Sterlet

Mit einer Durchschnittslänge von 40 bis 100 Zentimetern gehört der Sterlet zu den kleinsten Vertretern der Störfamilie, die etwa 30 Arten umfasst.

Allgemeines

  • Name: Sterlet (Engl.: Sterlet)
  • Wissenschaftlicher Name: Acipenser ruthenus
  • Familie / Gattung: Störe / Acipenser
  • Vorkommen: Süd- und Nordrussland, vereinzelt in Sibirien.
  • Habitat: Bodenbewohner in Fließgewässern mit mittlerer Strömung
  • Max. Größe / Gewicht: 120cm / 15kg
  • Max. Lebenserwartung: 20 Jahre
  • Gefährdung: stark gefährdet
Sterlet

Sterlet

Lebensraum

Der Sterlet wurde vom österreichischen Kuratorium für Gewässerschutz und vom österreichischen Fischereiverband zum Fisch des Jahres 2014 gewählt. Damit wollte man auf die dramatische Situation dieser heimischen, vom Aussterben bedrohten Fischart hinweisen. In Deutschland konnte der Sterlet in einer kleinen Population ausschließlich in der Donau überleben. Doch auch diese letzte natürliche Population ist durch eingewanderte, beziehungsweise eingeschleppte Laichräuber wie Schwarzmundgrundel und Signalkrebs gefährdet.

Eine weitere Gefahr stellt das Freisetzen von standortfremden Störarten dar, wie zum Beispiel dem sibirischen Stör. Dadurch kann es zu einer genetischen Vermischung mit dem ansässigen Sterlet kommen und so zum Aussterben der letzten heimischen Störart führen. Einen Hoffnungsschimmer verbreiten die Wiederansiedlungs-Programme in Österreich und Deutschland in der Donau, Drau und Isar.

Merkmale des Sterlets

  • Die Form dieser Spezies ist schlank mit stumpfer oder spitzer, leicht nach oben gebogener Schnauze und vier runden Bartfäden.
  • Auf seinem Rücken trägt er 11 bis 18 Knochenplatten mit einem hakenförmigen Fortsatz, die den scharfen Rückenkiel bilden.
  • Er hat 60 bis 70 dachziegelartig gestellte Seitenschilder und 10 bis 20 Bauchschilder, die seine Schwimmbewegungen etwas urzeitlich wirken lassen.
  • Wie bei allen Stören ist auch beim Sterlet die Schwanzflosse asymetrisch, deren oberer Teil länger als der untere Teil ist.
  • Der Sterlet hat eine dunkelgraue bis braune Körperfärbung und einen gelblich weißen Bauch.

Ernährung

Die friedlichen und harmlosen Fische ernären sich von kleinen wirbellosen Organismen wie Schnecken oder Würmern, wie auch von den am Boden lebenden Insektenlarven – zum Beispiel den Eintagsfliegen.

Fortpflanzung

Die Schneeschmelze im Frühjahr und die dadurch bedingte Hochwasser scheinen für die Sterlet die Anreize für Laichwanderungen in die Oberläufe der Flüsse zu sein. Im Mai und Juni laichen die Fische dort in kräftiger Strömung über dem Kiesgrund ab. Pro Weibchen werden etwa 100.000 klebrige Eier abgegeben, die am Untergrund haften bleiben. Daraus schlüpfen nach vier bis fünf Tagen kaulquappenähnliche Jungfische. Ihre erste Lebenszeit verbringen sie in flachen, ruhigen Wasserzonen.

Besonderheiten

  • Wie andere Störarten sowie auch Buntbarsche und Grundeln gehört der Sterlet zu den Knochenfischen. Seine Lebenserwartung beträgt etwa 20 Jahre.
  • Feinschmecker beschreiben den Geschmack des Sterlets als den am meisten wohlschmeckenden unter den größeren Störarten. Bekannt ist auch der sehr schmackhafte Kaviar des Sterlets.

Fischlexika und -Atlanten

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  1. Farbatlas der Angelfische
  2. Gefährliche Meeresfische
  3. Was lebt im Mittelmeer?
  4. Süßwasserfische Europas
  5. Fische Krebse Muscheln
  6. Das grüne Universum
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