Fischfinder: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Es gibt inzwischen sehr viele verschiedenen Fischfinder-Modelle auf dem Markt. Doch welches davon ist das Richtige für die eigenen Zwecke? Hier erklären wir die wichtigen Kaufkriterien.

Fischfinder sind für viele Bootsangler (und nicht nur) ein unverzichtbares Werkzeug auf einem Angeltrip. Mithilfe von Schallwellen, die diese Geräte aussenden, lassen sich die Fische genau orten. Dadurch steigern sich die Fangchancen erheblich! Da die Auswahl an Fischfinder-Modellen im Handel sehr groß ist, zeigen wir Ihnen im folgenden Ratgeber, welche Kaufkriterien dabei entscheidend sind.

Frequenzbereich

Generell hängt die Wahl des Frequenzbereiches von dem Einsatzgebiet und den Bedürfnissen des Anglers ab. Wollen Sie in den heimischen Flüssen und Seen die Raubfische ausfindig machen, reicht ein Fischfinder mit einem Strahl (Single Beam) völlig aus; wollen Sie in den tiefen Fjorden Norwegens den Dorschen, Seelachsen oder Plattfischen nachstellen, brauchen Sie ein Fischfinder-Modell, dessen Frequenzbereich nicht nur in die Breite sondern auch weit in die Tiefe (Dual Beam) hinein reicht.

Hohe Frequenzbereich bedeutet, dass der Fischfinder sehr kurze Wellen ins Wasser sendet. Diese werden von den Hindernissen reflektiert und anschließend vom Gerät ausgelesen. Infolge dessen erhält der Angler die nötigen Informationen über das Display des Fischfinders. Je kürzer die Wellenlänge umso facettenreicher und exakter die angezeigten Bilder. So liefern Fischfinder, die z.B. 200 kHz anbieten, sehr detaillierte Daten nicht nur zur Fischortung sondern auch zu Bodenbeschaffenheit!

Single Beam Echolot-System

Single Beam Echolot-System

Bei längeren Schallwellen (z.B. 83 kHz) können die Wellen weiter in die Breite ins Wasser durchdringen und damit mehr Fische ausfindig machen. Ideal ist daher, wenn der Fischfinder eine Kombination aus beiden Frequenzbereichen anbietet. In der Fachsprache wird es als „Dual Beam System“ bezeichnet. Hochwertige moderne Fischfinder senden mit mindestens zwei Frequenzen und sind daher besonders zu empfehlen.

Dual Beam Echolot-System

Dual Beam Echolot-System

Sendeleistung

Das nächste wichtige Kaufkriterium bei der Anschaffung eines Fischfinders ist die Sendeleistung. Als Faustregel gilt: Je höher die Sendeleistung – die in Watt angegeben wird – desto detaillierter werden die Daten auf dem Display wiedergegeben. Qualitative Modelle verfügen über eine Kapazität, die zwischen 500 und 4.500 Watt liegt. Natürlich sind diese Geräte preislich im höheren Segment angesiedelt als jene, deren Sendeleistung deutlich niedriger ist. Doch insbesondere dann, wenn man vorzugsweise in trübem Gewässer angeln möchte, ist es wichtig, dass der Fischfinder mit einer guten Sendeleistung ausgestattet ist. Ansonsten kann es passieren, dass viele kleine Pflanzenteile im Wasser dafür sorgen, dass die Werte verfälscht werden und das Gerät nicht richtig funktioniert.

Display und Darstellung

Die meisten im Handel erhältlichen Fischfinder sind mit einem LCD-Display ausgestattet. Wichtig ist, dass Sie sich nicht für irgendein Modell entscheiden, sondern bereits vor dem Kauf verschiedene Geräte unter die Lupe nehmen. Testen Sie ganz genau die Auflösung und den Kontrast. Dabei sollten Sie bedenken, dass der Bildschirm bei hellem Sonnenlicht, das zusätzlich von der Wasseroberfläche reflektiert wird, gut lesbar sein muss. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Bildschirm mit einer hohen Anzahl an Graustufen ausgestattet ist, so dass auch bei Schwarz-Weiß-Displays noch gute Kontraste angezeigt werden. Farbige Displays sind zwar schön anzuschauen, bieten aber kaum andere Vorteile.

So entscheiden Sie sich für den Richtigen

Auf der Suche nach dem perfekten Fischfinder sollten Sie zunächst reflektieren, für welche Zwecke Sie diesen benötigen. Wägen Sie ab, was Ihnen persönlich am wichtigsten ist, z. B. möglichst hohe Auflösung der einzelnen angezeigten Fische oder tiefe Einsicht in die Beschaffenheit der Bodenstrukturen oder eben beides. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Fischfindern, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Fischfinder iBobber Fischfinder Sonar Lowrance Mark-5x Pro
Preis-Leistung Tipp
Lowrance Elite-5 CHIRP Deeper Smart Sonar Pro Signstek FF-001 Sonar Lucky Wireless 45 m
Gewicht 50 g 1,5 kg 1,2 kg 100 g 620 g 160 g
Displaygröße handyabhängig (Adroid, iOS) 5″ Display 5″ Display handyabhängig (Adroid, iOS) k.a. 2,5″ Display
Frequenzbereich 118 kHz 83/200 kHz 83/200/455/800 kHz 90/290 kHz 200 kHz 125 kHz
Einsatztiefe max. 41 m 305 m 762 m 80 m 73 m 45 m
Abstrahlwinkel k.a. 120 Grad 90 Grad 55 Grad k.a. 90 Grad
Einsatzgebiet Fluss, See Fluss, See, Meer Fluss, See, Meer Fluss, See Fluss, See Fluss, See, Meer
Features
  • Fischalarm
  • Temperatursensor
  • mehrsprachig
  • Online-Zugriff auf Kartenmaterial
  • Flachwasseralarm
  • Temperatursensor
  • mehrsprachig
  • Zurückscrollen in Echolothistorie
  • Farbdisplay
  • Fischalarm
  • Temperatursensor
  • mehrsprachig
  • Fischalarm
  • Temperatursensor
  • mehrsprachig
  • Online-Zugriff auf Kartenmaterial
  • Fischalarm
  • Temperatursensor
  • mehrsprachig
  • Hörbare Tiefen-Anzeige
  • Tiefenmessung in Meter und Fuß
Kundenwertung

Pflege von Fischfindern

Fischfinder benötigen genau wie jedes andere elektronische Gerät eine entsprechende Pflege, wenn sie regelmäßig in Gebrauch sind. Denn selbst, wenn man nur vom Ufer aus angelt, wird das Gerät mit der Zeit verschmutzt. Grundsätzlich sollte ein Fischfinder nur mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, das maximal mit ein wenig (!) Spülmittel angereichert wird.

In keinem Fall dürfen Sie aggressive Reinigungsmittel oder gar Spiritus verwenden, denn dies würde das Material und auch die Elektronik auf Dauer schädigen. Zum Trocknen des Gehäuses empfiehlt sich ein Tuch aus Mikrofaser, mit dem auch das Display streifenfrei gereinigt wird.

Worauf muss man noch achten?

Achten Sie bei einem Fischfinder bitte immer darauf, dass Öffnungen an den Seiten – wie beispielsweise Anschlüsse für Kabel – möglichst immer sauber bleiben. Insbesondere beim Fischen auf dem Meer können sie sehr schnell verstopfen. Am besten reinigen Sie das Gerät unmittelbar nach dem Einsatz. Ein guter Tipp ist deshalb, sämtliche Verbindungen am Gehäuse sowie auch die offenen Buchsen mit Fett oder Wachs zu schützen. Auch ein spezielles Produkt gegen Korrosion ist zu empfehlen. Wichtig ist hier, nur Produkte einzusetzen, die sich speziell für Fischfinder bzw. kleine elektronische Geräte eignen. Lassen Sie sich hierfür am besten im Handel beraten, ehe Sie sich für irgendein Mittel entscheiden.

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist, den Fischfinder bei Nichtnutzung stets an einem trockenen und lichtgeschützten Ort aufzubewahren. In keinem Fall darf das Gerät starker Hitze oder Kälte ausgesetzt werden, da die Elektronik dadurch sehr schnell beschädigt werden könnte.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 28