Grenadierfisch

Grenadierfische sind eine sehr arten- und individuenreiche Familie der Tiefseefische, die in allen Weltmeeren vorkommen.

Allgemeines

  • Name: Grenadierfische (auch Rattenschwänze). Engl.: Grenadiers
  • Wissenschaftlicher Name: Macrouridae
  • Ordnung / Familie: Dorschartige / Grenadierfische
  • Vorkommen: alle Weltmeere
  • Habitat: Tiefen von 200 bis 6000 Metern
  • Max. Größe: 1,5 m
Grenadierfisch

Grenadierfisch

Lebensraum

Die Grenadierfische (Macrouridae (Gr.: „makros“ heißt groß und „oura“ heißt Schwanz)) sind Fische aus der Ordnung der Dorschartigen (Gadiformes). Sie leben in allen Weltmeeren in Tiefen von 200 bis 6000 Metern, meist im Freiwasser nah über dem Bodengrund.

Merkmale der Grenadierfische

  • Grenadierfische haben einen gedrungenen, seitlich etwas abgeflachten Körper, der in einem langen, spitzen Schwanz ausläuft.
  • Der Kopf ist groß, die Schnauze spitz oder stumpf, das Maul je nach Art end- oder unterständig.
  • Die erste Rückenflosse ist klein, hoch und spitz. Der erste Flossenstrahl der Rückenflosse kann als Stachel ausgebildet sein, was bei dorschartigen Fischen die Ausnahme ist.
  • Die zweite Rücken- und die Afterflosse treffen sich am Schwanz. Eine Schwanzflosse und das dazugehörende Skelett sind nicht vorhanden.
  • Die Brustflossen setzen hoch an, die Bauchflossen sitzen weit vorne, vor, unter oder kurz hinter der Brustflossenbasis.
  • Die Schuppen sind klein und normalerweise bestachelt. In der Familie kommen sowohl Rund- als auch Kammschuppen vor.
  • Einige Grenadier-Arten haben entlang der Mittellinie der Bauchseite, vor dem Anus, Leuchtorgane.
Grenadierfische

Grenadierfische

Ernährung

Grenadierfische ernähren sich von kleineren Fischen, wie Laternenfischen, pelagischen Krebsen, kleinen Kopffüßern und anderen Tieren.

Fortpflanzung der Grenadierfische

Grenadierfische legen bis zu 100.000 Eier von 1-2 Millimeter Durchmesser im freien Wasser. Die Eier enthalten ein Öltröpfchen und schweben im Wasser. Nach dem Schlupf halten sich die Larven in flacherem Wasser auf und wandern erst später in größere Tiefen. Bei der Art Coryphaenoides armatus sterben die Alttiere nach dem Laichen ab.

Besonderheiten

  • Von ihrer Anzahl stellen die Grenadierfische 15 % der Tiefseefische. Sie  umfassen vier Unterfamilien, 38 Gattungen und fast 400 Arten.
  • Die beiden größeren Grenadierfisch-Arten – Albatrossia pectoralis und der Rundnasen-Grenadier (Coryphaenoides rupestris) werden kommerziell befischt.
  • Einige Grenadierfisch-Arten können mit Hilfe ihrer Schwimmblase Töne erzeugen. Zum welchen Zweck sie es machen bzw. unter welchen Bedingungen ist noch nicht erforscht.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die faszinierende Tierfauna unserer Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch spannende Informationen über die einzelnen Fisch- und Tier-Arten anbieten:
  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
Bewertung: 5,00; Bewertungen: 1



Beitrag kommentieren