Rotbarsch (Goldbarsch)

Der Rotbarsch ist ein gefragter Meeres-Speisefisch, der im nördlichen Atlantik vorkommt und in der neueren Zeit als stark überfischt gilt.

Allgemeines

  • Name: Rotbarsch (auch Goldbarsch). Engl.: Rose fish
  • Wissenschaftlicher Name: Sebastes norvegicus
  • Ordnung / Familie: Barschartige / Stachelköpfe
  • Vorkommen: nördlicher Atlantik
  • Habitat: Tiefen von 100 bis 1000 Meter
  • Max. Größe / Gewicht: 1 m / 15 kg
  • Gefährdung: moderat gefährdet
Rotbarsch (Goldbarsch)

Rotbarsch (Goldbarsch)

Lebensraum

Der Rotbarsch wurde schon 1772 vom norwegischen Naturforscher Peder Ascanius als Perca norvegica beschrieben und kommt von Spitzbergen, der südlichen Barentssee, der Küste Norwegens inklusive des Skagerrak, rund um Island, an den Küsten des südlichen und östlichen Grönland und der südlichen Labradorsee bis nach New Jersey vor. Der gesellige Raubfisch fühlt sich bei Wassertemperaturen von 3–7 °C bodennah in Tiefen von 300 bis maximal 700 m am wohlsten. Jungfische leben küstennah in Fjorden und Buchten.

Merkmale des Rotbarsches

  • Der Rotbarsch wird maximal bis zu einem Meter lang. Das maximale Gewicht liegt bei 15 kg, das Höchstalter bei 70 Jahren.
  • Rotbarsche weisen eine kräftige goldrote Färbung auf und sind mit großen Schuppen versehen. Der Bauch ist pink oder rosig.
  • Die beiden unteren Stacheln des Vorkiemendeckels sind schräg nach vorne bzw. nach unten gerichtet.
  • Seine Rückenflosse wird von 14 bis 16 kräftigen Stacheln und 13 bis 16 Weichstrahlen gestützt. In der Afterflosse zählt man drei Flossenstacheln und 7 bis 11 Weichstrahlen. Die Brustflossen zählen 18 bis 21 Flossenstrahlen.
Rotbarsch (Goldbarsch)

Rotbarsch (Goldbarsch)

Ernährung

Während des Sommers ernähren sich die Rotbarsche vor allem von Krill und anderen Leuchtkrebsen, im Herbst und Winter bilden Heringe ihre Hauptnahrung. Lodden, Heringe, Leuchtkrebse und Rippenquallen werden im Frühling gefressen.

Fortpflanzung der Rotbarsche

Die Paarung der Rotbarsche findet in der Barentssee von August bis September und bei Island und Grönland von Oktober bis Januar statt. Die Weibchen speichern den Samen der Männchen zunächst. Von Februar bis März findet dann eine innere Befruchtung statt. Danach wandern die Weibchen zu den Geburtsplätzen, die in der Irmingersee zwischen Grönland und Island, vor Südwestisland und über tiefen Regionen vor der Küste Nordnorwegens liegen. Die Larven (bis zu 350.000 Stück) werden von April bis Juni geboren.

Rotbarsch (Goldbarsch)

Rotbarsch (Goldbarsch)

Besonderheiten

  • Der Rotbarsch ist im Unterschied zu anderen Salzwasserfischen lebendgebärend.
  • Rotbarsche, die in größeren Tiefen leben, werden größer und leben länger.
  • Junge Rotbarsche wachsen sehr langsam. Geschlechtsreif werden sie erst mit einem Alter von 10 bis 12 Jahren und einer Länge von 30 bis 40 cm.
  • Die rote Färbung nehmen die Rotbarsche mit einem Alter von 4 bis 5 Jahren und einer Länge von etwa 15 cm an. Bis dahin sind sie dunkelgrau.
  • Das Fleisch des Rotbarschs wird fast immer als Fischfilet verarbeitet und gefroren verkauft. Es gilt als wohlschmeckend, fettreich und fest.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

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