Baitcastrollen Test & Vergleich

Baitcaster sind kleine Multirollen, die speziell für das leichte Spinnfischen entwickelt wurden. Dabei müssen diese Angelrollen bestimmten Qualitätskriterien entsprechen, die im Folgenden erläutert werden.

Entspannte Handhabung

Baitcastrolle

Baitcastrolle

Die Baitcaster-Rolle stammt von der klassischen Multirolle, die zum Angeln großer Meeresfische beim Schleppen eingesetzt wird. Wegen der praktischen Handhabung einer Multirolle und dem unmittelbaren Köderkontakt beim Fischen, entwickelten amerikanische Angler auf deren Basis ein neues kleines und feinmechanisches Modell, das fürs Angeln des Schwarzbarsches gedacht war, der in amerikanischen Binnengewässern am weitesten verbreitet ist. Das war die Geburtsstunde der Baitcasting-Rolle.

Inzwischen wird die Verwendung der Baitcaster auch bei uns immer beliebter. Sie sind kleiner, leichter und kompakter als die Stationärrollen und dadurch besonders bei jungen Anglern sehr beliebt. Man kann eine Baitcastrolle mitsamt der Rute sehr bequem in der Handfläche festhalten, sodass das Fischen über längere Zeiträume ganz entspannt bleibt.

Perfekte Köder-Kontrolle

Bisserkennung mit der Baitcaster

Bisserkennung mit der Baitcaster

Baitcasting-Rollen sind grundsätzlich anders konstruiert als stationäre Rollen. Daraus ergibt sich ein wesentlicher Vorteil: Im Gegensatz zum umgelenkten Schnurabzug bei Stationärrollen besitzen die Baitcaster eine Direktverbindung zum Köder. Das ermöglicht sofortige Köderkontrolle, sobald er die Wasseroberfläche berührt hat. Bei einer Stationärrolle dagegen muss zunächst der Bügel zugeklappt werden, um anschließend die schlaffe Angelschnur zu spannen, was allerdings einen verpassten Biss bedeuten kann.

Besonders gut eignen sich Baitcast-Rollen zur Führung von Gummifischen* und Wobblern. Erfahrene Angler halten beim Fischen mit einer Baitcastrolle ihren Zeigefinger zunächst direkt an der Angelschnur – so lassen sich auch kleinste Bisse gut erkennen. Mit einer Stationärrolle wäre es ihrer Konstruktion wegen fast unmöglich.

Sechs Baitcasting-Rollen im Vergleich

Eine hochwertige Baitcasting-Rolle muss nicht automatisch sehr viel Geld kosten. Es ist oft gar nicht notwendig, einige hundert Euro fürs Angelzubehör auszugeben, wenn man nur ausführlich genug verschiedene Modelle miteinander vergleicht. Wir haben Baitcasting-Rollen ausgesucht, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten und der kritischen Prüfung der Angler-Community standhalten. Alle Rollen kosten zwischen 40 und 110 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Rollen sind in folgender Tabelle konsolidiert, so dass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Baitcast-Rollen KastKing® SpartacusPreis-Leistung Tipp SPRO Cimca Baitcast LH 6000 Shimano Corvalus 401 LH Abu Garcia Ambassadeur Lixada Fly High Speed WFT Penzill Baitcast
Gewicht 205 g 213 g 335 g 224 g 256 g 185 g
Übersetzung 6.3:1 6.2:1 5.2:1 6.4:1 6.3 6.5:1
Kugel-/Walzlager 11+1 5+1 3 3+1 12+1 13+1
Bremssystem 12 lb k.a k.a k.a k.a
Schnurfassung 0.28mm/115m 0,35mm/140m 0,35mm/270m 0,30mm/145m k.a 0,20mm/330m
Ersatzspule keine keine keine keine keine vorhanden
Kundenwertung

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Zusammenspiel mit Baitcastrute

Die Abstimmung zwischen Rute und Rolle ist beim Baitcasting wichtiger als beim konventionellen Spinnfischen. Das Zusammenwirken der Baitcasting-Rolle mit einer Baitcasting-Rute, die zur besseren Handhabung idealerweise den sogenannten Triggergriff besitzt, ermöglicht beeindruckend weite und zugleich zielgenaue Würfe. So können Jerkbaits oder diverse andere Wobbler-Modelle noch auf langer Distanz punktgenau platziert werden.

Drei Bremssysteme der Baitcast-Rollen

Bremssysteme der Baitcast-Rollen

Bremssysteme der Baitcast-Rollen

Während Stationärrollen in der Regel über eine einzige Bremse verfügen, die für das Haken und das Drillen der Fische eingesetzt wird, besitzen Baitcast-Rollen mindestens zwei Bremssysteme: Ein System wirkt gegen das fliehkraftbedingte Überdrehen der Spule beim Auswurf und über das zweite Bremssystem wird der Widerstand des Schnurabzugs beim Anschlagen oder beim Drill reguliert. Achten Sie beim Kauf einer Baitcasting-Rolle insbesondere auf die Spule, die besonders leicht sein sollte. Durch wenig Eigenmasse ist ihre Trägheitskraft beim Auswurf gering, sodass die Spule sich auch bei locker eingestellten Bremse nicht so schnell überdreht, wodurch wiederum die Wurfweite vergrößert wird.

Es gibt allerdings noch die dritte Brems-Möglichkeit, die besonders erfahrene Baitcast-Angler sehr gerne in Anspruch nehmen: Der Einsatz des Daumens als Bremse. So hat man gerade beim Auswurf oder im Drill ein gutes Gespür für den Schnurabzug und kann die Bremswirkung intuitiv und blitzschnell den gegebenen Umstände anpassen.

Angeltechniken zum Fischen mit Baitcastrolle

Vertikalangeln vom Boot

Vertikalangeln vom BootNeben dem klassischen Spinnfischen vom Ufer setzen vor allem Profi-Angler die Baitcastrollen sehr gerne beim Vertikalangeln vom Boot ein. Welche Vorzüge es hat, erfahren Sie hier.

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