Angeln mit Pellets

Welche Fische besonders gerne auf Pellets beißen und was Sie beim Angeln mit diesem Köder beachten müssen, erklären wir in diesem Artikel.

Warum sind Pellets so erfolgreich beim Friedfischangeln?

Pellets

Pellets

Dass viele Friedfische die Pellets besonders lieben, liegt daran, dass die leckeren Röllchen die besten Zutaten fürs Gedeihen der Schuppenträger in sich beinhalten. Sie wurden vor vielen Jahren in Skandinavien als spezielles Futter für Fisch-Aufzucht in großen Bassins entwickelt. Heute finden sie massenhaft Einsatz auch in kleineren Zuchtbecken. Fische, die in Aquakulturen mit Pellets großgezogen wurden sind auf dieses Futter konditioniert. So erkennen die freigesetzten Tiere ihre frühe Nahrung schnell wieder und lassen sich mit Pellets viel leichter überlisten. Sogar vorsichtige Forellen nehmen sie schnell und gerne auf.

Auch wildlebende Fische, wie zum Beispiel Barben, Waller, Schleien und Brassen, mögen die Pellets als Mix aus Fischmehl, Fischöl und Vitaminen sehr gern. Die leckeren Futter-Röllchen sind nahrhaft, riechen ausgesprochen stark und ziehen die Fische nahezu magisch an. Auch für Karpfenangler sind die Pellets mittlerweile fast schon unersetzbar und werden sowohl als Beifutter als auch als Köder genutzt. Sie lösen sich von außen her nach innen zu ihrem Kern hin auf. Das unterscheidet die Pellets von härteren Boilies und verschafft ihnen rasch eine weiche Hülle, die sie wiederum für Weißfische sehr attraktiv macht.

Konsistenz und Größe entscheiden über den Einsatz

Die Zeit, die Fischpellets brauchen, um sich aufzulösen, variiert sehr stark. Entscheidend sind stets die Größe und die besondere Zusammensetzung der Pellets. Kleine Röllchen mit einem hohen Anteil Fischmehl lösen sich zum Beispiel schnell auf und locken Zielfische rasch an. Zum Anfüttern sind solche Pellets besonders gut zu gebrauchen. Eine kurze Zeit zur Auflösung ist aber nicht nur ein Segen. Zwar ist der Lockeffekt sehr groß, dafür sind die kleineren Pellets als Hakenköder viel schwieriger zu handhaben.

Größere Fischpellets brauchen etwas länger, bis sie sich zersetzen. Ähnlich wie bei den Boilies beträgt die Auflösezeit bei diesen Exemplaren bis zu 12 Stunden. Ist das Wasser sehr kalt, kann es sogar noch länger dauern. So werden die großen Fischpellets direkt am Haken befestigt. Sollten Sie über das Aflöseverhalten der Pellets unsicher sein, dann legen Sie ein paar von ihnen zur Probe ins Wasser. Anhand des Auflösungsprozess können Sie dann leicht einschätzen, ob sich die gewählten Exemplare als Hakenköder eignen oder eher zum Anfüttern zu gebrauchen sind. Übrigens können Sie die Zeit für die Auflösung von Fischpellets mit einfachen Mitteln deutlich verlängern. Legen Sie die Röllchen am besten über Nacht in Fischöl ein. So wird die Oberfläche der Pellets vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zusätzlich geschützt.

Am See

Am See

Welche Angelmontage kommt bei Pellets zum Einsatz?

Als Köder sind Pellets fest und zur gleichen Zeit auch brüchig. Eine Möglichkeit sie beim Angeln einzusetzen, ist zum Beispiel zum Anfüttern. Dafür müssen Sie die Röllchen in der Konsistenz so verändern, dass sie etwas kompakter werden. Zerkleinern Sie große Pellets und lassen Sie sie am besten für mehrere Stunden im Wasser einweichen. Danach werden die Pellets am besten im PVA-Beutel an den Haken befestigt. So zerstreuen sie sich im Wasser nicht.

Um die Pellets gezielt als Köder an einem Haken einzusetzen, braucht man die sogenannte Haarmontage. Das Haar ist in diesem Fall eine Art Fortsatz aus Angelschnur, an das die Pellets eingefädelt werden. Der Zielfisch sieht den Köder nach dem Auswurf am Grund liegen und saugt ihn gemeinsam mit dem Haken ein. Das die Pellets am Haar hängen, hakt sich der Fisch von selbst. Außerdem wirkt der Köder bei einer Haarmontage natürlicher. So lassen sich auch große und sonst eher vorsichtige Zielfische gut anlocken, die schnell Misstrauen schöpfen.

Haarmontage mit Pellets

Haarmontage mit Pellets

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