Schwarzer Pacu

Obwohl das Gebiss des Schwarzen Pacu furchterregend anmutet, ist dieser Fisch dennoch ein Vegetarier, der sich fast ausschließlich von den Früchten des Regenwaldes ernährt.

Allgemeines

  • Name: Schwarzer Pacu (engl.: Cachama)
  • Lateinischer Name: Colossoma macropomum
  • Familie / Unterfamilie: Sägesalmler / Colossoma
  • Vorkommen: Südamerika
  • Habitat: Flusssysteme des Amazonas und Orinoko
  • Max. Größe / Gewicht: 110 cm / 35 kg
  • Gefährdung: nicht gefährdet
Pacu

Pacu

Lebensraum

Schwarzer Pacu ist eine sehr anpassungsfähige Fischart, die in Südamerika in den beiden größten Flüssen Amazonas und Orinoko sowie in deren zahlreichen Zuflüssen einheimisch ist. Der Pacu ist der größte Vertreter der zahlreichen Salmler-Familie und kann über 1 Meter groß und über 20 Jahre alt werden. Seine Durchschnittsgröße beträgt allerdings ca. 70 cm.

Bemerkenswert ist die Anpassungsfähigkeit dieser Spezies. So können Pacus in Gewässern mit niedrigem Sauerstoffgehalt sowie auch im gering mineralhaltigen Wasser problemlos überstehen. Aus diesem Grund überleben die Tiere selbst unter den widrigsten Umständen, indem sie zum Beispiel fernab ihres natürlichen Habitats ausgesetzt werden. Es gibt inzwischen dokumentierte Berichte über die in der Ostsee und in Osteuropa gefangenen Pacus. In den vereinigten Staaten ist es inzwischen fast schon normal, wenn in den einheimischen Gewässern im Süden des Landes immer wieder mal ein Pacu am Haken hängt.

Merkmale des Pacu

  • Der Körper des schwarzen Pacu ist stark hochrückig und von beiden Seiten abgeflacht.
  • Sein Kopf ist relativ klein und die Augen sind groß.
  • Sehr markant sind seine Zähne, die durch ihre rechteckige Form den Menschenzähnen unheimlich ähnlich aussehen.
  • Er hat einen dunkelgrauen Körper, der in der Mitte oft mit schwarzen Punkten versehen ist.
  • Die Rückenflosse ist kurz und relativ klein wie auch seine Bauchflossen.
  • Der Schwanz und die Analflosse sind groß.

Ernährung

Obwohl schwarzer Pacu über ein sehr beeindruckendes Gebiss mit menschenähnlichen Zähne verfügt, ist er der dennoch ein Vegetarier, der sich zum größten Teil von den zahlreichen Früchten des Regenwaldes ernährt. Diese findet er überall im Uferbereich des Amazonas und Orinioko sowie in deren unzähligen Zuflüssen, in die er besonders während der Regenzeit sehr weit vordringt. Jungfische ernähren sich bevorzugt vor Plankton und allerlei Insekten, die sie in der üppigen Vegetation des Regenwaldes vorfinden.

Fortpflanzung

In ihrem natürlichen Habitat – den Flussgebieten von Amazonas und Orinoko – laichen die schwarzen Pacus vom Oktober bis Februar.

Besonderheiten

  • Dem Pacu wird nachgesagt mit seinen rechteckigen massiven Zähnen gerne die Hoden der badenden Männer abzubeißen, die er angeblich mit den Nüssen verwechselt. Obwohl diese Gerüchte in Südamerika sehr weit verbreitet sind, gibt es dennoch keine dokumentierten und eindeutig nachgewiesenen Vorfälle diesbezüglich.
  • Pacus lassen sich auch leicht domestizieren und werden in zahlreichen Teichen in Südamerika wie auch in Thailand und den USA gezüchtet. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse.

Angeln auf Pacu

In Südamerika werden Pacus sowohl von den Einheimischen als auch durch die Angeltouristen sehr gerne beangelt. Auch in Thailand in den sogenannte Fishing Parks gibt es viele Pacus, die für Touristen eine sehr begehrte Beute darstellen. Um einen Pacu an den Haken zu bekommen, ist es wichtig, seine Fressgewohnheiten zu kennen. Kennt man die einheimische Flora – speziell die Früchte, von denen sich die Pacus ernähren, werden diese beim Posen- oder auch Grundangeln den Fischen angeboten. Auch aufs Brot sind Pacus überall gut ansprechbar. Wichtig ist beim Angeln auf Pacu für einen beißfesten Vorfach zu sorgen, sonst trennen die Fische mit ihren scharfen Zähnen in Sekundenbruchteile jede Leine mühelos.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 3



Beitrag kommentieren