Äsche

Äschen gehören mit ihrem schimmernden Schuppenkleid und der fahnenartigen Rückenflosse zu den schönsten Süßwasserfischen überhaupt.

Allgemeines

  • Name: Äsche (Engl.: Grayling)
  • Wissenschaftlicher Name: Thymallus thymallus
  • Familie / Gattung: Lachsfische / Äschen
  • Vorkommen: Europa, Sibirien, Nordamerika
  • Habitat: Schnell fließende und sauerstoffreiche Flüsse
  • Max. Größe / Gewicht: 70cm / 3kg
  • Max. Lebenserwartung: 20 Jahre
Äsche

Äsche

Lebensraum

Der bevorzugte Lebensraum der Äsche sind schnell fließende Gewässer mit Kiesgrund, die sauber, klar und sauerstoffreich sind. Sie kommt zudem sowohl in der Forellen- als auch der Barbenregion vor, manchmal auch in klaren Gebirgsseen. In Europa unterscheidet man zwei Unterarten von Äschen – die sogenannte europäische und die arktische Äschen. Beide Arten sind äußerst empfindlich gegenüber Wasserverschmutzung.

Die Arktische Äsche lebt in Sibirien, Nordamerika und Europa an den Zuflüssen des arktischen Ozeans; die Europäische Äsche kommt in fast ganz Europa vor. Ihr Lebensraum erstreckt sich von England bis ans Schwarze Meer. Keine natürlichen Bestände der Europäischen Äsche gibt es auf der Iberischen Halbinsel, in Südfrankreich, in Irland, Griechenland und in Italien.

Merkmale der Äsche

Äsche ist der schönste Vertreter der zahlreichen Salmoniden-Familie. Ihr auffälligstes Merkmal ist die ausgeprägte, fahnenartige Rückenflosse, welche dunkle (manchmal unterbrochene) Streifen aufweist. Aufgrund ihres markanten Erscheinungsbildes kann sie nicht mit anderen Fischen verwechselt werden. Die Körperform der Äsche ist spindelförmig und ihr Kopf im Vergleich zum Rumpf eher klein.

Wie alle Salmoniden besitzen Äschen eine Fettflosse. Unmittelbar hinter den Kiemen setzen die Brustflossen an und die Schwanzflosse ist tief geteilt. Das Maul ist halb unterständig, die Pupillen sind nach vorne hin birnenförmig zugespitzt. Die Äsche hat ungewöhnlich große Rundschuppen. Ihr Rücken ist graugrün bis graublau gefärbt, an den Flanken und am Bauch schimmert sie silberweiß bis kupferfarben. Während der Laichzeit verfärbt sich die Äsche manchmal rotbraun.

Fortpflanzung

Äsche laichen zwischen März und April, wenn das Wassertemperatur 24 Grad erreicht hat. Zur Laichzeit verhalten sich die Männchen äußerst aggressiv gegenüber ihren Rivalen. Die Rogner legen bis zu 3.000 Eier ab, aus denen nach ca. 4 Wochen Tagen die Jungfische schlüpfen. Geschlechtsreif werden Äschen mit 3 Jahren.

Interessante Fakten über Äsche

  • Die Äsche wurde in Deutschland bereits zweimal zum Fisch des Jahres gewählt: in den Jahren 1997 und 2011. In der Schweiz wählte der Schweizerische Tierschutz die Äsche 2007 zum Fisch des Jahres und in Österreich bekam sie 2002 und 2011 den Titel.
  • Die Äsche riecht (zumindest vor ihrer Zubereitung) nach Thymian – daher auch der Name Thymallus. Sie ist ein sehr schmackhafter Speisefisch.
  • Äsche ist die Leitfischart der sogenannten Äschenregion. Hierzu zählen vor allem suaerstoffreiche Bäche und kleine Flüsse mit geringerer Fließgeschwindigkeit (als in der Forellenregion) und einer relativ großen Tiefe.
  • Ausgewachsene Äschen erreichen eine Länge von 30 bis 50 cm und wiegen zwischen 500 und 1500 Gramm. Es wurden aber auch schon besonders große Exemplare gefangen, die eine Länge von 65 cm und ein Gewicht von bis zu 3 kg erreicht haben.

Im nächsten Artikel verraten wir wertvolle Tipps und Tricks rund um das Thema Äsche angeln.

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