Angeln auf Meerforelle

Angeln auf Meerforelle ist definitiv ein Geduldsspiel, aber nicht nur. Hier verraten wir wertvolle Tricks und Tipps fürs Angeln auf die „Silberbarren“.

Gute Vorbereitung ist (fast) alles

Meerforelle

Meerforelle. Bild: Adam Lejk, Troc samiec, CC BY 3.0

Um am Ende einer langen Angeltour stolz den eigenen Fang nach Hause tragen zu können, sollte beim Meerforellen-Angeln als erstes auf das richtige Gerät gesetzt werden. Es empfiehlt sich, eine circa drei Meter lange Spinnrute mit einer hochwertigen, Salzwasser trotzenden Stationärrolle zu kombinieren. Grund dafür sind die teils nötigen großen Wurfweiten sowie die harschen Bedingungen beim Watfischen, die beim „Mefo“-Angeln fast schon obligatorisch sind. Eine sensibel einzustellende Bremse sollte ebenfalls auch Teil der Ausrüstung sein.

Das Wurfgewicht der Rute beträgt idealerweise zwischen 20 und 40 Gramm, um den passenden Kunstköder weit genug auswerfen zu können. Besonders bewährt haben sich geflochtene Schnüre, da sie den wilden Fluchten der Meeresforellen einiges entgegen zu setzen haben. Auch die Wahl des richtigen Köders beeinflusst die Fangchancen erheblich. Während einige Angler auf Blinker schwören, sind andere davon überzeugt, dass die Wobbler das Mittel zum Zweck sind. Unser Tipp bei aller Variation: Entscheidend ist nicht nur der Köder sondern dessen gekonnte Führung.

Beste Angelstellen

Eine überaus große Bedeutung beim Meerforellen-Fischen spielt die richtig gewählte Angelstelle. Vorausgesetzt, das nicht zu viel lästiger Tang vorhanden ist, dem die Würfe zum Opfer fallen können, finden sich „Mefos“ oft in Küstennähe. In landnahen Wasserrinnen gehen die silbernen Fische oft auf Beutezug, weshalb nicht immer gleich ins hohe Wasser gewatet werden muss. Als besonders lukrativ gelten Spots mit interessanter Bodenstruktur, wie zum Beispiel bei einer Mischung aus steinigen und bewachsenen Stellen. Der optimale Platz variiert jedoch stetig, weshalb sich gute Kontakte definitiv bezahlt machen. Unser Tipp: Bei einem lokalen Experten nachfragen, um die einheimischen Hotspots ausfindig machen zu können.

Köderführung und Fangzeit

Eine allzu große Variation der Köder ist beim Meerforellen-Angeln nicht nötig. Entscheidender ist die darauf abgestimmte Führungsart und auch das Tempo, mit welchem der jeweilige Köder eingeholt wird. Hoffnung macht die Tatsache, dass die begehrten Fische bei nahezu allen Witterungsbedingungen gefangen werden können. Zeitlich sind in unseren Breitengraden vor allem die Monate März und April besonders erfolgsversprechend, da viele Fische im Frühling ihre Brut aufziehen, die auf dem Speiseplan der Meeresforelle stehen. Erreicht die Wassertemperatur im Februar milde Temperaturen, kann auch in diesem Monat schon auf Meerforelle geangelt werden.

Im nächsten Beitrag finden Sie einen Ratgeber für Forellenruten mit Kauftipps.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 2