Boilie-Pulver

In diesem Artikel erklären wir die Vorteile des Boilie-Pulvers beim Friedfischangeln und wie man es selbst herstellen kann.

Was ist ein Boilie-Pulver?

Der Begriff Boilie-Pulver ist die Übersetzung von dem englischen Wort „Bait powder“. Es ist ein Pulver, welches man mithilfe von Feuchtigkeit an dem Boilie anbringt. Unterwasser kommt seine Wirkung zu Geltung. Je nach Art können verschiedene Eigenschaften auftreten. Zum Beispiel kann um den Boilie eine für den Fisch wohl duftende Wolke entstehen oder sich eine leckere Schleimschicht bilden.

Boilie-Pulver gibt es in verschiedenen Farben und Aromen. Gerne wird der Boilie von vielen Anglern zuerst in einem Aroma Dip getränkt und dann im Boilie-Pulver gewälzt. Die dadurch um den Dipp entstehende Schleimschicht verlängert seine Auflösung im Wasser und somit die Lockwirkung erheblich.

Kaffeeweißer als Boilie-Pulver einsetzen

Kaffeeweißer ist das günstigste und zugleich effektivste Boilie-Pulver. Um es auf den Boilie aufzutragen, muss dieser schon auf dem Haar aufgezogen und die gesamte Montage auswurfbereit sein. Danach wird der Boilie ins Wasser oder in einen speziellen Dip getränkt.

Kaffeeweißer als Boilie-Pulver einsetzen

Kaffeeweißer als Boilie-Pulver einsetzen

Nun legt man den nassen Boilie in die Kaffeeweißer-Packung hinein. Kurz schütteln bis jede Stelle des Boilies mit dem Kaffeeweißer bedeckt ist. Im Prinzip ist man dann fertig, jedoch empfiehlt es sich diesen Vorgang 2-3-mal zu wiederholen, da so die Wolke um den Boilie noch größer wird.

Boilie-Pulver selber machen

Wenn der Boilie, der mit Kaffeeweißer ummantelt wurde, im Wasser ist, wird sich um ihn langsam eine kleine weiße Wolke bilden. Mit Lebensmittelfarbpulver oder Lebensmittelfarbe kann man diese Farbe flexibel ändern. Auch bietet es sich an, zwecks Steigerung der Lockwirkung, verschiedene Aromen in den Kaffeeweißer beizumischen. Dabei kann man auf diverse Zutaten greifen:

  1. Zimtpulver
  2. Feiner Salz
  3. Knoblauchpulver
  4. Vanillepudding
  5. Paprikapulver
  6. Chilipulver

Die Aromen können (müssen aber nicht) an die Boiliesorte angepasst werden.

Wofür ist Boilie-Pulver noch gut?

Prinzipielle kann man fast jeden Friedfischköder damit bestäuben. Egal ob Rotauge, Rotfeeder, Brasse, Karpfen oder Schleien. Zum Beispiel eigenen sich Maden ideal zum Einpudern. Auch hier die Maden kurz in Wasser trunken und dann in den Kaffeeweißer.

Boilie-Pulver

Boilie-Pulver

Auch perfekt geeignet ist Boilie-Pulver als Beimischung im Grundfutter. Durch natürliche Strömung und das hin und her schwimmen der Fische entstehen Verwirbelungen Unterwasser. Diese wühlen auch das Grundfutter (mit dem Boilie-Pulver) auf. Eine Wolke bildet sich und lockt automatisch weitere Fische an.

Ebenso kann man Boilie-Pulver auch in den Inhalt des PVA Beutels packen. Gerade wenn man seinen Hakenköder nicht verändern möchte, kann man gut in seinen PVA Sack etwas Boilie-Pulver hinein tun. An dieser Stelle bite kein Wasser verwenden, da sich PVA in Verbindung mit Wasser auflöst.

Fazit: Gebrauch des Boilie-Pulvers

Ein Boilie-Pulver zu verwenden ist keine Pflicht, sondern nur ein kleiner Anreiz für den Fisch. Besonders an schwierigen Tagen kann man mit einem Boilie-Pulver den einen oder anderen Fisch neugierig machen. Wenn um den Boilie eine verlockende Wolke aufsprüht, welche auch mit Aromen versetzt ist, kann das überaus mehr Fisch bringen.

Die Anleitung wie man Boilie-Pulver selber herstellt und wo man es am besten benutzen kann sollte sich jeder Friedfischangler merken. Eine Packung Kaffeeweißer kostet nicht viel Geld und kann beim normalen Einkauf im Supermarkt mitgenommen werden. Wenn Sie allerdings industriell hergestellte Boilie-Pulver ausprobieren wollen, hier finden Sie eine Auswahl*.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 3



Beitrag kommentieren