Brauner Zackenbarsch (Epinephelus marginatus)

Brauner Zackenbarsch kommt an vielen Teilen der Ost- und West-Atlantik, sowie im Mittelmeer vor. Er bevorzugt subtropische Regionen mit felsigen Untergründen.

Allgemeines

  • Name: Brauner Zackenbarsch (Engl.: Dusky Grouper)
  • Wissenschaftlicher Name: Epinephelus marginatus
  • Familie / Unterfamilie: Sägebarsche / Zackenbarsche
  • Vorkommen: subtropische Regionen im Ost- und West-Atlantik, Mittelmeer
  • Habitat: felsige Riffbänke in 5 bis 200 Meter Tiefe
  • Max. Größe / Gewicht: 1,5 m / 50 kg
  • Gefährdung: stark gefährdet
Brauner Zackenbarsch

Brauner Zackenbarsch

Lebensraum

Brauner Zackenbarsch ist eine weit verbreitete monotypische Art der Barschartigen, die keine Unterarten hat. Diese Spezies lebt bevorzugt auf felsigem Untergrund, die idealerweise viele Versteckmöglichkeiten anbieten. Während junge Tiere sich gerne in Küstennähe aufhalten, ziehen sich Erwachsene in tiefere Bereiche zurück, wo sie als ausgesprochene Einzelgänger ihre eigene Reviere in Anspruch nehmen und diese vehement gegen die Eindringlinge verteidigen.

Merkmale des braunen Zackenbarsches

  • Der Körper des braunen Zackenbarsches ist hochrückig und von beiden Seiten abgeflacht.
  • Sein Kopf ist sehr groß und das endständige Maul mit auffällig dicken Lippen versehen.
  • Die Kiemen sind am Deckelrand gezackt und an der Außenseite mit drei kurzen Stacheln versehen.
  • Er hat einen dunkelbraunen Rücken mit einer gelben Marmorierung. Der Bauch ist gelb.
  • Die Rückenflosse ist lang und in der Mitte gekerbt.
  • Die Bauchflossen sind sehr groß und brustständig.

Ernährung

Brauner Zackenbarsch

Brauner Zackenbarsch

Jungtiere ernähren sich vor allem von allerlei Wasserinsekten, Kleinfischen und kleineren Krustentieren, die sie in den Gezeitenzonen nicht weit vom Ufer vorfinden. Ausgewachsene Exemplare bevorzugen große Weichtiere, wie z.B. Kraken, sowie ausgewachsene Beutefische.

Fortpflanzung

Während die Weibchen des braunen Zackenbarsches ihre Geschlechtsreife mit 3 bis 5 Jahren erreichen, werden die Männchen erst im Alter von 10 Jahren fortpflanzungsfähig. Die Laichzeit beginnt im Frühling und reicht bis Frühsommer. Den Laich geben die Weibchen ins Freiwasser ab, wo die Eier dann mit der Strömung treiben, bis sie (ebenso im Freiwasser) schlüpfen.

Besonderheiten

  • Alle braunen Zackenbarsche werden als Weibchen geboren. Erst ab Körpergröße von 40 cm wechseln einige Tiere ihr Geschlecht. Dabei bleibt das Geschlechterverhältnis bei dieser Spezies zugunsten der Weibchen ausgeprägt. An manchen Orten zieht es die Reduktion der Reproduktionsleistung nach sich, was diese Spezies zusätzlich gefährdet.
  • Brauner Zackenbarsch ist dafür bekannt, ein markantes Geräusch zu erzeugen, das sich unter Wasser wie stark gedämpftes Elefanten-Brüllen anhört und noch auf beachtlicher Distanz zu hören ist. Das Geräusch wird durch das Pressen einer Mischung von Luft und Wasser durch die Kiemendeckel erzeugt und dient wahrscheinlich zum Abschrecken der natürlichen Feinde.
  • Braune Zackenbarsche können über 50 Jahre alt werden.

Bedeutung fürs Sportfischen

In manchen Ländern gilt der braune Zackenbarsch als Delikatesse. Besonders Spanier wissen den vorzüglich schmeckenden Fisch zu schätzen und haben ein besonderes Sprichwort „De la mar el mero y de la tierra el carnero“, was soviel wie „Aus dem Meer der braune Zackenbarsch, aus dem Land das Lamm“ bedeutet.

Durch die Überfischung gilt dieser Vertreter der Barschfamilie allerdings vielerorts als gefährdet und steht entsprechend unter Schutz. Unter der Voraussetzung einer Fang-Erlaubnis wird der braune Zackenbarsch beim küstennahen Angeln mit Natur- und Kunstködern vom Boot oder auch vom Ufer nah am Grund beangelt.

Fischlexika und -Atlanten

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  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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