Angeln mit Magnet

Der Trendsport Magnetangeln findet immer mehr Anhänger. Hier erklären wir, wie das Angeln mit Magnet funktioniert und was Sie dabei beachten müssen.

Magnetangeln – Schatzsuche im Wasser

Angeln mit Magnet

Angeln mit Magnet

Es muss nicht immer Fisch sein. Beim Magnetangeln kann man ganze Schatztruhen, Tresore oder mit Schmuck und Münzen gefüllte Schatullen aus dem Wasser fischen. Oft sind es aber auch die „Klassiker“, wie Gießkannen und Fahrradteile, die mit einer Magnetangel ans Tageslicht befördert werden. Immer mehr Menschen lassen sich von diesem Trend begeistern und diskutieren in einschlägigen Internet-Foren mit viel Enthusiasmus über die besten Schatzgründe.

Was auch immer aus dem Wasser gezogen wird, die Umwelt freut sich in jedem Fall über die Reinigung: Jedes Stück Metall zählt. Besonders reizvoll bei diesem noch relativ jungen Freizeittrend ist der Überraschungseffekt. Während beim klassischen Angeln alle Fischarten, die an den Haken gehen können, bekannt sind, ist beim Angeln mit Magnet alles möglich und nichts vorhersehbar. Und der Nibelungenschatz ist auch noch nicht gefunden.

Wie aufwendig ist Magnetfischen?

Fürs Magnetangeln braucht man einen speziellen Bergemagnet. Diese Magnet-Art kann mehrere hundert Kilo aus dem Wasser ziehen. Die besten Bergemagnete fürs Angeln sind die sogenannten Neodym-Magnete, die sehr kompakt und zugleich leistungsstark sind. Meist sind sie nicht größer als 70mm im Durchmesser. Einen Neodym-Magnet kann man schnell und einfach in den Rucksack packen und los geht es zum Picknick mit Goldrausch-Flair!

Hohe Kosten oder Aufwand verursacht der Magnet-Angelsport nicht. Wichtig bei der Auswahl des richtigen Magneten sind Durchmesser, Haftkraft und die Form. Für den Anfang ist ein Neodym-Magnet mit unter 150 kg Haftkraft ideal. Dazu noch eine stabile Schnur, Angelhandschuhe und zu guter Letz Trinkwasser mit etwas Proviant. Denn bei dieser Outdoor-Beschäftigung vergeht die Zeit wie im Flug, sodass ein Schluck Wasser und kurzer Snack zwischendurch überaus willkommen sind.

Richtige Form und Größe des Neodym-Magneten

Der Bergemagnet kann die angegebene Haftkraft nur dann halten, wenn seine Fläche voll auf dem Gegenstand aufliegt. Ein typischer Mindestdurchmesser ist 60 mm, meist werden Magnete mit einer Größe von 60 – 100mm Durchmesser verwendet. Umso größer der Magnet, desto mehr kann daran anhaften. So können mit einer größeren Magnetfläche gleich mehrere kleinere Objekte auf einmal gehoben werden. Eine größere Magnetfläche findet auch leichter Gegenstände auf dem Grund.

Ob es ein runder oder eckiger Bergemagnet sein soll, ist eine Sache der persönlichen Präferenz. Physikalisch ist keiner Form eine besondere Eigenschaft zugeschrieben, allerdings scheinen die Magnetangler mit runden Bergemagneten die besseren Erfolge zu erzielen. Wichtig ist natürlich auch der Haken bzw. eine Öse am Neodym. Daran wird das Seil befestigt, um den Magneten und seinen Fang an Land zu ziehen. Bei manchen Magneten kann die Öse sowohl auf der Oberfläche als auch seitlich am Magnet geschraubt werden, was wiederum die Breite des Einsatzspektrums vergrößert.

Wie stark soll die Haftkraft des Magneten sein?

Angeln mit Magnet

Angeln mit Magnet

Zwar gibt es im Handel auch Neodym-Magnete mit über 500 kg Haftkraft, für den Anfang genügt jedoch ein Magnet bis 160 kg Haftkraft. Die Ösenmagnete aus Neodym, Eisen und Bor-Gemischen sind die stärksten, die zur Zeit technisch hergestellt werden können. Gängige Bergemagnete haben eine Haftkraft zwischen 120 – 160 kg. Damit können Gegenstände bis zu diesem Gewicht aus dem Wasser gehoben werden. Schwerere Gegenstände sind für eine Person nur mit Mühe zu bewegen.

Haftet etwa ein Magnet mit 400 kg Haftkraft an einem Objekt am Grund und verfängt sich dabei die Leine, besteht kaum noch eine Chance, den Magneten vom Objekt zu lösen. Dann hilft nur noch Tauchen oder das Kappen der Schnur. Soll tatsächlich ein besonders schwerer Schatz gehoben werden, können Wurfhaken* zum Einsatz kommen. Der Wurfhaken krallt sich am Objekt fest und hilft beim Hochziehen. Wurfhaken werden auch zum Lösen von verfangenen Magneten verwendet.

So entscheiden Sie sich für den Richtigen

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Bergemagneten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Berge-MagnetPreis-Leistung Tipp Aitsite Magnet Berge-Magnet Mutuactor Magnet Uolor Magnet Jakago Magnet
Typ Neodym-Magnet Neodym-Magnet Neodym-Magnet Neodym-Magnet Neodym-Magnet Neodym-Magnet
Haftkraft 120 kg 115 kg 100 kg 500 kg 240 kg 320 kg
Durchmesser 60 mm 60 mm 48 mm 100  mm 60 mm 90 mm
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Tipps und Tricks fürs Magnetfischen

Eine wichtige Warnung vorweg: Die starken Neodym-Magnete löschen Festplatten. Beim Magnetangeln sollten also Smartphones, Tablets und Laptop nicht unbedingt in der Nähe sein. Auch Kreditkarten, EC-Karten usw. können von den Magneten zerstört werden. Aus diesem Grund sollten Sie keine elektronischen Geräte beim Angeln mit Magnet an sich tragen.

Für die ersten Versuche mit der Magnetangel ist ein ungestörter Platz am Wasser, ohne Fischangler und Motorboote ideal. Auf Brücken oder an Häfen sind oft Metallpfeiler und -Beplankungen, Metallrohre oder Leitungen im Wasser. Dockt der Magnet an einem solchen Objekt an, ist er kaum noch aus dem Wasser zu bekommen. Besonders erfolgreich bei der Schatzsuche ist häufig das Magnetfischen in Seen, Teichen, Gräben und in alten Brunnen.

Richtige Technik beim Magnet-Angeln

Am Kanal

Am Kanal

Wenn ein Bergemagnet mit dem eigenen Körper verbunden wird, ist die Verletzungsgefahr beim Auswerfen oder beim Verfangen am Grund hoch. Vom Festbinden an Hand oder am Körper sollte unbedingt ganz abgesehen werden. Am besten Sie binden das Seil an einem Zaun-, Brückenpfeiler oder Bootssteg schnell und sicher fest.

Nach jedem Einzug des Magneten wird er von kleinen Metallteilen gereinigt, damit sich beim nächsten Wurf die Haftkraft wieder voll entfaltet. Mit jedem Wurf verbessert sich das Gefühl für das Auswerfen und die Genauigkeit beim Ziehen des Magneten.

Rechtliches zum Magnetfischen

Das Magnetfischen wird in deutschen Gesetzen nicht speziell benannt und ein Verbot besteht nicht, denn der Boden wird weder verändert noch geöffnet – im Gegensatz zum „Sondeln“. Allerdings könnte je nach Bundesland, das Denkmalschutzgesetz das Magnetangeln einschränken. Im Zweifelsfall kann dies bei einer Polizeidienststelle, der Landesbehörde oder einem Anwalt geklärt werden. Werden private Grundstücke betreten, ist die Erlaubnis der Eigentümer einzuholen. Typische Fischgewässer und Häfen sollten ebenfalls vermieden werden. Wertvolle Funde müssen generell dem Ordnungsamt gemeldet werden.




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