Angeln in Island

Island ist die größte Vulkaninsel der Erde und zugleich ein Angler-Mekka. Nirgendwo sonst erlebt man so viele spektakuläre Angel-Abenteuer wie in Island.

Angeln in den Westfjorden in Island

Durch besondere geographische Lage treffen der warme Golfstrom und kalte Grönlandstrom unmittelbar vor der Küste Islands aufeinander. Das sind ideale Bedingungen fürs Gedeihen von Phytoplankton, das die Grundlage für die Nahrungskette im Meer bildet. Nicht zufällig sind gut 10% der Isländer Fischer von Beruf. Darüber hinaus machen Fischprodukte die ganzen 76% isländischer Exporte aus. An den Küsten Islands findet man an die 270 verschiedene Fischarten. Wenn auch nicht alle davon sich mit einer Angel fangen lassen, so gilt Island nach wie vor als Angler-Paradies schlechthin in Nordatlantik.

Besonders beliebt bei Angel-Toursiten in Island sind die Westfjorden. Als Ausgangspunkt für eine gute Angeltour eignen sich zum Beispiel die Fischerdörfer Sudureyri und Flateyri. Von hier aus kann man bei fast jedem Wetter angeln. Die besten Hotspots sind von den Dörfern gerade einmal 12 Seemeilen entfernt. Die beiden Fischerdörfer bieten gut ausgestattete Ferienhäuser, die Platz bis zu sechs Personen beherbergen. Für einen gelungenen Angelurlaub in Island empfiehlt sich die Buchung eines Komplettpaketes, um sich ganz auf den Angelspaß konzentrieren zu können. Eine separate Angeltour ab Reykjavik ist z.B. ab circa 100 Euro buchbar.

Köder fürs Meersangeln in Island

Es sind Steinbeißer, Schellfische, Heilbutte, Meeresforellen, Lenge, Klieschen und vor allem Dorsche, die in den Küstengewässern in Island in großen Populationen vorkommen und von Hobby-Anglern wie Profi-Fischern Jahr für Jahr in sehr großen Mengen gefangen werden. Um allerdings einigermaßen selektiv zu angeln und eine Chance auf kapitale Fische zu haben, haben sich beim Meeresangeln in Island schwere, große Köder und ganze Köderfische bewährt. Schwere Pilker ab 350 Gramm bis 700 Gramm und Jigköpfe von 300 bis 600 Gramm, die mit XXl-Gummifischen und Twistern bis 40 cm ausgestattet sind, versprechen den größten Erfolg. Eine entsprechend stabile 30 Pfund Rute mit hochwertiger Multirolle und Schnur in 0,20 mm bis 0,30 mm sollte ebenfalls im Gepäck sein. In einem anderen Artikel bieten wir einen Kaufratgeber für Hochseeruten.

Süßwasserangeln in Island

Nicht nur im Meer, sondern auch in den Seen und Flüssen auf Island kann man große Beute machen. Im Süßwasser gibt es reiche Bestände an Lachsen, Bach- und Meeresforellen, Saiblingen, Aalen und Stichlingen. Die Angelsaison für Forellen beginnt auf Island in einigen Flussläufen schon ab Anfang April. Die Regel-Saison für Salmoniden dauert vom Mai bis Ende September. Die Saison für Lachse ist dagegen wesentlich kürzer: Sie startet Mitte Juni und endet Ende August. Die beste Zeit um Lachse zu fangen sind die letzten beiden Wochen im Juli und die ersten beiden im August. Die Lachslizenzen müssen allerdings lange im Voraus beantragt werden.

Eine ergiebige Region fürs Salmoniden-Angeln ist das Seengebiet Veidivötn, da circa 30 Kilometer nordöstlich von Landmannalaugar liegt. Auch der Alftavatn ist ein Hotspot für Forellen. Um ohne langes Suchen geeignete Stellen zum Angeln zu finden, empfiehlt es sich einen Guide in Anspruch zu nehmen. Die Guides auf Island kennen die Insel wie ihre eigene Westentasche, bringen Sie sicher zu den besten Angelplätzen und zurück und stehen Ihnen auch sonst bei allen Fragen rund um die Fischerei auf Island zur Seite.

Fliegenfischen in Island

Während Küstengewässer durch die Hobby-Meeresangler und Fischindustrieflotte ausgebeutet werden, ziehen zahlreiche Seen und Flüsse in Island Fliegenfischer magisch an. Im Mai, wenn Myriaden von Köcherfliegen schlüpfen, beginnt das große Fressen. Jetzt steigen vor allem Bach- und Seeforellen auf die Fliege ein. Mit dem Sommer beginnt dann die Hochsaison für den König der Salmoniden – den Wildlachs. Hat man bei seiner Angeltour in Island Glück mit dem Wetter, darf man sich über eine spektakuläre Naturkulisse freuen, die im Sonnenschein einer Märchen-Landschaft gleicht. Jetzt scheinen die fabelhaften Trolle, deren Existenz von Einheimischen als selbstverständlich erachtet wird, sich überall in den farbenprächtigen Wiesen und Hügeln der Insel zu verstecken.

Angelerlaubnisse fürs Angeln in Island

Tageskarten fürs Angeln in den isländischen Seen und Flüssen können in der Regel an Tankstellen und in Postämtern erworben werden. Wer nicht täglich einen Erlaubnisschein kaufen möchte, sollte sich die Veidikortid (www.veidikortid.is) zulegen. Für umgerechnet 65 Euro können Sie mit diesem Schein ganzjährig an 30 der größeren Seen Islands angeln. Das Angeln im Meer dagegen ist frei. Lachsangler müssen allerdings recht tief in die Tasche greifen: Eine Tageslizenz kann durchaus mal eben bis zu 1000 Dollar kosten.

Ganz wichtig: mitgeführte Angelausrüstungen inklusive Hosen und Stiefel müssen vor der Einfuhr nach Island desinfiziert werden. Dies soll auch schriftlich belegt und das Dokument mitgeführt werden. Sie können ihre Angelausrüstung auch in Deutschland vor Ihrer Island-Reise bei einem Amtstierarzt desinfizieren lassen, der Ihnen auch das nötige Dokument ausstellen wird. Alternativ kann die Angelausrüstung auch direkt am Flughafen in Keflavik desinfiziert werden, rechnen Sie dort aber bitte mit langen Wartezeiten.

Falls Sie mehr Informationen über Island erfahren wollen, hier finden Sie Reiseführer für Island*.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 3