Drop Shot Montage Anleitung

Obwohl eine Drop-Shot-Montage schnell herzustellen ist, muss man gewisse Tricks und Kniffe kennen, um damit erfolgreich zu angeln.

Warum ist Dropshot Montage erfolgreicher als andere Angelmethoden?

Barsch

Barsch

Drop-Shot-Montage ist eine relativ einfache Vorrichtung zum Angeln auf Barsche (manchmal auch Zander), die eine besonders feinfühlige Technik in der Praxis voraussetz. Gummiköder* werden beim Dropshotting am häufigsten eingesetzt. Es lassen sich allerdings auch Naturköder wie z.B. Würmer, Blutegel oder Fischfetzen ebenso erfolgreich bei dieser Angeltechnik einsetzen.

Der größte Vorteil der DropShot-Methode gegenüber dem gewöhnlichen Spinnangeln ist die Möglichkeit einen ausgesuchten Hotspot länger effektiv zu befischen. So lassen sich die Fische von einer Dropshot-Montage viel weniger stören als es z.B. beim Angeln mit Wobblern oder beim Jiggen der Fall ist. Außerdem kann man die Barsche nur mit sehr ausgefeiltem Köderspiel überlisten, das in dieser Form fast ausschließlich durch das Dropshotting gewährleistet werden kann.

Wie ist eine Drop Shot Montage aufgebaut?

Eine Drop-Shot-Montage ist relativ schnell und einfach zu bauen. Zuerst wird in der Mitte eines ca. 1,5 Meter langen Fluorocarbon-Vorfaches ein Dropshot-Haken gebunden. Dabei verwendet man einen speziellen Knoten, der die Haken-Ausrichtung im 90 Grad Winkel ermöglicht. Der sogenannte Springer-Knoten erfüllt genau diese Voraussetzung. Als Haken eignet sich fürs Dropshotting entweder ein Offset-Haken, der effektiven Schutz gegen die Kraut-Hänger leistet, oder auch ein gewöhnlicher langschenkliger Haken.

Drop Shot Montage

Drop Shot Montage

Ans Ende des Vorfaches kommt ein spezielles Dropshot-Stabblei, das einen besonderen Klemm-Mechanismus besitzen muss, wodurch es an die Schnur nicht geknotet sondern eingeklemmt werden kann. Dies erlaubt ein flexibles Verstellen des Bleis auf dem Vorfach, womit man wiederum die Tiefe bestimmen kann, in der der Köder angeboten wird.

Zum Schluss wird das Vorfach an die Hauptschnur mithilfe des Albright-Knotens gebunden. Obwohl manche Angler zwischen dem Vorfach und der Hauptschnur einen Wirbel schalten, verzichten die Profis dennoch darauf. Dadurch wird die Montage mit keinem zusätzlichen Gewicht belastet und jeder Biss durch quasi nahtlose Schnur-Verbindung unmittelbar in die Rute übertragen, was wiederum die Bisserkennung begünstigt.

Double Drop Shot

Wie bei jeder anderen Angelmethode, gibt es auch beim Drop-Shot Variationen. So hat sich zum Beispiel insbesondere in den USA beim Angeln auf Schwarzbarsche die Double-Dropshot Montage etabliert, die den Räubern einen kleinen Schwarm vorgaukeln soll. Auch wenn diese Montage an einigen Tagen überaus erfolgreich ist, wenn die Barsche z.B. in Geschwader auf Beutezug sind und es nicht auf einzelne Fische sondern auf Fischschwärme abgesehen haben, bleibt sie nicht ganz ohne Nachteile. So kann sie sich zum Beispiel sowohl beim Auswurf als auch beim Spiel unter Wasser wesentlich schneller verheddern und dadurch unbrauchbar werden.

Double-Dropshot

Double-Dropshot

Drop Shot Jig

Jeder Angler, der schon mal ausgiebig mit Drop Shot Methode gefischt hat, kennt solche Bisse, die beim Anschlagen einfach ins Leere gehen. Bei der anschließenden Inspektion der Montage stellt man dann überraschend fest, dass der Biss nicht dem Gummiköder sondern dem Bleigewicht galt. Die Fische finden das Blei manchmal eben attraktiver als den Köder und beißen beherzt zu. Aus welchem Grund auch immer. An solchen Tagen bringt eine andere Drop-Shot-Variation eher den ersehnten Fisch an den Halen – der sogenannte Drop-Shot-Jig. Hierbei fundiert ein mit Jigkopf bestückter Gummifisch sowohl als Bleigewicht als auch als Fänger. Die Zupf-Bewegungen, mit denen der Angler den Dropshot-Köder animiert, werden auch an den Jig geleitet, sodass dieser den Fischen ebenso ein Leckerbissen suggeriert.

Drop Shot Jig

Drop Shot Jig

Richtige Technik beim Drop-Shot-Angeln

Das Erlernen der richtigen Köderführung beim Dropshotting ist nicht ganz trivial. Denn anders als z.B. beim Jiggen, wo ein mit Jigkopf bestückter Köder hüpfend über dem Grund geführt wird, lässt man einen unbeschwerten Dropshot-Köder* nach dem Auswerfen zuerst einmal auf einer Stelle „tanzen“. Erfolgen hierbei längere Zeit (20-30 Minuten) keine Bisse, zieht man die Montage samt Blei einige Meter an, um den Köder an einer anderen Stelle erneut zu präsentieren.

Aus diesem Grund werden beim Dropshotting keine gewöhnlichen Jig-Köder mit starker Aktion sonder entweder Low- oder No-Action Shads eingesetzt, die wesentlich kleiner und filigraner als ihre Action-„Kollegen“ sind. Der Einsatzgebiet der Dropshot-Methode reicht vom vertikal Angeln (wie z.B. von Stegen, Spundwänden oder Brücken) über Bootsangeln bis hin zum  Bellyboat-Fischen. Im nächsten Artikel finden Sie Anleitung zum Thema Dropshot selber binden. Wenn Sie allerdings eine fertige Dropshot-Montage kaufen wollen, hier finden Sie günstige Angebote*.

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