Angeln mit Twister

Twister ist eine sehr kuriose Kreatur, denn es ist nicht ganz klar was dieser Köder imitieren soll. Interessanterweise heißt er in dem Ursprungsland (den USA) „Grub“ und gar nicht „Twister“.

Mister Twister

Twister in Motoroil

Twister in Motoroil

In den siebziger Jahren entwickelte die amerikanische Firma Mister Twister das erste Prototyp des modernen Twisters, der aus dem einer Raupe ähnlichen Körper und einem flachen kommaförmigen Schwanz bestand. In Anbetracht der unscheinbaren Form des ersten Twisters konnte sich kaum jemand vorstellen, dass diese Kreation nicht nur eine lange Lebensdauer erlangt, sondern auch ihr die Ehre zuteil wird, den Siegeszug einer der erfolgreichsten Köder-Spezies einzuläuten.

Wenn man im englischsprachigen Internet nach „Twister“ sucht, findet sich im besten Fall nur die Hersteller Firma. Interessanterweise heißt dieser Köder in dem Ursprungsland den USA gar nicht „Twister“ sondern „Grub“, was aus dem Englischen übersetzt „Raupe“ bedeutet. Nur im Ausland, unter anderen in Europa, hat sich die Bezeichnung „Twister“ für diesen Köder etabliert.

Was imitiert Twister?

Twister Raupenkörper

Twister Raupenkörper

Der Twister sieht eigentlich sehr sonderbar aus – es besteht aus einem voluminösen Körper mit dem vibrierenden großen Schwanz. Nur der Körper erinnert beim Twister an eine Raupe, der große Schwanz macht dann auch diesen Vergleich zunichte.

Umso interessanter ist somit das gierige Verhalten der meisten Fische, die den Twister* buchstäblich zum Fressen gerne haben. Und das, obwohl sie diese Kreatur noch nie vorher zu Gesicht bekommen haben dürfen. Es ist wohl eine gelungene Mischung, die das Aussehen und das Schwimmverhalten dieses Köders in einer organischen Einheit verschmelzen lässt. Dabei verheißt der wie ein Blutegel vibrierende Schwanz dem Fisch einen saftigen Leckerbissen und der bullige raupenähnliche Körper setzt noch mal ordentlich einen drauf!

Twister-Arten und Führungsstil

Sandra von Delalande in Pink

Sandra von Delalande in Pink

Der Markt bietet inzwischen unzählige Twister-Modelle an. Sie unterscheiden sich in Farben, Größen oder Schwanzform. Es gibt z.B. Twister, die in ihrem Schwanz Löcher oder spezielle Kugeln haben, damit diese zusätzlich für noch mehr Vibrationen sorgen.

Die Führung der Twisters hängt in erster Linie von seiner Größe, der Strömungsstärke, der Jahreszeit und natürlich dem Zielfisch ab. Dieselben Kriterien sind auch bei der Wahl des Jigkopfes zu berücksichtigen. Es gibt zahlreiche Twister, die mit anderen Ködern variiert werden – z.B. mit Spinnern* oder auch Wobblern. Bei diesen Kombinationen entstehen manchmal Köder mit einmaligem Laufverhalten.

Angeln mit Twister

Angeln mit Twister

Während im Winter mit sehr leichten Jigköpfen und eher einem langsamen und gleichmäßigen Zug des Köders gefischt wird, ist die Twister-Führung im Sommer eine ganz andere: Schwere Jigköpfe lassen den Köder beim Jiggen wie auch beim Zupfen richtig beschleunigen, was ganz nach dem Geschmack der in der warmen Jahreszeit sehr agilen Räuber ist.

Wie rum gehört der Schwanz des Twisters?

Wird der Twister auf den Jigkopf so aufgezogen, dass sein Schwanz nach oben zeigt, kann es insbesondere bei einem großen Jighaken passieren, dass der weiche Gummischwanz beim Lauf aufgespießt wird. Daher bietet sich insbesondere bei langen Jighaken eine umgekehrte Montage, wobei der Schwanz nach dem Montieren nach unten zeigt. In dieser Position verfängt er sich niemals an der Hakenspitze und der Köder kann sorgenlos gegiggt werden.

Relax Twister. Schwanz oben

Relax Twister. Schwanz oben

Relax Twister. Schwanz unten

Relax Twister. Schwanz unten

Was sind die Zielfische beim Angeln mit Twistern?

Da die Twister Insekten und nicht die Fische imitieren, sind sie universal einsetzbar. Gerade beim Raubfischangeln leisten die Twister in unseren Gewässern einen hervorragenden Job. Das sind Forellen, Hechte, Barsche, Zander oder Welse, die sich von den Twistern in verschiedensten Größen und Ausführungen regelmäßig fangen lassen.

Hecht, gefangen auf Twister

Hecht, gefangen auf Twister

Während die größeren Köder-Exemplare vor allem für kapitale Hechte oder Zander sehr gut geeignet sind, betören die kleinsten Twister-Modelle neben den Barschen hier und wieder mal einen Friedfisch.

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Bewertung: 4,75; Bewertungen: 4



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