Seeteufel (Anglerfisch)

Seeteufel ist ein bizarr aussehender Tiefseefisch, den jedermann durch seine Angel kennt, mit der er die Beutefische anlockt.

Allgemeines

  • Name: Seeteufel (Anglerfisch). Engl.: Angler
  • Wissenschaftlicher Name: Lophius piscatorius
  • Ordnung / Familie: Armflosser / Seeteufel
  • Vorkommen: nordöstlicher Atlantik, Mittelmeer
  • Habitat: Tiefen von 20 bis 1000 m
  • Max. Größe / Gewicht: 2 m / 70 kg
  • Gefährdung: marginal gefährdet
Seeteufel (Anglerfisch)

Seeteufel (Anglerfisch)

Lebensraum

Seeteufel leben im nordöstlichen Atlantik von der Küste Marokkos bis nach Norwegen und der Südküste Islands, aber auch bei den Azoren, im Mittelmeer, in der Adria, und im Schwarzen Meer. Die markant aussehenden Räuber halten sich bevorzugt auf dem Meeresgrund in Tiefen von 20 bis 1000 Metern.

Merkmale der Seeteufel

  • Seeteufel haben einen flachen, schuppenlosen Körper und einen extrem großen, breiten und abgeflachten Kopf.
  • Ihr Maul ist mit kräftigen Zähnen besetzt. Der Unterkiefer und die Kopf- und Körperseiten sind mit Hautanhängseln gesäumt.
  • Seeteufel können maximal zwei Meter lang und 70 kg schwer werden, erreichen jedoch nur selten Längen von einem Meter.
  • Der erste Strahl der Rückenflosse ist als Angel (Illicium) mit anhängendem Köder (Esca) ausgebildet.
  • Das maximale nachgewiesene Alter des Seeteufels beträgt 24 Jahre.
Seeteufel (Anglerfisch)

Seeteufel (Anglerfisch)

Ernährung

Seeteufel ernähren sich vor allem von Fischen, die sie mit ihrer Angel anlocken und durch plötzliches Aufreißen des riesigen Mauls einsaugen. Sie schwimmen manchmal auch pelagisch und in ihren Mägen wurden zum Teil Überreste von Seevögeln gefunden.

Fortpflanzung der Seeteufel

Seeteufel laichen rund um die Britischen Inseln von April bis Juni und geben je bis zu eine Million violette Eier ab, die in einem Laichband zusammenhalten. Das Laichband kann 45 cm breit und acht bis zehn Meter lang sein kann. Es treibt frei im Wasser, bis es durch Wellengang und Strömungen auseinander gerissen wird, woraufhin der Laich weit verteilt werden kann. Die daraus schlüpfenden Larven leben pelagisch und gehen mit einer Länge von 6 bis 8 cm zum Bodenleben über. Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Länge von 40 cm, Weibchen mit 70 cm Länge. Sie sind dann etwa 6 Jahre alt.

Besonderheiten

  • Seeteufel haben ein gutes Fleisch, das auch nach der Zubereitung fest und nahezu weiß bleibt. Es hat einen hummerähnlichen Geschmack.
  • Früher galt er allerdings als ungenießbar und wurde beim Beifang ins Meer zurück geworfen.
  • Die meiste Zeit seines Lebens verbringt der Seeteufel halb eingegraben im Bodensediment beim Lauern auf Beute, die er mit seiner „Angel“ anlockt.
  • Das künstlich hergestellte Hormon Insulin wurde erstmals aus der Bauchspeicheldrüse des Seeteufels gewonnen.
  • Kommerzieller Fang des Seeteufels ist nicht durch Fangquoten sondern durch Schonzeiten und Kiemennetzeinschränkungen reguliert.

Quellen:

Dieser Artikel wurde zum Teil der Wikipedia entnommen und steht unter dieser Nutzungslizenz.

Fischlexika und -Atlanten

Falls Sie sich für die faszinierende Tierfauna unserer Meere, Seen oder Flüsse interessieren, empfehlen wir Ihnen folgende Bücher*, die neben herausragenden Fotos und detailgetreuen Zeichnungen auch spannende Informationen über die einzelnen Fisch- und Tier-Arten anbieten:
  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
Bewertung: 5,00; Bewertungen: 1



Beitrag kommentieren