Angeln mit Creature Baits

Anders als die meisten Gummiköder imitieren Creature-Baits nicht die Fische sondern Mischwesen zwischen Krebsen und Insekten und sind dabei sehr fängig.

Merkwürdige Kreaturen

Creature Bait

Creature Bait

Creature Baits sind spezielle Gummiköder, die in ihrer Form entweder Krebsen, Krustentieren oder gar unbestimmten insektartigen Spezies nachempfunden werden. Meist setzt man sie beim Dropshot-Angeln ein. Manchmal aber auch beim sogenannten Light Jigging, einer Methode, die mit sehr leichter Ausrüstung das Jiggen von kleinen Gummiködern ermöglicht. Creature-Baits gibt es in sehr vielen Farben und unterschiedlichsten Formen. Ursprünglich wurden sie in den 70er Jahren durch die amerikanische Firma „Cat Claw Bait Co.“ fürs Angeln auf Schwarzbarsche auf den Markt gebracht.

Creature-Baits werden in folgende vier Imitaten-Gruppen unterteilt: Eidexen, Frösche, Krebse, Würmer und Insekten. Die meisten Hersteller halten sich jedoch keineswegs an die Vorbilder aus der Natur und lassen ihrer Fantasie bei der CreatureBaits-Herstellung freien Lauf. So entstehen Kreaturen, die zum Beispiel einen langen Wurmkörper, Heuschreckenflügel und Riesenfühler eines Käfers in sich vereinen. Die Fische schein sich allerdings keineswegs durch die merkwürdigen Kreationen stören. Wichtig ist, dass sich ein Creature-Bait unter Wasser sehr geschmeidig und zugleich organisch bewegt.

Dropshotting mit Creature-Baits

Angeln mit Creature-Baits an einem Drop-Shot-Rig zählt zu den erfolgreichsten Fishing-Methoden mit diesen Ködern. Die Zielfische sind dabei vor allem Barsche und Zander. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine typische Dropshot-Montage fürs Angeln mit Creature-Baits aufgebaut ist. Zuerst nimmt man ein ca. 1,5 Meter langen Fluorocarbon-Vorfaches, an dessen Ende ein Dropshot-Haken gebunden wird. Dabei ist ein spezieller Knoten notwendig, der eine Haken-Ausrichtung im 90 Grad Winkel ermöglicht. Der sogenannte Springer-Knoten erfüllt genau diese Voraussetzung. Als Haken eignet sich fürs Dropshotting die Offset-Form optimal, die einen effektiven Schutz gegen die Kraut-Hänger leistet und agile Köderbewegung erlaubt.

Dropshot-Montage mit Creature-Bait

Dropshot-Montage mit Creature-Bait

Die Führungs- oder noch besser die Spiel-Technik beim Dropshotting mit Creature-Baits ist relativ schnell zu erlernen: Nach dem Auswerfen lässt man den Köder zuerst einmal auf einer Stelle „tanzen“. Erfolgen hierbei 15-20 Minuten keine Bisse, zieht man die Montage samt Blei einige Meter an, um den Köder an einer anderen Stelle erneut zu präsentieren. In einem anderen Artikel finden Sie einen Dropshot-Ruten-Kaufratgeber.

Jiggen mit CreatureBaits

Das Jiggen mit einem Creature-Bait soll auf jeden Fall an einer feinen Rute vonstatten gehen, die eine stramme Spitze mit einem festen Blank aufweisen muss. Nur mit solch einer Gerste gelingt es, die Kreatur mit kleinen Einzel-, Doppel- und Dreifach-Schlägen über den Boden zu bewegen und sie dabei auch noch ausgesprochen natürlich aussehen zu lassen. Hier und wieder mal macht man bei der Führung 2 bis 4 Sekunden andauernde Stopps, während deren die Köder allerdings alles andere als bewegungslos am Grund liegen. Im Gegenteil: Ihre kleinen Tentakeln, Fühler, Flossen oder sonstige Gliedmassen vibrieren in der Mikroströmung weiter und ziehen die Raubfische unentwegt an.

Folgend sehen Sie ein kurzweiliges Video, das das Jiggen mit Creature Baits sehr gut veranschaulicht. Man sieht sehr deutlich, dass die Jig-Bewegungen bei der Köder-Führung geschmeidig aber auch mit Nachdruck erfolgen. Weiterhin ist auch die Unregelmäßigkeit bei der Frequenz der Zupf-Bewegungen hervorzuheben: Durch die gelegentlichen stärkeren Ausschläge wird die Verletzung und Unberechenbarkeit der flüchtenden Beute imitiert.

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