Angeln in Ungarn

Hier finden Sie ausführliche Informationen über die Angel-Möglichkeiten in Ungarn und die dafür notwendigen Erlaubnisse.

Angeln am Balaton-See

Balaton-See

Balaton-See. Bildlizenz: txd, Balaton Hungary Landscape, CC BY 2.0

Der Balaton-See ist mit seinen 594 Quadratkilometern der größte Binnensee Mitteleuropas. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt allerdings lediglich 3,25 Meter und der tiefste Punkt des Sees liegt bei 12,5 Metern unter der Wasseroberfläche. Im gemäßigten Kontinentalklima gelegen, bietet der Balaton im Schnitt 2.000 Sonnenstunden im Jahr und beherbergt zahlreiche Fischarten. Wie archäologische Ausgrabungen gezeigt haben, hat der Fischfang am Balaton eine mehr als zweitausendjährige Tradition.

Aufgrund des hohen Aufkommens wird der größter Binnensee Europas auch als „Karpfenmeer“ tituliert. Daneben lassen sich auch Welse, Barsche, Forellen, Barben, Hechte und zahlreiche Weißfische gut fangen. Für einzelne Arten gelten dabei bestimmte Schonzeiten. Diese fallen mehrheitlich in die Zeit zwischen Mai und Mitte Juni. Ein besonderes Erlebnis ist beim Angeln am Balaton, an seinen Ufern eine klassische Halászlé zuzubereiten. Dabei steht „halász“ für Fische und „Lé“ für Brühe. Zubereitet wird das Gericht im klassischen Gulaschkessel über dem offenen Feuer.

Waller- und Karpfenangeln in Ungarn

Angeln ist in Ungarn jedoch nicht nur am Balaton möglich. Die bekanntesten Alternativen sind die Flüsse Donau und Theiß. Die Theiß galt zum Ende des 19. Jahrhunderts als der fischreichste Fluss von ganz Europa. Zwar handelt es sich bei der Theiß um ein fließendes Gewässer. Der geringe Höhenunterschied zwischen der Quelle in der Ukraine und der Mündung in die Donau von nur vierzig Metern, macht sie allerdings zu einem besonders trägen Fluss.

Bei der Donau handelt es sich wiederum um das artenreichste Flusssystem Europas. Beim Angeln in der Donau wie auch generell beim Fischen in Ungarn stehen in der Regel vor allem zwei Arten hoch im Kurs: Waller und Karpfen. Als nacht- und dämmerungsaktiver Fisch ist der Waller vor allem bei Dunkelheit gut zu fangen. Karpfen lassen sich dagegen ganztägig angeln. Dies gilt vor allem im Frühjahr, wenn der Karpfen Nachholbedarf in Sachen Nahrung nach dem Winter hat.

Selbsthakmontage für ungarische Karpfen

Wenn Sie in Ihrem Urlaub in Ungarn das Anglerglück versuchen wollen, empfehlen wir Ihnen dies mit der sogenannten Selbsthakmontage auszuprobieren. Dabei werden die Boilies als Köder verwendet. So heißen die gepressten Teig-Kügelchen, die speziell fürs Karpfenangeln entwickelt wurden. In folgender Abbilsung sehen Sie, wie eine Selbsthakmontage aufgebaut ist.

Selbsthakmontage auf Karpfen

Selbsthakmontage auf Karpfen

Das Gewicht trägt eine entscheidende Rolle beim Angeln mit einer Selbsthakmontage. Es hält die gesamte Montage am Boden, während der Karpfen den Köder aufnimmt und zu flüchten versucht. Dies macht das Selbsthaken der Fische überhaupt erst ermöglicht. Mehr Informationen über die Selbsthakmontage erfahren Sie in unserem nächsten Artikel.

Angelerlaubnisse

Eine Genehmigung zum Angeln für die staatlichen Gewässer in Ungarn lässt sich einfach und bequem über das Online-Angelscheinsystem TUHIR abwickeln. Dieses ist auch in deutscher Sprache verfügbar. Die Kosten für einen so genannten Fischertouristenschein belaufen sich derzeit auf 2.000 Forint, was etwas mehr als sechs Euro entspricht. Es besteht die Möglichkeit, den Schein per Kreditkarte zu zahlen. Weiterhin ist wichtig, sich mit den Bestimmungen am Zielort der Angelreise zu beschäftigen. Neben den bereits erwähnten Schonzeiten gibt es weitere Regelungen wie etwa die Beschränkung auf maximal zwei Ruten. Verstöße gegen diese Regeln können den sofortigen Widerruf der Angelerlaubnis zur Folge haben.

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