Angeln in den USA

Hier finden Sie ausführliche Informationen über die Angel-Möglichkeiten in den USA und die dafür notwendigen Erlaubnisse.

USA – ein Land der Angler

USA - ein Land der Angler

USA – ein Land der Angler

Die Amerikaner sind verrückt nach Fischfang. Nicht umsonst gibt es in den Vereinigten Staaten rund 46 Millionen Angler. Für viele von ihnen ist es mehr als nur eine willkommene Freizeitgestaltung. Fischen ist für US-amerikanische Angler eine besondere Herausforderung, bei der es darum geht, der Beste zu sein. Die Amerikaner lieben den Wettbewerbsgeist und organisieren hoch dotierte Angelwettbewerbe wie z.B. das berühmte Bass-Masters. Für die jährliche Jagd nach dem größten Schwarzbarsch müssen sich die Angler erst in zahllosen Vorentscheidungen qualifizieren. Nur die härtesten haben dann eine Chance auf den Sieg, der ihnen Preise in Millionenhöhe und saftige Sponsoren-Verträge beschert.

Angeln auf Schwarzbarsche hat sich in den letzten Jahren nicht nur in Amerika sondern auch international stark entwickelt. Doch wie professionell in den Vereinigten Staaten mit diesem Sport umgegangen wird, zeigt allein schon ein Blick in die vielen Angelläden. In Bass-Pro Läden zum Beispiel, die echten Shoppingmalls gleichen und hunderte Parkplätze vor der Tür haben, verbringen Angler nicht selten einen ganzen Tag auf der Suche nach den neuesten Bassködern, Ruten und Rollen. Besonders beliebt bei den einheimischen Fischern sind die sogenannten „Cabela’s“ – der US-amerikanische Anbieter ist einer der weltweit führenden Fishing- und Outdoor-Ausrüster.

Meeresangeln an der Ostküste der USA

Meeresangeln an der Ostküste

Meeresangeln an der Ostküste

Wer auf das Hochsee-Fischen aus ist, für den ist die Ostküste der Vereinigten Staaten das ideale Reiseziel. Mit dem Boot geht es hinaus in den Golf von Mexiko. Hier gibt es zahlreiche Fischarten, wie Haie, Snapper oder große Zackenbarsche – die sogenannten Groupers. Auch Barracudas, Makrelen, Permits oder Tarpons gehen im Golf von Mexiko immer wieder an den Haken. Gefischt wird auf Grund oder mit Blinker nah der Oberfläche. Mitnehmen darf der Angler von diesen Touren nur Fische, die entsprechenden Mindestmaße aufweisen. Nicht selten werden die Fänge aus Gründen des Bestandsschutzes lediglich fotografiert und in den Golf zurückgesetzt.

Wer im Golf von Mexiko nicht zu weit hinaus fahren möchte, für den bieten sich die legendären Florida Keys an. Küstenfischen ist hier Volkssport. Besonders lukrativ fürs Angeln sind die kleinen und großen Übergänge zwischen den Inseln, die der Küste Floridas vorgelagert sind. Diese Durchlässe werden Inlets genannt. Die Gewässer hinter ihnen sind Heimat von kapitalen Snappern und Meerbrassen. Sie können von den zahlreichen Brücken und sogar von Land aus gefangen werden. Eine der Inseln, Islamorada, zieht so viele Angler an, dass sie als die Sport-Fishing Capital of the World gilt.

Meeresangeln an der Westküste der USA

Auch die Westküste der Vereinigten Staaten ist für ihren Fischreichtum weltberühmt. Ein beliebter Zielfisch hier ist der Gelbflossen-Thun. Ihm stellen die Angler bei geführten Angeltouren auf großen Booten nach. Diese bieten bis zu 20 Personen Platz und sind mit der modernsten Technik ausgestattet. Mit einem Echolot spürt der Kapitän die Thunas auf. Dann legt er einen Futterteppich (Chum Line) aus, der die Fische anzieht und sie den Anglern förmlich zutreibt. Bis zu 215 Pfund schwer sind die größten Exemplare. Thunfische um die 100 Pfund sind ebenso keine Seltenheit. Die beste Zeit für den Gelbflossen-Thun ist das Frühjahr. Auch der Albacor und der Yellowtail Kingfish haben in diesen Wochen Saison. Im Sommer beginnt die Zeit für den Blauflossen-Thun. Die beste Fangzeit für den Wahoo sind der Herbst und der Winter.

Süßwasserangeln in den USA

Süßwasserangeln in den USA

Süßwasserangeln in den USA

Das wohl bekanntesten Ziele für Süßwasserangeln in den Vereinigten Staaten sind die fünf Großen Seen im Norden des Landes:  Eriesee (Lake Erie), Huronsee (Lake Huron), Michigansee (Lake Michigan), Oberer See (Lake Superior) und Ontariosee (Lake Ontario). Gefischt wird an den größten miteinander verbundenen Süßwasserseen der Erde nicht nur auf den berühmten Schwarzbarsch. Auch Lachse, amerikanische Zander, Quappen sowie See- und Bachforellen gehen hier regelmäßig an die Haken von Profi- wie auch Hobby-Anglern. Nicht selten werden auch ein eingewanderter Karpfen oder ein asiatischer Schlangenkopffisch aus dem Wasser gezogen. Selbs die Fänge von eher seltenen Gabelwelsen, die bis zu über einem Meter groß werden können, sind in den riesigen Süßwasserseen möglich.

Angeln auf Aligatorhecht

Eine besonderes Erlebnis beim Angeln im Süßwasser ist und bleibt in den Vereinigten Staaten die Jagd nach dem Alligatorhecht (auch Alligator Gar genannt). Das sagenumwobene Tier zählt zu den letzten Urzeitriesen dieser Erde. Finden können Sie den Alligator Gar in Texas. Bis zu 300 Pfund schwer werden die großen Exemplare. Beinahe normal ist auf jeden Fall der Fang von 100 Pfund schweren Tieren. Bei dieser Größe wird die Jagd auf den Alligatorhecht zu einem ein unvergessenen Abenteuer. Da die Urzeitriesen in den vergangenen Jahrzehnten aus vielen Gewässern verschwunden sind, werden an zahlreichen Flüssen im Südosten der Landes immer wieder Besatzung-Maßnahmen durchgeführt, die die Population dieser Spezies steigern sollen. Alligatorhechte werden gewöhnlich mit Pose und Köderfisch beangelt. Dabei greift man zu einer besonders beißfesten Schnur, die nicht so schnell mit den messerscharfen Zähnen der Fische getrennt werden kann.

Angelerlaubnisse in den USA

Angelerlaubnisse in USA

Angelerlaubnisse in USA

Einen Angelschein, wie man es in Deutschland kennt, brauchen Angler in den USA nicht. Auch die rechtlichen Vorschriften sind verhältnismäßig locker. Um angeln zu können ist nur eine Fishing Licence notwendig. Diese gibt es in jedem Supermarkt, wie zum Beispiel Wallmart oder Kmart. Auch spezialisierte Angelschäfte, wie etwa BassPro, führen reichlich Fishing Licences im Angebot. Zu haben sind zwei unterschiedliche Angel-Lizenzen. Neben den Lizenzen für Salzwasser gibt es solche für Frischwasser bzw. Süßwasser. Weiterhin darf jeder, der in den USA in Besitz eines normalen Führerscheins ist, auch ein Boot fahren und zwar jeder beliebigen Größe.

Im Augenblick kostet eine Fishing Licence für drei Tage in den Vereinigten Staaten 17 Dollar. Für sieben Tage werden 30 Dollar fällig. Unschlagbar günstig sind Jahreslizenzen. Die kosten zur Zeit ganze 47 Dollar. Auch wenn die rechtliche Lage sehr entspannt ist, sollten Sie sich vor Ort noch einmal die geltenden Regularien erklären lassen. So gibt es unterschiedliche Vorschriften zur erlaubten Größe der Fische und zu den Plätzen, an denen das Angeln vor Ort erlaubt ist. Wenn Sie sich für eine geführte Angeltour entscheiden, brauchen Sie übrigens keine Fishing Licence. Das gleiche gilt für das Angeln im Salzwasser vom Festland oder von einem Fishing Pier aus.

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