Kabeljau (Dorsch)

Kabeljau ist ein bedeutsamer Speisefisch, dessen Fanganteil im 20 Jahrhundert fast 30 % in der weltweiten Grundfischerei ausmachte.

Allgemeines

  • Name: Kabeljau (auch Dorsch). Engl.: Atlantic cod
  • Wissenschaftlicher Name: Gadus morhua
  • Ordnung / Familie: Dorschartige / Dorsche
  • Vorkommen: Nordatlantik und Nordpolarmeer
  • Habitat: Bodennähe in Tiefen 30 bis 200 m
  • Max. Größe / Gewicht: 1,5 m / 50 kg
  • Gefährdung: moderat gefährdet
Kabeljau

Kabeljau

Lebensraum

Der Kabeljau ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nordpolarmeers verbreitet ist. Generell sind Kabeljaue Bodenfische und halten sich meist in Tiefen von 150 bis 200 Meter über dem Boden auf. Sagen die Bedingungen nicht zu, wenn z.B. der Sauerstoffgehalt zu niedrig ist, oder zur Nahrungssuche oder zur Fortpflanzung, schwimmen sie auch pelagisch im offenen Wasser in Tiefen von 30 bis 80 Metern. Ausgewachsene große Tiere bevorzugen niedrige Temperaturen von 0 bis 5 °C.

Merkmale der Kabeljaus

  • Der Kabeljau hat einen langgestreckten, im Querschnitt annähernd runden Körper und wird bis 1,50 Meter groß beim Gewicht um 50 kg.
  • Die Körperhöhe des Kabeljaus misst ein Fünftel seiner Körperlänge. Die Schnauze ist länger als der Augendurchmesser.
  • Die Farbe der Kabeljaue reicht vom fleckigen Grau bis grünlich und sandbraun. Auch rötliche Exemplare gibt es.
  • Charakteristisch sind der vorstehende Oberkiefer und die kräftige Bartel am Unterkiefer.
  • Der Kabeljau hat drei Rückenflossen und zwei Afterflossen.
  • Kabeljaue können ein Alter von 20 Jahren erreichen.

Ernährung

Der Kabeljau ernährt sich von einer Vielzahl von Beutetieren, darunter Krill, Flohkrebse, Vielborster, Stachelhäuter, Krebstiere, Muscheln und kleinere Fische. Kabeljaularven ernähren sich von Plankton, für Jungfische bis zu einer Länge von 25 cm machen kleine Krebstiere etwa 90 % der Nahrungsmenge aus. Mit zunehmendem Größenwachstum werden sie nach und nach durch mittelgroße und größere Zehnfußkrebse ersetzt. Große Exemplare werden zu ausgesprochenen Raubfischen und erbeuten Heringe, Lodden, die mit den Kabeljauen verwandten Schellfische und Tiefseedorsche.

Fortpflanzung der Kabeljaue

Kabeljaue werden mit einer Länge von 31 bis 74 cm und mit einem Alter von zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. Sie laichen einmal im Jahr. Das Geschlechterverhältnis liegt annähernd bei 1:1, bei einem leichten Übergewicht von Weibchen. Gelaicht wird knapp über dem Meeresboden des Kontinentalschelfs in einer Tiefe bis 200 Meter bei einer Wassertemperatur von 0 bis 10 °C, wobei der Temperaturbereich unter 6 °C bevorzugt wird. Die Wahl des Laichgebietes ist auch vom Sauerstoffgehalt des Bodenwassers abhängig.

Besonderheiten

  • Der Kabeljau kam früher in unvorstellbaren Mengen im Nordatlantik vor. Heute ist er durch Überfischung zum Teil akut gefährdet.
  • Der größte je dokumentierte Kabeljau wurde im Mai 2013 vor der Küste Norwegens gefangen, wog 47 kg und war 1,5 Meter lang.
  • „Dorsch“ ist die Bezeichnung für junge Kabeljaue vor der Geschlechtsreife sowie für die in der Ostsee lebenden, kleineren Kabeljaue.
  • Der größte Kabeljaubestand der Welt befindet sich nach wie vor in den Küstenregionen Norwegens.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

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