Huchen

Der unumstrittene König alpiner Fischlandschaft gilt als stark gefährdet und wurde von IUCN in die Rote Liste der bedrohten Tierarten aufgenommen.

Allgemeines

  • Name: Huchen (auch Donaulachs oder Rotfisch genannt). Engl.: Danube salmon
  • Wissenschaftlicher Name: Hucho hucho
  • Familie / Unterfamilie: Lachsfische / Salmoninae
  • Vorkommen: Voralpenregion in Europa
  • Habitat: Schnell fließende und sauerstoffreiche Flüsse
  • Max. Größe / Gewicht: 140cm / 35kg
  • Max. Lebenserwartung: 30 Jahre
  • Gefährdung: stark gefährdet
Huchen

Huchen

Lebensraum

Huchen gehört zu der Gattung der Salmoniden und lebt in klaren und strömenden Flüssen. Da er in der Donau besonders stark verbreitet ist, wird er auch Donaulachs genannt. Der Huchen kann bis zu 1,4 Meter groß und über 30 Jahre alt werden. Durch seine für alpine Verhältnisse riesige Körpergröße steht dieser Raubfisch in seinem Lebensraum klar an der Spitze der Nahrungskette und wird dadurch von den Anglern begehrt.

Merkmale des Huchen

Der Huchen besitzt einen lang gestreckten und im Querschnitt fast runden Körper. Sein Maul ist sehr groß und bis hinter die Ohren gespalten. Seine Schuppen sind verglichen mit anderen Salmoniden verhältnismäßig klein. Der Rücken des Huchen ist bräunlich- bis grünlich-grau gefärbt. Sein gesamter Körper ist mit kleinen, dunklen und unregelmäßig angeordneten Punkten besetzt, die sich an den Seiten verdichten.

Der Huchen braucht kaltes, strömendes und sauerstoffreiches Wasser mit hartem Untergrund. In seinem Lebensraum wird er häufig mit Forellen und Bachsaiblingen verwechselt. Dabei kann er durch seinen im Querschnitt fast drehrunden Körper sowie fehlenden roten Flecken, die für viele in Europa vorkommende Lachsfische typisch sind, relativ einfach identifiziert werden.

Fortpflanzung

Die Laichzeit des Huchen beginnt im März bis April. Zur Laichzeit verformt sich der Unterkiefer der Milchner zu einem sogenannten und unverwechselbaren „Laichhaken“. Die Fische begeben sich stromaufwärts in die kleinen Nebenbächen und laichen dort im sauerstoffreichem Wasser an den durchströmenden flachen Kiesgründen. Die Rogner legen bis zu 10.000 Eier ab, aus denen nach ca. 30 bis 40 Tagen die Jungfische schlüpfen.

Besondere Gefährdung

Der Huchen gehört zu den standorttreuen Salmoniden, die keine langen Wanderstrecken überwinden müssen, wie man es z.B. beim Lachs kennt. Lediglich zu Laichzeit verlässt er seinen Standort und wandert maximal 100 km flussabwärts zu den seichten und kiesigen Flussstellen.

Bergfluss

Bergfluss

Doch selbst diese kurzen Wanderungen wurden dem König der Alpen zu Verhängnis. Denn die Donau sowie ihre Nebenflüsse sind inzwischen durch zahlreiche Wasserkraftwerke versperrt. Allein in der Isar sind inzwischen 35 Kraftwerke in Betrieb. Durch diesen massiven industriellen Verbau wurden die Fortpflanzungsmöglichkeiten des Huchen nachhaltig eingeschränkt.

Während Huchen Anfang des 20. Jahrhunderts in der Donau noch bis Ingolstadt und in zahlreichen Donauzuflüssen wie Lech, Isar und Regen anzutreffen war, verringerte sich seine Population insbesondere in der Nachkriegszeit dramatisch. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren einige Zuchtprogramme eingeleitet, die seine Bestände im Donau-Gebiet verbessern sollen.

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  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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