Angeln in Tschechien

Hier finden Sie ausführliche Informationen über die Angel-Möglichkeiten in Tschechien und die dafür notwendigen Erlaubnisse.

Angeln in tschechischen Flüssen

Am Fluss

Am Fluss

Über einhundertfünfzig verschiedene Flüsse gibt es in Tschechien. Die meisten davon gehören zu den zahlreichen Nebenflüssen der Donau, der Elbe sowie der Oder. Neben der üblichen westeuropäischen Süßwasser-Fischfauna, gibt es in Tschechien große Populationen an Salmoniden. Ein absolutes Paradies für Salmoniden-Angler ist zum Beispiel der Fluss Eger (Ohre) in der nordwestlichen Region von Böhmen. In den langsamen fließenden Abschnitten dieses fischreichen Stromes gibt es Forellen, Saiblinge und Äschen. Zahlreiche Fliegenfischer zieht es Jahr für Jahr an das Ufer der Eger. Doch auch Spinnangler kommen an dem Fluss auf Ihre kosten, den Zander und Hechte gibt es in dem Fluss ebenso reichlich.

Sehr schöne Abschnitte mit einem reichen Bestand an Forellen bietet weiterhin die Moldau (Vltava). Besonders beliebt bei deutschen Anglern sind die Strecken unterhalb des Stausees Lipno in unmittelbarer Nähe zur Grenze nach Österreich. Hauptfisch in diesem Bereich ist die Bachforelle. Angler fangen aber auch Regenbogenforellen und Saiblinge. Vereinzelt gehen Äschen an den Haken, die bis stattliche 40 Zentimeter lang werden. Weitere Zielfische in der Moldau sind Barsche sowie zahlreiche Weißfische wie Döbel, Rotaugen und Alande. In der Nähe von Fluss-Staudämmen ist das Angeln allerdings oft nicht erlaubt. In der Nähe des Moldau-Staudamms etwa haben örtlichen Verbände einige Abschnitte zum Catch&Release Revier erklärt. Hier dürfen Angler nur mit Fliege und ohne Widerhaken an drei Tagen in der Woche angeln.

Angeln in tschechischen Privatseen

Am See

Am See

Äußerst beliebte Ziele für deutsche Angler sind die Privatseen in Tschechien. Denn hier ist das Angeln grundsätzlich ohne Angelschein erlaubt. Darüber hinaus werden die Privatseen auf die Bedürfnisse von Anglern ausgelegt. Ein gutes Beispiel ist der See Katlov in Zentral-Böhmen. Er gehört einer Einzelperson. In der Form von Halbinseln wurden rund um den See im Abstand von jeweils 100 Metern 17 Angelplätze angelegt. Der See ist berühmt wegen seiner vielseitigen Fischpopulation. Neben Karpfen und Wallern gehen im See Katlov auch nicht ganz alltägliche Fischformen an die Angeln, wie etwa Störe. Für das Fischen im See gibt es besondere Regeln: So sind als Hakenköder nur Pellets, Mais, Boilies oder Imitate zugelassen. Angefüttert werden dürfen die Fische lediglich mit gekochten Partikeln, Pellets oder Boilies.

Weiterhin äußerst beliebt bei Anglern aus Deutschland ist der Privatsee „Svata“. Er liegt nur etwa 12 Kilometer hinter der deutschen Grenze in Bärnau (Oberpfalz) und ist deshalb gut von Deutschland aus zu erreichen. Gepachtet wurde der „Heilige“ von einem Angelverein. Im See tummeln sich neben mächtigen Karpfen vor allem Zander und Brassen. Für das Angeln in der Nacht oder auf Eis im Winter ist der Hvozdný Rybník ideal. Das beliebte Privatgewässer liegt in unmittelbarer Nähe des „Heiligen“. Auch hier gibt es einen guten Fischbestand aus Karpfen, Brassen, Rotaugen und Aalen.

Angelerlaubnisse

In den Revieren, die vom Tschechischen Anglerverband bewirtschaftet werden, ist das Angeln ohne Lizenz streng verboten. Benötigt werden zwei Papiere, der staatliche Angelschein und die jeweilige Angelerlaubnis (Gewässererlaubnis). Nur mit beiden Belegen zusammen dürfen Touristen fischen. Den Angelschein erhalten Sie beim Bezirks-, Stadt- oder dem Gemeindeamt. Die Laufzeiten für das Papier betragen ein, drei oder zehn Jahre. Die Kosten liegen abhängig von der Laufzeit zwischen 3 Euro und 18 Euro.

Um den Angelschein zu erhalten, müssen Sie Ihren Reisepass vorlegen. Verlangt wird auch eine Bestätigung über Angelkenntnisse. Infrage kommen dafür zum Beispiel eine formlose Bescheinigung eines Angelvereines aus der Heimat oder die Tageskarte eines Angelvereins. Mit dem Angelschein können Sie sich bei der Behörde vor Ort für die dortigen Gewässer eine Angelerlaubnis holen. Diese Gewässererlaubnis gilt für ein bis zwei Tage, eine Woche oder ein Jahr. Ohne Angelschein und Gewässererlaubnis auf Fischfang zu gehen, kann teuer werden. Die Ordnungshüter achten streng auf die Vorschriften und verhängen hohe Geldstrafen. Selbst eine Anzeige plus Strafverfahren ist bei schweren Verstößen möglich.

Posenmontagen fürs Flussangeln

Wenn Sie die Gelegenheit haben, an der Moldau oder einem anderen tschechischen Fluss mit Ihrer Angelrute zu schwingen, empfehlen wir Ihnen folgende Posenmontagen, die Sie je nach Strömungsstärke einsetzen können. Mit einer passenden Bologenserute können Sie mit diesen Montagen so ziemlich alle Weißfische fangen, die in dem Fluss heimisch sind.

Posenmontagen für Strömung

Posenmontagen für Strömung

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