazu gehört z.B. das Gebiet rundum Las Salinas und auch die vorher erwähnten Jardines del la Reina.

Bei den Angelausflügen für Pauschaltouristen ist eine Angellizenz bei der Buchung inklusive, die entweder auf das Boot oder den Angel-Guide ausgestellt wurde. Wer sich hinsichtlich der Angelerlaubnisse und deren Erhalt unsicher ist, der sollte sich am besten bei einem der dort ansässigen Reiseveranstalter informieren. Nur auf diese Weise ist wirklich garantiert, dass am gewünschten Standort legal geangelt werden darf.

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