Angeln in Schwedt

Schwedt ist wegen der umgebenden seereichen Landschaft ein wahres Mekka nicht nur für Angler sondern auch für alle Naturliebhaber.

Die erste Nationalparkstadt Deutschlands

Seit 2013 heißt Schwedt mit einem neuen Beinamen Nationalparkstadt. Dieser Titel wurde der Stadt im Zusammenhang mit dem Nationalpark Unteres Odertal verliehen, der sich zwischen der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße befindet und eine einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands darstellt. Da der Nationalpark unzählige schöne kleine und große Seen beherbergt, laden sie geradezu zum Angeln an. Doch es gibt bestimmte Einschränkungen, die zum Schutz dieser einmaligen Landschaft notwendig sind. Auf folgender Seite kann man sich informieren, in welchen Bereichen des Parks das Angeln erlaubt ist.

Oder

Oder

Neben dem Odertal bietet Schwedt auch entlang dem Oderstrom und in den Altarmen sehr lukrative Angelstellen, die nicht nur von einheimischen Anglern zum Teil intensiv aufgesucht werden. Im Folgenden präsentieren wir besonders interessante Hotspots sowohl an der Oder als auch in den Altarmen und den Seen des Nationalparks.

1. Mündung Schwedter Querfahrt

Die Landspitze an der Mündung von Schwedter Querfahrt in die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße ist besonders bei Friedfisch-Anglern sehr beliebt. Die Bodestruktur ist hier gleichmäßig und mit üppiger Unterwasser-Vegetation bedeckt. Ganze Schwärme von Brassen grasen hier den ganzen Sommer hindurch und sind mit Feeder-Ausrüstung überaus gut zu beangeln. Selbst Karpfen gehen hier gelegentlich an den Haken, vorausgesetzt dieser wurde mit einem duftenden Boilie bestückt. Wer es auf die Räuber abgesehen hat, kann hier sein Glück beim Nachstellen von Hechten versuchen. Leider ist dieser Angelplatz insbesondere am Wochenende sehr oft stark frequentiert, sodass ein Besuch mitten in der Woche überaus zu empfehlen ist.

BESTER HOTSPOT AN DER MÜNDUNG:

2. Bucht am Schöpfwerk

Die Bucht am Schöpfwerk ist ein echter Geheimtipp! Denn obwohl sie auf den ersten Blick etwas unscheinbar aussieht, beherbergt sie wahre Schätze in Form von kapitalen Hechten, Barschen und Welsen! Selbst kapitale Rapfen wurden schon mal in der Einmündung verhaftet. Weil die Bucht an die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße anknüpft, bildet sie einen Rückzugsgebiet für Fische aller Art. Dazu kommt noch eine beachtliche Tiefe bis zu 8 Metern. So entstand hier ein begehrter Hotspot für jeden Raubfischangler. Den Wermutstropfen gibt es leider doch noch: Der Grund in der Bucht ist an der Seite des Schöpfwerks regelrecht mit Steinen bepflastert, sodass die Hänger beim Jiggen fast vorprogrammiert sind.

BESTER HOTSPOT IN BUCHT AM SCHÖPFWERK:

3. Brücke zwischen Oderaltarm und dem Heuzug

Die Brücke zwischen dem Oderaltarm und Heuzug liegt keine 200 Meter von dem Schöpfwerk entfernt und bietet jedem Raubfischangler excellente Gelegenheit einen Kunstköder auszuwerfen. Beide Seiten von der Brücke sind potenzielle Hotspots, in denen vor allem Hechte und Barsche auf der Lauer liegen, wenn auch die letzteren den Hechten sehr oft als Beutefische dienen. Insbesondere im Frühsommer ist hier ein Versuch mit einem Blinker oder Wobbler sehr vielversprechend!

BESTER HOTSPOT AN DER BRÜCKE:

4. Mündung Schwedter Querfahrt

Die Landspitze an der Mündung von Schwedter Querfahrt ist wahrscheinlich der beste Hotspot am Oderstrom im ganzen Schwedter Raum. Zugleich ist dieser Platz leider sehr bekannt und wird sehr häufig nicht nur von Anglern sondern auch von Natur-Touristen aufgesucht. Doch der Besuch dieser Stelle mitten in der Wochen und am besten auch in der Dämmerung lohnt sich. Hier bildet die Mündung einen natürlichen Strömungsschatten, wo sich die Friedfische gerne aufhalten, um nach den mit der Strömung mitgebrachten Insekten und anderem Futter Ausschau zu halten. Wo es Friedfische gibt, sind auch die Räuber nicht weit weg. Hechte, Rapfen, Barsche, Zander und sogar Welse wurden hier schon unzählige Male ans Land befördert.

BESTER HOTSPOT AN DER MÜNDUNG:

Angelkarten für die Oder gibt es hier

5. Brücke zwischen Hauptstrom und Oderaltarm

Die kleine Brücke, die den Oderaltarm von dem Hauptstrom trennt ist ein begehrter Hotspot der einheimischen Angler. Hier bildet die Brückenkonstruktion eine Einbuchtung im Verlauf des Flusses, woraufhin Strömungsschatten entsteht, den die Fische wiederum gerne auf ihren Wanderungen als Ruhezone nutzen. Ein Auswurf mit kleinem Blinker und Wobbler ist hier immer einen Versuch wert. Das sind vor allem Rapfen, Döbel und Barsche, die sich an dieser Stelle an den Kunstködern vergreifen.

BESTER HOTSPOT AN DER BRÜCKE:

6. Brücke zwischen Oder und Bauernsee

Noch eine Brücke im Verlauf der Oder, die den Hauptstrom von einem Poldersee trennt. Hier lohnt sich die Angel in den See gleich hinter der Brücke auszuwerfen, wo das Wasser ein Vertiefung in der Bodenstruktur aufweist und nicht selten von Hechten belagert wird. Auch Barsche und vielerlei kleinere Weißfische sind hier mit Naturködern gut zu beangeln.

BESTER HOTSPOT AN DER BRÜCKE:

7. Buhnen-Formation

Buhnen sind seltene Erscheinungen im Verlauf der Oder bei Schwedt. Umso vielversprechender ist folgender Uferabschnitt, der mit sechs Buhnen bebaut wurde und nach langen buhnenlosen Strecken sowohl flussauf- als auch flussabwärts hervorragende Hotspots für alle Angler darstellen. Dazu kommt noch, dass die Buhnen in einer Außenkurve im Hauptstrom liegen und daher sehr interessante Strukturen aufweisen, die vom Wasser ausgespült wurden. Nicht nur zahlreiche Friedfische wie z.B. Brassen, Plötzen, Güster und Rotfedern, die hier in den Buhnenfeldern nach Nahrung suchen, sondern auch etliche Raubfische wie Hechte, Zander, Rapfen, und Welse, die den Friedfischen auflauern und regelmäßig gefangen werden, machen diese Stelle sehr attraktiv für alle Angler.

BESTER HOTSPOT AN DER BUHNEN-FORMATION:

Angelkarten für die Oder gibt es hier

Voraussetzungen fürs Angeln in Schwedt

Für das Angeln in Schwedt, wie auch grundsätzlich fürs Angeln in Deutschland, benötigt man Angelerlaubnis-Papiere. Dazu gehört sowohl ein gültiger Fischereischein als auch ein Gewässerschein bzw. eine Angelkarte. Da die Bundesländer unterschiedliche Fischerei-Auflagen haben, die zum Teil sogar das Angeln ohne Angelschein erlauben, sollte man sich vor einem Angelausflug eine genaue Auskunft bei dem jeweiligen Landes-Anglerverband holen.

Wenn Sie an den oben kommunizierten Stellen in und um Schwedt angeln möchten, müssen Sie sich auch über die Pachtverhältnisse der jeweiligen Gewässerabschnitte informieren, um eine Angelkarte zu bekommen. Eine Auskunft kann z.B. in den ortsansässigen Angelvereinen oder auch in den Angelläden geholt werden. Weiterhin müssen sich alle Angler an die Fischschonzeiten halten und untermaßige Fische zurücksetzen. Hier finden Sie aktuelle Fischschonzeieten und -Mindestmaße für Brandenburg.

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