Angeln mit Wobbler auf Zander

Obwohl Zander am häufigsten mit Gummifischen gefangen werden, lassen sie sich auch mit Wobblern überlisten. Hier erklären wir, wie es funktioniert.

Zander angeln mit Wobbler tagsüber

Zander gehören zu den Raubfischen, die sehr vorsichtig sind. Dazu kommt, dass sie nachtaktive Fische sind und lichtempfindliche Augen haben. In Summe bedeutet es, dass sich die Zander tagsüber bevorzugt an den tiefen Stellen sehr nah am Boden aufhalten, wo sie sich sicher fühlen und wo die Sonneneinstrahlung nicht zu stark ist. Auch schattige Bereiche im Wasser, zum Beispiel unter den Brücken oder an den Stegen suchen sie im Sommer gerne auf. Um sie hier mit einem Wobbler zu betören, braucht man auf keinen Fall einen Krawallmacher mit Rasseln sondern sehr leise und geschmeidig laufende Modelle.

Zander

Zander

Ein sehr guter Wobbler zum Zanderangeln ist der sogenannte Suspender, dessen Materialdichte ähnlich der Wasserdichte ist. So bleiben die Suspender im Wasser genau in der Tiefe stehen, in der man sie präsentieren will. Beim Anhalten während des Einholens verharren sie an einer Stelle und weder sinken noch tauchen sie an die Oberfläche. Die beste Führungstechnik für Suspender ist das sogenannte Twitchen. Dabei wird der Köder mit leichten Schlägen aus der Rutenspitze eingeholt. Mehr Informationen zum Twitchen-Angeltechnik finden Sie hier.

Wobbler-Montage zum Zanderangeln

Ein typischer Zanderwobbler gehört zur Kategorie der sogenannten Minnows. Er zeichnet sich durch seinen besonders schlanken und länglichen Körperbau aus. Dadurch suggeriert er dem Zander leichte Beute, indem er den Köder einfach einsaugen und ihn dabei zusammenfalten kann. Ganz wichtig bei einer Wobbler-Montage auf Zander ist ein dursichtiges Vorfach aus Fluorocarbon. Denn die vorsichtigen Raubfische können bei einer auffälligen Schnur sehr schnell Verdacht schöpfen und verschmähen darauf hin jeden Köder gänzlich. In folgender Abbildung sehen Sie, wie eine typische Wobbler-Montage auf Zander aufgebaut ist und welche Komponente in welcher Stärke Sie dabei wählen müssen.

Angeln mit Wobbler auf Zander

Angeln mit Wobbler auf Zander

Zander angeln in der Nacht

Zander gehören zu den Raubfischen, die erst in der Dämmerung aktiv werden und die ganze Nacht auf Beutefang sind. Beim Nachtangeln auf Zander können sowohl leise Wobbler als auch die mit dezenten Rasseln zum Einsatz kommen. Die Raubfische sind jetzt aktiv und gefräßig und jagen auch gerne mal in Ufernähe. Ihre Beute nehmen sie im Dunkeln nicht mit den Augen sondern mit dem Seitenlinienorgan wahr. Das bedeutet, dass nicht das Aussehen des Wobblers sondern sein Lauf für den Erfolg in der Nacht entscheidend ist. Hochwertige schlanke Minnows, die Auftrieb nach oben haben – die sogenannten Floater – sind jetzt das Mittel zum Zweck beim Nachstellen auf Zander. Im folgenden Kaufratgeber präsentieren wir sechs besonder fängigen Zanderwobbler und erläutern zahlreiche Kniffe und Tricks für ihren Gebrauch.

Hotspot Buhnenkopf

Wenn Sie an einem unserer großen Flüsse auf Zander angeln – am Rhein oder an der Elbe – können Sie den Wobbler auch an der Strömungskante zum Beispiel am Buhnenkopf präsentieren. Dabei wird der Wobbler direkt in die Strömung ausgeworfen, die ihn dann selbst an die Strömungskante bringt, indem Sie die Schnur einfach gespannt halten. Jetzt wird der Wobbler an der Kante gehalten, sodass die angrenzende Strömung mit ihm spielen kann. So bleibt der Köder länger an einer lukrativen Stelle, um dadurch die Zander noch mehr zu reizen. Für die Räuber hat der Wobbler jetzt den Anschein eines angeschlagenen Fischchens, das aus letzter Kraft mit der Strömung kämpft.

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