Führung der Tubes

Wenn alle anderen Köder versagen, sind sie sehr oft die letzte Rettung. Anders als die meisten Gummiköder imitieren Tubes nicht die Fische sondern Krebse und das auch noch ausgesprochen realistisch.

Was ist das Besondere an den Tubes?

Tubejigs sind sehr markante und zugleich fängige Gummiköder, deren richtige Führung nicht ganz einfach ist. Da sie anders als Gummifische aufgebaut sind, müssen sie den Räubern auch ganz besonders präsentiert werden.

Tubejigs in Black

Tubejigs in Black

Auf den ersten Blick sehen sie etwas seltsam aus – immer der gleiche füllige monotone Körperbau, von dem etwa ein Drittel aus Fransen besteht. Die Fransen prägen auch die wichtigste Eigenschaft des Tubes aus, die seine Bewegungen unter Wasser stark beeinflusst.

Während das bloße Aussehen dieses Köders keineswegs auf ein Krebsimitat schließen lässt, ähnelt sein Lauf unter Wasser bei der richtigen Führung umso mehr den ruckartigen unberechenbaren Schwingungen eines Krebses. Wenn man also genau weiß, dass in einem Gewässer Krebse einheimisch sind, sollten Paar Tubes immer in der Köderbox vorhanden sein.

Jiggen mit den Tubes

Aufgrund ihrer stromlinienförmigen Körper und des eingeschobenen Jigkopfes lassen sich die Tubes sehr gut auswerfen, was für das Angeln vom Ufer schon mal sehr vorteilhaft ist. Nach dem Auswurf wird der Köder auf den Grund abgelassen. Dann wird er mit einem Ruck nach oben vom Grund angehoben.

Jiggen mit den Tubes

Jiggen mit den Tubes

Bisher läuft also alles wie beim herkömmlichen Jiggen ab. Doch der Unterschied zwischen dem „normalen“ Jiggen mit einem Gummifisch und dem Jiggen mit der „Röhre“ liegt nämlich in dem sonderbaren Schwimmverhalten des Tubes, das durch seine Form und die Fransen bestimmt wird. Der Anhieb mit der Rute lässt den Köder nämlich nicht nur nach oben emporsteigen, sondern auch seitlich ausbrechen. Dabei ist es nie ganz sicher, in welche Richtung der Köder ausbrechen wird. Dies ist ein ganz entscheidender Verhaltensmuster, der fast allen Krebsarten eigen ist.

Hüpfen ist angesagt

Als sehr effektiv erweisen sich beim Jiggen auch drei-vier kurze Zupfer am Stück, die den Köder 20 bis maximal 50 cm über dem Boden hüpfen lassen. Nach dieser Hüpfserie wird der Tube idealerweise für zwei-vier Sekunden am Boden ruhen gelassen, um die Räuber noch zusätzlich zu reizen. Anschließend wird das Spiel fortgeführt.

Tube Haken

Tube Haken

Dank diesen unberechenbaren Hüpfbewegungen, die durch tentakelähnliche Fransen noch stärker auffallen, sieht der Tube in seinem Lauf den typischen ruckartigen Bewegungen eines fliehendes Krebses sehr ähnlich.

Der Körper des Tube ist stromlinienförmig und sinkt deshalb nach dem Anheben schnell zu Boden. Die Köderkontrolle in der Sinkphase wird dadurch etwas erschwert. Die Fische beißen aber auf  Tubes meist sehr brutal, sodass die Bisse auch an der schlaffen Schnur selten unbemerkt bleiben. Der Grund für das beherzte Zupacken liegt an der harten Schale der Krustentiere. Die Räuber wissen genau, dass sie den Krebs schon richtig knacken müssen und vorsichtiges Anstupsen bringt hier außer Flucht gar nichts.

Tubes als Softjerks

Werden Tubes mit sehr kleinen Gewichten oder gar an einem blanken Offsethaken gefischt, so entfalten sie solide SoftJerk-Eigenschaften. Dabei können sie sogar sehr nahe an der Oberfläche geführt werden. Durch die leichten Schläge in die schlaffe Schnur wird der Tube dabei sehr effektvoll seitlich im Zickzag-Muster geführt und die pulsierenden Fransen betonen die Glaubwürdigkeit dieser Bewegungen umso mehr.

Starker Wind im Herbst

Starker Wind im Herbst

Mit je weniger Gewicht der Köder bestückt wurde desto langsamer seichter ist sein Gleiten beim Absinken. Somit ist das Jerken mit leicht bestückten Tubes manhcmal auch in den kälteren Jahreszeiten erfolgreich, wenn alle Fische und andere Lebewesen sich viel langsamer und energieschonender fortbewegen, als im Sommer oder im Frühling.

Falls Sie Tubes beim Angeln ausprobieren wollen, hier finden Sie günstige Tube-Angebote*

Bewertung: 4,80; Bewertungen: 5



Beitrag kommentieren