Seehase (Lumpfisch)

Seehase ist ein weit verbreiteter Speisefisch, der sich bevorzugt in kühlen arktischen Gewässern nicht weit von der Küste aufhält.

Allgemeines

  • Name: Seehase (auch Lumpfisch). Engl.: Lumpfish
  • Wissenschaftlicher Name: Cyclopterus lumpus
  • Familie / Gattung: Seehasen / Cyclopterus
  • Vorkommen: Arktische Gewässer
  • Habitat: Steinige Meeresböden der Küstengewässer bis 900m Tiefe
  • Max. Größe / Gewicht: 170 cm / 3 kg
  • Gefährdung: marginal gefährdet
Seehase

Seehase

Lebensraum

Seehasen kommen auf steinigen Meeresböden der Küstengewässer des nördlichen Atlantiks in Tiefen bis 850 Metern vor. Im östlichen Atlantik reicht ihr Verbreitungsgebiet von der Barentssee über die Küsten Islands und Grönlands bis nach Spanien und umfasst auch die Nordsee und die westliche Ostsee. Im westlichen Atlantik leben sie von der Küste Nunavuts über die Hudson- und James Bay, Labrador in Kanada bis New Jersey, selten südlich bis zur Chesapeake Bay an der Atlantikküste der USA und bei den Bermudas.

Merkmale des Seehasen

  • Seehasen werden etwa 40 bis 70 cm lang und wiegen 1,5 bis 3 kg. Die Weibchen sind größer als Männchen.
  • Sie haben dunkelgrau-bläuliche bis schwarze Körperfarbe mit dunklen Punkten auf dem Rücken und den Seiten.
  • Körperbau der Seehasen ist plump, rundlich und schuppenlos. Sie haben keine Schwimmblase.
  • Ihr Körper ist mit Knochenzähnen besetzt, zudem verlaufen vier Dornen- und drei Knochenreihen längs dem Körper und Schwanz entlang.
  • Die Maulöffnung befindet sich direkt an der Kopfspitze, die Zähne sind verhältnismäßig klein, und die Augen und Kiemendeckel sind mittelgroß.
  • Die großflächigen, abgerundeten Brustflossen reichen fast bis zur Kehle, beim Männchen sind sie größer. Der Schwanz ist zwei mal so lang wie hoch.
Seehase

Seehase

Ernährung

Seehasen ernähren sich von kleinen Fischen, Krustentieren, Weichtieren und Rippenquallen. Da sie schlechte Schwimmer sind, sind sie selbst eine beliebte Nahrungsquelle für Robben.

Fortpflanzung der Seehasen

Während der Laichzeit färbt sich der Bauch des Männchens orangerot. Zum Ablaichen schwimmen die Fische in Küstengewässer, die mit Algen übersät sind. Die Weibchen lassen etwa 140.000 im Durchmesser 2,2 bis 2,6 mm große Eier sinken, die am steinernen Grund in schwammartigen Formationen fortwährend von der Strömung gedreht werden. Während die Weibchen wieder in tiefere Gewässer ziehen, bewachen die Männchen den Laich, bis die 4 bis 7,5 mm langen Larven schlüpfen. In dieser Zeit nehmen sie keine Nahrung zu sich, so dass sie am Ende der Bewachung abgemagert und entkräftet in tiefere Gewässer zurückkehren.

Kleine Seehasen

Kleine Seehasen

Besonderheiten

  • Seehasen haben anstatt Bauchflossen sechs Paar fleischige Beulen, die von einer fast runden Hautfalte umgeben sind. Dieses anatomische Organ agiert als Saugscheibe am Meeresboden.
  • Der Seehasen-Rogen wird, schwarzgefärbt und mit Salzlake behandelt, als „Deutscher Kaviar“ vermarktet und gilt als Kaviarersatz des Störrogens. Ein weiblicher Seehase kann zur Laichzeit bis zu 700 g Rogen produzieren.
  • Das Fleisch des Weibchens ist locker und gallertartig, daher nicht so begehrt. Fester und rosafarben hingegen ist das wohlschmeckende Fleisch des Männchens. In Island gilt getrockneter Seehase als Delikatesse.
  • Seehasen lassen sich nur schwer in einem Aquarium halten, weil sie extrem viel Wasservolumen benötigen. Mindestens 2.500 Liter sind Pflicht.

Quellen:

Dieser Artikel wurde der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

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