Angeln mit Garnelen

Welche Fische besonders gerne auf Garnelen beißen und was sie beim Angeln mit diesen Krustentieren beachten müssen, erklären wir in diesem Artikel.

Die Herkunft der Garnelen

Garnele

Garnele

Garnelen sind wirbellose Meeresbewohner, die den Krebstieren zugeordnet werden. Sie besiedeln so gut wie sämtliche Gebiete rund um die Erde. Selbst an den Polen unter dem Eis gibt es große Vorkommen von Garnelen. Hier werden sie Krill* genannt und sind die Hauptnahrungsquelle für die Wale. In der Form sind sich die unterschiedlichen Arten von Garnelen allesamt sehr ähnlich. Lediglich in der Farbe unterscheiden sich manche Spezies. Die Garnelen, die es im Handel zu kaufen gibt, sind alle meist rötlich bis weiß gefärbt.

An allen Küstengebieten rund um die Welt werden Garnelen als Köder beim Angeln eingesetzt. Das liegt daran, dass den Meeresfischen diese Nahrungsquelle sehr vertraut ist und auch die Angler sich die Krustentiere am Meer selbst leicht besorgen können. Doch nicht nur beim Meeresangeln kommen die Garnelen erfolgreich zum Einsatz. Für einige unserer einheimischen Fischarten, wie etwa Aale oder Störe, gehören sie zum natürlichen Futter. Darüber hinaus sind Garnelen sehr aromatisch, sodass auch Süßwasser-Fischarten, die sie noch nie zu Gesicht bekommen haben, gerne zubeißen.

Angeln mit Garnelen an der Küste

Garnelen

Frank C. Müller, Garnelen im Verkauf fcm, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Beim Angeln an unseren Meeresküsten können Sie mit Garnelen  erfolgreich nach Meerforellen, Plattfischen, Hornhechten, Wolfsbarschen sowie den Dorschen nachstellen. Wie Sie die Garnele als Köder präsentieren, hängt von der Art der Fische ab, die Sie fangen wollen und von deren Fressverhalten. So können Sie eine bis mehrere Garnelen für Plattfische am Grund des Gewässers anbieten. An der Pose befestigt präsentieren Sie die Garnelen für Fische wie Meerforelle, Steelhead, Hornhecht und Wolfsbarsch. Tipp für Köderbefestigung: Wenn Sie den Haken in das dritte Segment des Schwanzes einstechen, hält die Garnele am besten.

Auch als Kombiköder eignen sich die Krustentiere hervorragend. Kombinieren Sie ein Stück Garnele zusammen mit Stücken vom Seeringelwurm. Als Beimengung zu einem etwas größeren Cocktail können Sie diese Kombination zum Beispiel dem Steinbutt anbieten. Ob Sie die Garnelen frisch oder gekocht präsentieren, hängt von den Vorlieben der Zielfische ab. Sie können die Garnelen selber kochen, dürfen das jedoch ausschließlich in Salzwasser und ohne die Zugabe anderer Gewürze machen. Zum Anködern setzen Sie einen Haken aus eher dünnem Draht ein. Dieser sollte sehr stabil sein, damit er auch einem Drill standhält. Wollen Sie mit zwei Garnelen anködern, dann nehmen Sie am besten einen langschenkligen Haken, den so genannten Aberdeen Haken*.

Angeln mit Garnelen auf Forellen

Auch Forellen lassen sich mit Garnelen erfolgreich beangeln. Vor allem bei kühlen Temperaturen sind sie ein erfolgversprechender Köder. Sie sind immer dann optimal, wenn die Forellen andere Köder ignorieren. Denn die Garnelen werden auf Forellen einfach viel seltener eingesetzt. Deshalb sind sie als Köder unbekannter und wirken auf die vorsichtigen und deshalb schwer zu angelnden Fische verführerischer. Das Besondere an den Garnelen ist ihr Geruch. Das zieht die silbernen Räuber geradezu magisch an.

Angeln mit Garnelen

Angeln mit Garnelen

Greifen Sie beim Forellenangeln am besten zu den rohen Shrimps, weil sie sehr gut am Haken halten. Sollten sie dennoch vom Haken rutschen, sollten Sie die Garnelen einfach mit etwas Nähgarn am Haken verschnüren. Optimal sind etwas größere Haken-Modelle, etwa 8er bis 10er. Den Köder können Sie den Forellen an der Gewässeroberfläche mit der Wasserkugel anbieten. Oder auch im Mittelwasser an der Pose sowie auftreibend an der Grundangel. Erfolgreich fischen Sie mit den begehrten Meerestierchen auch, wenn Sie diese beim Einholen an einer Sbirolino-Montage leicht zupfen.

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