Baitcast Ruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Baitcastruten gibt es auf dem Markt wie Fische im Meer. Kein Wunder, denn Baitcasting gehört zu einer sehr beliebten Fishing-Methode beim Raubfischangeln! Hier erklären wir, worauf Sie beim Kauf einer Baitcasting-Rute achten müssen.

Grundvoraussetzung für eine Baitcastrute

Baitcast Rute

Baitcast Rute

Baitcast- Angelruten kommen in der heutigen Zeit immer mehr in Mode. Vor allem junge Spinnangler lieben diese dynamische Angelei mit ganz besonderer Wurftechnik. Sie ist zwar nicht einfach zu erlernen, sobald man aber den Dreh raus hat, sind die Würfe mit Baitcasting-Rute besonders spektakulär, weil sie punktgenau platziert werden können.

Ursprünglich wurden Baitcasting-Ruten in den USA speziell für den Gebrauch mit kleinen Multirollen (Baitcasting-Rollen) entwickelt. Aus diesem Grund haben sie einen so genannten „Triggegriff“, der dem Angler einen perfekten Rutenhalt beim Auswerfen und bei der Köderpräsentation (Casting) ermöglicht. Baitcast-Ruten sind in der Regel kurz und kompakt und haben sehr eng am Rutenblank sitzende Ringe. Meist werden Baitcaster beim Vertikal-Angeln vom Boot oder an den Spundwänden eingesetzt. Es gibt allerdings auch Modelle zum Angeln vom Ufer, die in der Regel etwas länger ausfallen.

Rutenaktion und das Wurfgewicht einer Baitcast-Rute

Da mit Baitcast-Ruten sehr oft und gerne Barsche beangelt werden, müssen die vorsichtigen Barsch-Zupfer überhaupt erkannt werden. Aus diesem Grund sollte eine Baitcasting-Rute eine schnelle Aktion aufweisen (auch Spitzenaktion genannt), um die zaghaften Bisse der gestreiften Räuber zu erspüren. Weiterhin macht sich die schnelle Aktion auch beim Hecht- und Zanderangeln gut bemerkbar, weil sie einerseits das Aufsetzen des Köders auf den Grund beim Jiggen anzeigt und andererseits das Haken der Fische ermöglicht, indem die Rute nicht zu stark nachgibt und der Drilling sich ins Gewebe bohren kann. Das Wurfgewicht liegt bei einer Baitcasting-Angel idealerweise zwischen 10 und 25 Gramm.

Rutenaktion einer Baitcast-Rute

Rutenaktion einer Baitcast-Rute

Sechs Baitcast-Ruten im Test

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Baitcast-Ruten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Ruten finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Baitcast-Rute WFT Penzill Black SpearPreis-Leistung Tipp Berkley Skeletor XCD Dam Effzett Yagi Savage Gear Black Savage Westin W3 Twitching-T Abu Garcia Venerate
Länge 1,90m 2,40m 2,20m 2,20m 2,19m 2,43m
Gewicht 105 g 142 g 164g 141g 143g 151g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 0,98m 1,25m 1,14m 1,14m 1,13m 1,22m
Aktion schnell schnell schnell schnell schnell schnell
Wurfgewicht 8 – 38g 4 – 20g 15 – 53g 15 – 50g 15-40g 12 – 32g
Geeignet zum Vertikal Uferangeln Vertikal, Uferangeln Vertikal, Uferangeln Vertikal, Uferangeln Uferangeln
Kundenwertung

Welche Vor- und Nachteile hat eine Baitcaster gegenüber Spunnrite?

Folgend erklären wir die wichtigsten Vor- und Nachteile der beiden Rutenarten im Vergleich.

KRITERIUM SPINNRUTE BAITCAST-RUTE
Komfort im Umgang + +
Die Rutenhaltung und das gleichzeitige Kurbeln mit der Stationärrolle übt beim längeren Angeln mit einer Spinnrute hohe Belastung auf das Handgelenk aus.
+ + +
Beim Baitcasting ist das Angeln entspannter: Die eine Hand kurbelt, die andere nimmt die Multirolle in die Handfläche und hält somit auch die Rute fest.
Drill-Eigenschaften + + +
Spinnruten werden mit Stationärrollen bestückt, die über eine Bremse verfügen, die die Feinjustierung während des Drills umständlich macht.
+ + + +
Baitcast-Ruten werden mit Multirollen (Baitcast-Rollen) bestückt, deren Drill-Bremsen sehr einfach und flexibel in der Handhabung sind.
Wurfweite + + +
Bei einer Spinnrute nimmt der Köder nach dem Auswurf die Schnur von der Spule ohne Widerstand auf und fliegt sehr weit aber auch unstabilisiert. Dabei kommt oft vor, dass z.B. ein Wobbler nach dem Auswurf zu flattern beginnt, sodass sich die Schnur oder das Vorfach häufig in den Drillingen verfängt.
+ +
Nach dem Auswurf mit einer Baitcast-Rute bremst die Multirolle den Köder im gesamten Flug etwas ab. Der Köder wird also im Flug stabilisiert, sein Flattern und somit die Verwicklungen der Schnur werden verhindert. Allerdings verkürzt sich dadurch auch die Wurfweite etwas.
Wurfpräzision + +
Eine Spinnrute erlaubt kurze und ruckartige Würfe, die auch in eingeschränkten räumlichen Verhältnissen, (z.B. zwischen Bäumen) getätigt werden können. Die Präzision der Würfe ist aber nicht optimal.
+ + +
Die Baitcast-Rute verlangt nach einem gleichmäßig beschleunigten Wurf. Um diesen zu bewerkstelligen, braucht man viel Platz. Dabei fängt die Schwungbewegung hinten langsamer an und beschleunigt sich zum Auswurf. Dadurch ist die Wurfpräzision bei Baitcast-Ruten wesentlich höher als bei Spinnruten.
Wurfgewicht + + +
Die leichtesten Köder (1-5 g) lassen sich mit einer leichten Spinnrute immer noch anständig auswerfen, da die Spule der Stationärrolle beim Auswurf fest fixiert ist und nur die Schnur im freien Lauf abgegeben wird.
+ +
Eine Baitcast-Rute braucht immer ein Mindestgewicht, damit der Köder beim Auswurf überhaupt in Bewegung kommen kann. Mit weniger als 7 Gramm Ködergewicht ist bei den meisten Baitcasting-Ruten nichts zu holen.
Gegenwind + + +
Das Auswerfen des Köders beim Gegenwind ist mit einer Spinnrute unproblematisch möglich.
+
Beim Auswurf gegen den Wind mit einer Baitcast-Rute überschlägt sich die Rollen-Spule häufig und bildet „Perücken“.
Köderkontakt ++
Da bei einer Spinnrute die Stationärrolle zum Einsatz kommt, wird die Schnur beim Einkurbeln nicht direkt auf die Spule, sondern erst mithilfe des Fangbügels durch eine konstruierte Umlenkung in einem 90° Winkel aufgespult. Der Köder-Kontakt ist dabei nicht unmittelbar.
+ + +
Bei einer Baitcast-Rute kommt die spezielle Multirolle zum Einsatz, die beim Schnureinzug ohne Umlenkungen auskommt. Die Schnur verbindet den Köder und die Spule unmittelbar miteinander. Der Köderkontakt ist also absolut direkt und somit besser spürbar.
Vertikal-Angeln +
Beim Tiefenwechsel muss man beim Angeln mit einer Spinnrute mit beiden Händen umständlich arbeiten: Bügel der Stationärrolle umklappen, die Schnur abgeben und den Bügel wieder zuklappen.
+ + +
Bei einer Baitcast-Rute genügt dafür nur eine Hand – mit einem einzigen Tastendruck an der Multirolle wird der Köder sofort auf die notwendige Tiefe befördert.

Im folgenden Artikel präsentieren wir Kaufratgeber für Baitcasting-Rollen und Hecht-Ruten.

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