Seegurken

Die Seegurken gehören zu dem Stamm der Stachelhäuter. In der Tiefsee bestehen 90 Prozent der bodennahen Biomasse aus Seegurken.

Allgemeines

  • Name: Seegurke. Engl.: Sea cucumber
  • Wissenschaftlicher Name: Holothuroidea
  • Stamm / Klasse: Stachelhäuter / Seegurken
  • Vorkommen: Alle Weltmeere
  • Habitat: Meeresgrund
  • Max. Größe: 1 mm / 2,5 m
Seegurken

Seegurken

Lebensraum der Seegurken

Seegurken sind Meeresbewohner mit einem ein Millimeter bis zweieinhalb Meter langen walzenförmigem Körper. Sie kommen in allen Meeren und in nahezu allen Tiefen vor. Obwohl ihre Körperform stark an die einer Gurke erinnert, sind sie dennoch Tiere, die sich vom Plankton und vom Sediment ernähren.

Merkmale der Seegurken

  • Seegurken haben einen muskulösen, länglichen Körper, der am Vorderende eine Mundöffnung aufweist, welche häufig von Tentakeln umgeben ist.
  • Statt eines Skeletts besitzen Seegurken einen Hautmuskelschlauch aus Längs- und Ringmuskulatur sowie einer dicken Schicht mutabilen Gewebes.
  • Die bei wenigen Arten zu findenden sogenannten Cuvierschen Schläuche dienen der Verteidigung der Tiere und werden bei Gefahr in Richtung Angreifer gespritzt. Sie bilden klebrige Schleimfäden, welche den Feind verwirren und unter Umständen sogar kampfunfähig machen können.
  • Des Weiteren ist es den Seegurken möglich, einen Teil ihrer inneren Gedärme bei einem Angriff als Ablenkung des Gegners auszuwerfen. Diese werden später nachgebildet.
  • Als weitere Besonderheiten besitzen die meisten füßchentragenden Seegurken Wasserlungen, bei denen es sich um Ausstülpungen des Enddarms handelt. Im Mittelmeer sitzt in den Wasserlungen der Königsseegurke relativ häufig der sogenannte Eingeweidefisch.
Seegurke

Seegurke

Ernährung

Unter den Seegurken gibt es sowohl Sedimentfresser als auch Planktonfresser. Bei den Sedimentfressern (darunter alle europäischen Arten) kriechen die adulten Tiere über den Boden des Meeres und nehmen dabei Sedimente mit organischen Bestandteilen wie Detritus, Algen und Sandlückenfauna auf. Diese werden verdaut und das unverdauliche mineralische Sediment wieder ausgeschieden. Man könnte die sedimentfressenden Seegurken als „Meeresstaubsauger“ oder Sedimentsortierer bezeichnen. Die planktonfressenden Arten haben einen stark vergrößerten Tentakelkranz, mit dem sie Plankton aus dem Wasser fangen.

Fortpflanzung der Seegurken

Die Seegurken sind getrenntgeschlechtlich und geben ihre Geschlechtsprodukte direkt ins Meerwasser ab. Innerhalb einer Bucht läuft dies meist synchron ab. Sie richten sich dazu mit dem Vorderende senkrecht auf und entlassen an der Spitze eine weißliche (Spermien) bis gelbliche (Eizellen) Flüssigkeit. Ihre bilateral-symmetrischen Larven leben planktonisch und werden als Auricularia bezeichnet. Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung können sich viele Seegurken auch durch Teilung vermehren.

Besonderheiten

  • Mit gut 1700 Arten bilden die Seegurken, neben den Schlangensternen und Seesternen, die formenreichste Gruppe der heutigen Stachelhäuter, zu denen auch die Seeigel gehören.
  • In der Tiefsee bestehen 90 Prozent der bodennahen Biomasse aus Seegurken.

Quellen:

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