Angeln mit Popper

Popper provozieren vor allem dadurch, indem sie bei der richtigen Führung ein sehr spezifisches Geräusch erzeugen. Das scheint zahlreiche Raubfischarten außerordentlich zu reizen.

Besonderheit der Konstruktion

Popper sind speziell geformte Wobbler*, die man sofort erkennen kann: Sie haben eine charakteristische nach innen gewölbte Schnauze, die bei der Führung an der Oberfläche ein eigenartiges ploppendes Geräusch erzeugt. Nach hinten wird der Körper eines Poppers gleichmäßig wieder schmal.

Balzer Colonel Z Popper

Balzer Colonel Z Popper

Wie bei allen Oberflächenködern, ist auch bei einem Popper nicht die Farbe seine wichtige visuelle Eigenschaft sondern die Silhouette. Da die Räuber einen Popper fast immer von unten erblicken, sehen sie seine Silhouette sehr deutlich, die Farbe bleibt hingegen im Schatten.

Dennoch kann die Wahl der richtigen Köderfarbe bei den Poppern ebenso von Bedeutung sein. Zum Beispiel an einem sonnigen Tag. Hier sind dieselben Aspekte zu bedenken, die auch bei anderen Ködern gelten und in einem anderen Artikel genau kommuniziert werden: Wahl der richtigen Köderfarbe.

Richtige Führung

Popper werden ruckartig direkt an der Oberfläche geführt. Dabei schieben sie bei jedem Ruck einen kleinen Wasserschwall vor sich hin und machen zugleich ein ploppendes Geräusch. Die Raubfische können dieses Geräusch zwar nicht hören, doch die dabei um den Köder entstehenden Wasserverwirbelungen nehmen sie sehr deutlich wahr. Insbesondere Rapfen und Hechte fallen auf diese Reize regelmäßig herein.

Popper Wobbler

Popper Wobbler

Wenn bei moderater Führung das Plätschen der Popper keine Attacken provoziert, sollte man vor allem im Sommer einen viel aggressiveren Lauf ausprobieren. Durch starke Schläge werden manchmal sogar Barsche aus ihrer Trägheit herausgerissen und zu einer Attacke provoziert. Generell können die Rucke beim Wellengang stärker ausfallen als beim spiegelglatten Wasser.

Wie auch bei vielen anderen Angelmethoden, attackieren die Räuber den Popper meist in den kleinen Ruhepausen nach jedem Ruck. Deshalb sollte man gerade in diesen Augenblicken konzentriert sein und das Wasser um den Popper ganz genau beobachten.

Das Anschlagen

Sieht man an der Oberfläche auf den Popper zukommenden Wasserschwall, darf man jetzt vor allem die Nerven nicht verlieren. Selbst wenn das Wasser explodiert, muss man immer noch beisammen bleiben. Denn zu oft hauen viele Angler in so einem Augenblick dem Räuber seine Beute direkt unter der Nase weg.  Erst wenn ein starker Ruck in der Rute zu spüren ist, darf man richtig anschlagen.

Buhne an der Elbe

Buhne an der Elbe

Nicht selten kommt es bei einer Attacke vor, dass der Räuber (insbesondere Rapfen) seine Beute verfehlt oder zuerst mit dem Schwanzschlag betäuben will. Muss man feststellen, dass der Raubfisch trotz einer Attacke und dem Rutenanschlag nicht am Haken kleben geblieben ist, sollte man unmittelbar darauf die Einholgeschwindigkeit erhöhen. So wird ein panisch flüchtender Fisch imitiert woraufhin der Räuber nicht selten noch entschlossener reagiert. Beim zweiten Anlauf will er sich die Beute endlich schnappen!

Wenn Sie einen Popper kaufen wollen, empfehlen wir folgende Angebote*. Falls Sie einen Popper selbst bauen wollen, hier finden Sie eine genaue Schritt-für-Schritt Anleitung.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 4



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