Angeln in Bodden

Neben den großartigen Wasserlandschaften gibt es beim Angeln in Bodden weitere Vorteile, die wir hier ausführlich erläutern.

Bodden-Gewässer

Fläche: 514 km² (Greifswalder Bodden)
Fischfauna: Hechte, Zander, Barsche, Rotaugen, Brassen, Heringe, Flundern, Aalmuttern, Sandaale,Stichlinge
Bootsangeln: ✪✪✪✪✪
Uferangeln: ✪✪✪✪✪
Ruhefaktor: ✪✪✪✪
Angelkarten: Landesamt für Landwirtschaft

Boddengewässer (die bekanntesten davon sind Nordrügener Bodden und Greifswalder Bodden) liegen direkt an der Ostsee in dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind durch die Überflutung von Grundmoränen in der letzten Eiszeit entstanden und gehören weder zum Meer noch zu den Binnenseen. Hydrologisch gesehen können die Bodden als weitläufige und flache Meeresbuchten bezeichnet werden, in denen sich das Wasser der Ostsee mit dem der Oder vermischt. So der Salzgehalt in Boddengewässern schwankend und hängt von den vorherrschenden Winden ab. Im Durchschnitt ist es leicht salzig.

Angeln im Bodden

Angeln im Bodden

Durch die unmittelbare Verbindung zum Meer sind die Bodden ein Eldorado nicht nur für Angler sondern auch für alle Naturliebhaber. Denn es gibt dort sowohl die typischen Süßwasserfische als auch ihre Artgenossen aus dem Meer. Neben den Hechten, Zandern, Barschen, Rotaugen und Brassen existieren und gedeihen im selben Lebensraum zahlreiche Meeresfische wie z.B. Heringe, Flundern, Aalmuttern, Sandaale und Stichlinge. Dieser Artenreichtum schafft ein besonderes Biotop, indem vor allem Raubfische sehr schnell wachsen und überdurchschnittlich groß werden.

Hechtangeln in Bodden

Spricht man in Europa vom Bodden-Angeln, so wird in 90 % aller Fälle das Hechtangeln in den deutschen Ostsee-Bodden gemeint. Selbst skandinavische Angler kommen immer wieder mal nach Deutschland, um im Brackwasser der Ostsee den kapitalen Hechtdamen nachzustellen, die hier ausgesprochen schnell wachsen und sehr groß werden. Der Grund für das prächtige Gedeihen der Boddenhechte liegt in dem reichhaltigen Nahrungsangebot in Form von diversen Fischarten. So nutzen zum Beispiel Heringe die flachen und nährstoffreichen Boddengewässer zum Laichen.

Hechtmaul

Hechtmaul

Wenn die Heringe bei ihrer Laichwanderungen den Greifswalder-Bodden durchqueren, lösen sie nicht nur bei den Paternoster-Anglern auf der Wolgast-Brücke den Fangrausch sondern auch regelrechte Fressorgien bei den Hechten aus. Doch auch andere Fischarten fressen die Hechte gerne: Neben den zahlreichen Barschen, die sich hier ebenso pudelwohl fühlen und prächtig vermehren, sind es auch Brassen, Sandaale, Flundern, Zander und einige Weißfische, die den Hechten in den Bodden stets einen üppig gedeckten Tisch anbieten. Aus diesen Gründen liegt die Durchschnittsgröße bei den Bodden-Hechten bei unschlagbaren 80 cm! Fische über 40 Pfund sind hier keine Seltenheit.

Richtige Ausrüstung und Angeltechnik

Boddenhechte lieben Heringe. Da die Durchschnittsgröße dieser Schwarmfische in der Ostsee zwischen 20 und 30 cm liegt, sollen ungefähr dieselbe Größe auch die Hechtköder fürs Angeln in den Bodden haben. Ideal sind 20 bis 25 cm große Gummifische und Wobbler. Beide Köderarten sollten in Hering-Design verarbeitet sein und bläulichen Schimmer aufweisen. Wenn das Boddenwasser allerdings stark getrübt ist, sind die Köder in Fluofarben das Mittel zum Zweck.

Sehr erfolgversprechend Angeltechnik, die sich in den Bodden bewährt hat, ist das Jiggen mit den Gummifischen. Je nach Tiefe kommen auch entsprechend schwere Jigköpfe zum Einsatz. Nicht selten sind es 30 Gramm schwere Bleie, die zusammen mit dem 25 langen Gummifisch einen sehr gewichtigen Köder ausmachen. Um diesen auszuwerfen, bedarf es auch harte und belastbare Hechtruten mit 50 – 80 gr Wurfgewicht. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine Gummifisch-Montage fürs Hechtangeln aufgebaut ist. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, klicken Sie hier.

Gummifisch-Montage für Hecht

Gummifisch-Montage für Hecht

Angelstellen und die Jahreszeit

Die üblichen Hechtangeln-Regeln, die man vom Vereinsee oder auch von einem Fließgewässer kennt, gelten nicht fürs Hechtangeln in den Bodden. Leider wollen viele Hobby-Angler es nicht wahrhaben und versuchen ihr Glück mit den typischen Konstanten – flaches Wasser im Frühling, tiefes Wasser im Sommer und Winter – die Bodden-Räuber zu überlisten. Nicht selten endet diese Voregehndweise mit einem oder sogar mehreren Schneider-Tagen hintereinander. Dabei können die Bodengewässer den Anglern wahre Sternstunden bescheren, vorausgesetzt man weiß das Verhalten der Hechte im Zusammenhang mit den sich stets ändernden Witterungsbedingungen zu deuten.

Durch die wechselnden Winde und Strömungsverhältnisse ist die gesamte Fischfauna in den Bodden permanent in Bewegung. Es kann sein, dass die Hechte an einem Tag an der Kante eines Unterwasserplateaus beherzt zubeißen und an einem anderen diese Stelle gänzlich verlassen haben. Selbst im Winter spielen die Hechte ihr eigenes Spiel und werden sogar im Flachwasser gefangen. Aus diesem Grund empfiehlt sich insbesondere für angehende Bodden-Angler die Erfahrung und das Gespür der ortskundigen Angel-Guides in Anspruch zu nehmen. Wer hier insbesondere bei seinem ersten Boddenbesuch spart, spart definitiv am falschen Ende.

Greifswalder Bodden Bilder

Greifswalder Bodden

Greifswalder Bodden

Wasserlandschaften im Greifswalder Bodden

Wasserlandschaften im Greifswalder Bodden

Sonnenuntergang im Greifswalder Bodden

Sonnenuntergang im Greifswalder Bodden

Angeln im Greifswalder Bodden (Peenestrom)

Angeln im Greifswalder Bodden (Peenestrom)

Angeln im Greifswalder Bodden (Peenestrom)

Angeln im Greifswalder Bodden (Peenestrom)

Voraussetzungen fürs Angeln in Bodden

Für das Angeln im Greifswalder Bodden, wie auch grundsätzlich fürs Angeln in Deutschland, benötigt man Angelerlaubnis-Papiere. Dazu gehört ein gültiger Fischereischein und ein Gewässerschein (auch Angelkarte genannt). Da die Bundesländer unterschiedliche Fischerei-Auflagen haben, die zum Teil sogar das Angeln ohne Angelschein erlauben, sollte man sich vor einem Angelausflug bei dem jeweiligen Landes-Anglerverband informieren. Die Auskunft über den Erwerb einer Angelkarte kann wiederum in dem ortsansässigen Angelverein oder im Angelladen geholt werden. Weiterhin müssen sich alle Angler in Deutschland an die Fischschonzeiten halten und untermaßige Fische zurücksetzen. Hier finden Sie aktuelle Fischschonzeieten und -Mindestmaße für Mecklenburg-Vorpommern.

Welcher Salzwasserfisch ist in Deutschland am schwierigsten zu fangen?

Die Meeresangler-Community ist hierzulande zahlreich und vielfältig. Dabei hat jeder Angler seinen Lieblings-Zielfisch. Welcher davon ist aber am schwierigsten zu fangen? Erfahren Sie es aus unserer Umfrage!

Welcher unserer Salzwasserfische ist am schwierigsten zu fangen?
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