Krabben

Die Krabben – auch echte Krabben oder Kurzschwanzkrebse genannt – sind mit ca. 6800 Arten einer der größten Ordnung der Krebstiere.

Allgemeines

  • Name: Krabben. Engl.: crabs
  • Wissenschaftlicher Name: Brachyura
  • Klasse / Ordnung: Höhere Krebse / Zehnfußkrebse
  • Vorkommen: alle Weltmeere
  • Habitat: Meeresgrund und Küstenareale

Lebensraum der Krabben

Die meisten Krabbenarten leben im Meer, einige aber auch im Süßwasser oder an Land. Ihr Aktivitätsrhythmus wird hauptsächlich von den vorherrschenden Strömungen bzw. Gezeiten und der Tageszeit bestimmt, mit höchster Aktivität bei Flut und in der Nacht. Doch manche Individuen gehen auch während Zeiten geringer Aktivität auf Nahrungssuche.

Bei Ebbe wandern viele Spezies entweder mit dem zurücklaufenden Wasser ab oder suchen sich am Strand Verstecke. So verkriechen sie sich zum Beispiel unter Steinen oder Seetangbüscheln oder graben sich in den Boden ein. Dabei überstehen sie auch ein mehrstündiges Trockenfallen unbeschadet, da ihre Kiemenhöhlen die Feuchtigkeit gut halten können.

Krabbe

Krabbe

Merkmale der Krabben

  • Krabben haben einen zu einer kurzen Schwanzplatte umgebildeten Hinterleib. Bei den Weibchens ist oft rundlich und breit, beim Männchen ist es eher dreieckig und schmal.
  • Umgeklappt liegt der Hinterleib unter dem Kopfbruststück. Der dadurch gebildete Zwischenraum dient den Weibchen als Brutraum.
  • Das erste Beinpaar des Rumpfes ist bei den Krabben zu großen Scheren umgebildet, die Augen sitzen auf Stielen.
  • Die Färbung der Krabbe ist vor allem abhängig vom Habitat, Alter und der Zeit, die seit der letzten Häutung vergangen ist.
  • Bei vielen Krabben ist eine Schere meist mehr oder weniger massiger entwickelt und wird im deutschen Sprachraum häufig als „Knackschere“ bezeichnet.
  • Die zur Geruchswahrnehmung dienenden zwei Antennenpaare sind bei den meisten Krabben relativ kurz. Die ersten Antennen werden oft schräg in die speziell dafür entwickelten Spalten geklappt.
Krabbe

Krabbe

Ernährung

Die meisten Krabben sind in ihrer Kost nicht wählerisch: Sie fressen praktisch alles, was mit den Scheren überwältigt werden kann, zum Beispiel verschiedenste Weichtiere, Vielborster, Nesseltiere, Stachelhäuter, Fische und andere Krebstiere. Hartschalige Beutetiere wie Muscheln und Schnecken werden vorher mit der Knackschere aufgebrochen. Auch vom Aas halten sich viel Krabben-Arten nicht zurück.

Fortpflanzung der Krabben

Krabbe

Krabbe

Bei den Paarungszeiten gibt es angesichts des großen Verbreitungsgebiets der Krabben starke regionale Unterschiede. In manchen Gegenden kann man das ganze Jahr über Eier tragende Weibchen finden. Unter weniger günstigen Bedingungen gibt es definierte Paarungszeiten, in denen sich die Weibchen an bestimmten Orten sammeln, um begattet zu werden. Hier warten sie auf die Männchen, zwischen denen es dann meist zu Kämpfen kommt. Bei vielen Arten kann die Begattung nur dann stattfinden, wenn sich das Weibchen häutet, so tragen die Männchen ein einmal gesichertes Weibchen bis dahin mit sich herum und müssen sie eventuell nochmal vor Konkurrenten verteidigen.

Besonderheiten

  • Viele Krabben-Arten können längere Zeit an Land überleben. Anstatt des Wasserstromes können die Krebstiere dann mit den sogenannten Scaphognathiten (Strukturen der Mundwerkzeuge) einen Luftstrom erzeugen und so ihre Kiemen mit neuem Sauerstoff versorgen.
  • Krabben können bemerkenswert schnell seitwärts laufen („Krebsgang“).
  • Einige Krabbenarten gelten als Delikatesse, vor allem Taschenkrebse, Tiefseekrabben und die Japanischen Riesenkrabben.
  • Auch diverse andere Krebsarten haben einen krabbenähnlichen Körperbau und werden dementsprechend so genannt, insbesondere die Familie der Stein- und Königskrabben. So werden in Norddeutschland, im Gegensatz zur zoologischen Gepflogenheit, auch Garnelen als „Krabben“ bezeichnet.
Krabbe

Krabbe

Quellen:

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