Dorade (Goldbrasse)

Seit Antike gehört Dorade zu den beliebten und hochgeschätzten Speisefischen in allen Ländern rund ums Mittelmeer.

Allgemeines

  • Name: Dorade (auch Goldbrasse genannt). Engl.: Gilt-head bream
  • Wissenschaftlicher Name: Sparus aurata
  • Familie / Gattung: Meerbrassen / Sparus
  • Vorkommen: Küstengebieten des Nordatlantik, Mittelmeer
  • Habitat: tieferes Wasser in Küstennähe
  • Max. Größe / Gewicht: 70 cm/ 18 kg
  • Gefährdung: nicht gefährdet
Dorade (Sparus aurata)

Dorade (Sparus aurata)

Lebensraum

Dorade ist eine im Mittelmeerraum weit verbreitete Fischart, die sehr anpassungsfähig ist und sogar im Brackwasser leben kann. Ihr Fleisch ist fettarm, wohlschmeckend und hat eine feste Konsistenz, sodass der Fisch auf unterschiedlichste Art und Weise zubereitet werden kann.

Ihr Verbreitungsgebiet in Nordatlantik erstreckt sich vom Ärmelkanal bis an die Nord-Westküste Afrikas. Weiterhin kommt sie auf den Kanarischen und Kapverdischen Inseln vor. Dorade bevorzugt küstennahe Gewässer und hält sich nah am Grund in bis zu 100 Meter Tiefe. Junge Fische tummeln sich allerdings meist in seichteren Küstenabschnitten.

Merkmale von Dorade

  • Der Körper der Dorade ist hochrückig und von beiden Seiten abgeflacht.
  • Ihr Kopf hat eine auffällige steil gewölbte Stirn, die mit einem goldenen Querstreifen versehen ist. Diesem Merkmal verdankt der Fisch seinen Namen („dorado“ bedeutet auf Spanisch „golden“).
  • Das Maul ist endständig und mit dicken Lippen versehen.
  • Die Kiemen sind am Deckelrand glatt und an beiden Wangen hat sie einen goldenen Fleck.
  • Rückenflosse ist in der vorderen Hälfte mit Stachelstrahlen und hinten mit Gliederstrahlen bewehrt.
Dorade

Dorade

Ernährung

Jungtiere ernähren sich vor allem von Kleinfischen und kleineren Krustentieren, die sie in den Gezeitenzonen nicht weit vom Ufer vorfinden. Ausgewachsene Exemplare bevorzugen Muscheln, Mollusken und Beutefische. Auch die pflanzliche Nahrung verschmäht die Dorade nicht ganz.

Fortpflanzung

Während die Männchen der Dorade ihre Geschlechtsreife mit 1 bis 2 Jahren erreichen, sind Weibchen im Alter von 3 Jahren fortpflanzungsfähig. Die Laichzeit erstreckt sich je nach Habitat von Juni bis November.

Besonderheiten

  • Alle Doraden werden als Männchen geboren (protandrischer Zwitter) und werden mit 1-2 Jahren geschlechtsreif. Nach dem Erreichen von 2-3 Jahren wechseln die Tiere ihr Geschlecht.
  • Wegen ihrem schmackhaften und hochwertigen Fleisch sowie breitem Vorkommen zählt Dorade zu den meist gefangen Fischarten im Mittelmeerraum. Durch erfolgreiche Zuchterfolge steigt ihre wirtschaftliche Bedeutung weiter.
  • Wegen ihres attraktives Aussehens war Dorade im antiken Griechenland der Liebesgöttin Aphrodite geweiht.

Dorade (Sparus aurata)

Dorade (Sparus aurata)

Fischlexika und -Atlanten

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  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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