Seekatze (Chimäre)

Seekatze ist ein faszinierender und wunderschöner Tiefseefisch, der 50 Unterarten umfasst und in allen Weltmeeren vorkommt.

Allgemeines

  • Name: Seekatze (auch Chimäre). Engl.: Rabbit fish
  • Wissenschaftlicher Name: Chimaeriformes
  • Klasse / Ordnung: Knorpelfische / Seekatzen
  • Vorkommen: alle Weltmeere
  • Habitat: Tiefen von 200 bis 3000 Meter
  • Max. Größe / Gewicht: 1,5 m / 2,5 kg
  • Gefährdung: marginal gefährdet
Seekatze (Chimäre)

Seekatze (Chimäre)

Lebensraum

Seekatzen leben in allen Weltmeeren, vom Nordpolarmeer über die Tropen bis zur Subantarktis. Sie kommen vor allem in Tiefen von 200 bis 2000 Metern, maximal bis 3000 Meter Tiefe vor. In den tropischen Meeren sind die Chimären artenarm, die wenigen dort lebenden Arten halten sich vor allem in der Tiefsee auf.

Merkmale der Seekatze

  • Seekatzen werden 40 Zentimeter bis 1,50 Meter lang. Weibchen sind im Allgemeinen größer als Männchen.
  • Ihr Rumpf ist seitlich etwas abgeflacht, die Brustflossen sind breit, blattförmig und vom Körperzentrum weg zugespitzt.
  • Die Augen der Seekatzen sind groß, das Maul unterständig und klein. Die Zähne sind zu ständig wachsenden Zahnplatten zusammengewachsen.
  • Alle Seekatzen haben zwei Rückenflossen, die erste ist kurz und hoch und wird von einem schlanken, mit Giftdrüsen in Verbindung stehenden, beweglichen Stachel geschützt. Die zweite ist als langgestreckter Saum ausgebildet, flach und stachellos.
  • Eine Afterflosse kann bei Seekatzen vorhanden sein oder fehlen. Der Schwanz ist länglich, läuft spitz zu und endet oft in einem langen, peitschenartigen Endfaden.
  • Die Haut der Seekatze ist sehr glatt und fast schuppenlos. Sie erinnert an die Haut eines Froschs.
Seekatze (Chimäre)

Seekatze (Chimäre)

Ernährung

Während kleine Seekatzen sich von weichschalige Flohkrebsen ernähren, bevorzugen ausgewachsene Fische vor allem bodenbewohnende wirbellose Tiere, wie zum Beispiel Krabben, Steingarnelen, Langusten sowie Stachelhäuter. Auch kleine Fische verschmähen sich nicht.

Fortpflanzung der Seekatzen

Seekatzen legen spindelförmige Eikapseln, die 16 bis 18 Zentimeter lang und 3 Zentimeter breit sind. Am spitzen Ende der Eikapsel befindet sich ein drei bis vier Zentimeter langer Faden, der der Verankerung am Boden dient. Die Jungen sind beim Schlupf zehn bis elf Zentimeter lang und gleichen schon den ausgewachsenen Tieren. Einige Seekatzenarten wandern zum Ablaichen in das flache Wasser.

Seekatze (Chimäre)

Seekatze (Chimäre)

Besonderheiten

  • Der wissenschaftliche Name der Seekatze leitet sich von der Chimaira aus der griechischen Mythologie ab, einem Wesen, das aus verschiedenen Körperteilen von Löwe, Ziege und Schlange zusammengesetzt ist.
  • Sie wurde erstmals 1758 durch den schwedischen Naturforscher Carl von Linné beschrieben. Die Augen, die an eine Katze erinnern, die nagetierartigen Zähne und der lange drachenähnliche Schwanz regten der Forscher zu dieser Benennung an.
  • Das Fleisch der Seekatzen ist genießbar, das der Pflugnasenchimären gilt als ausgezeichnet. Sie werden auch zur Fischmehlproduktion genutzt, aus der Leber wird Schmieröl hergestellt.
  • Heute unterscheidet man drei Seekatzen-Familien mit rund 50 Unterarten.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

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