Fliegenruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Fliegenruten gibt es auf dem Markt in Hülle und Fülle. Kein Wunder, denn das Fliegenfischen gehört zu der beliebtesten Fishing-Methode. Wenn Sie auch gerne mit einer Fliegenrute schwingen wollen, um dem Lachs & Co. mit einer Fliege nachzustellen, dann ist die passende Rute unumgänglich.

Wie ist eine Fliegenrute aufgebaut?

Fliegenfischen

Fliegenfischen

Fliegenruten gibt es in zwei Ausführungen – als Einhand- und Zweihandruten. Am weitesten verbreitet sind die Einhand-Fliegenruten, doch auch die Zweihadruten finden ihre Fans. Sie werden vorzugsweise zum Angeln auf große und kampfstarke Fische, wie etwa den atlantischen Lachs verwendet.

Alle Fliegenruten teilen sich in drei Hauptbestandteile auf: Rollenhalter, Griff und Rohling. Rollenhalter bestehen oft aus Holz, Aluminium oder Carbon und dienen dazu, die Fliegenrolle an der Rute zu fixieren.

Der Griff besteht meist aus Kork, Presskork oder Schaumgummi. Der Rohling – auch Blank genannt – ist die dritte Komponente, die für den berühmten Schwung zuständig ist und an der die Rutenringe befestigt werden.

Welche Materialien werden bei Fliegenruten verarbeitet?

Moderne Fliegenruten werden meist aus Kohlefaser hergestellt. Gelegentlich werden zwar auch noch Glasfasern verwendet, dieses Material wiegt allerdings verhältnismäßig viel und ist relativ langsam in der Aktion. Fliegenruten aus Kohlerfaser sind hingegen sehr leicht im Gewicht und bieten Schnelligkeit wie auch Stabilität im Einsatz. Darüber hinaus erlangen Ruten auf Kohlefaser überragende Wurf-Eigenschaften, indem sie durch ihr sehr dynamisches Schwingen den Köder stark beschleunigen können.

Einige Fliegenfischer fischen noch heute mit Ruten aus gespliesstem Bambus. Je nach der Art der Herstellung, des verwendeten Bambus, der individuellen Merkmale einzelner Hersteller und der gewählten Struktur der »Verjüngung« des Blanks (sog. »taper«), entstehen sehr spezifische Ruten für höchst individuelle Erfordernisse und Vorlieben. In den letzten Jahren deutet sich ein verstärktes Interesse an gespliessten Fliegenruten an, nicht zuletzt auch aus Gründen der deutlich höheren Werthaltigkeit bei Ruten namhafter Hersteller.

Welche Aktion muss eine Fliegenrute haben?

Anders wie bei Spinnruten, verfügen die meisten Fliegenruten nicht über die schnelle sondern über die parabolische Aktion. Dies ist auch zwingend erforderlich, um einen leichten Köder mit einer Fliegenrute überhaupt auswerfen zu können. Weil der Köder beim Fliegenfischen meist aus einem winzigen und sehr leichten Insekten-Imitat besteht, ist es die Fliegenschnur, die ein bestimmtes Gewicht aufweisen muss, um zusammen mit der parabolischen Rutenaktion das Ausholen und Auswerfen des Köders überhaupt zu ermöglichen.

Fliegenruten-Aktion

Fliegenruten-Aktion

Sechs Fliegenruten im Test

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Fliegenruten für Einsteiger, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Ruten finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Fliegenrute Shakespeare Agility EXPPreis-Leistung Tipp DAM Exquisite FLY G2 Balzer Magna Special Abu Garcia Combo Diplomat Maxcatch V-Gold Greys GR50 Fliegenrute
Länge 2,70 m 2,59 m 2,40 m 2,70 m 2,74 m 2,44 m
Gewicht 93 g 109 g 100 g k.A. 115 g 90 g
Teile 4-teilig 4-teilig 2-teilig 4-teilig 4-teilig 4-teilig
Transportlänge 0,72 m 68 cm 1,25 m 0,73 m ca. 0,75 m ca. 68 cm
AFTMA-Klasse 5 6 5/6 5/6 8 6
Griff Korkgriff Korkgriff Korkgriff Korkgriff Korkgriff Korkgriff
Kundenwertung

Was bedeutet AFTMA-Klassifizierung?

Weil die Schwungkraft beim Auswerfen mit einer Fliegenrute zum großen Teil aus der Schnur kommt, werden die Fliegenruten entsprechend der verwendeten Schnüren in AFTMA-Klassen eingeteilt. AFTMA ist eine Abkürzung für „American Fishing Tackle Manufacturers‘ Association“. Folgend finden Sie eine Aufstellung der Fliegeruten je nach AFTMA-Klasse mit den Beschreibungen des optimalen Einsatzgebietes.

AFTMA-Klasse Grain Gramm Optimaler Einsatz
0 40 2,6 Sehr leichte Ruten fürs Fischen mit der Trockenfliege auf kleine Zielfische.
1 60 3,9
2 80 5,2
3 100 6,5 Leichte Ruten fürs Fischen mit der Trockenfliege (ab Größe 16) und Nymphe auf Bachforellen, Äschen, Rotfedern, Rotaugen, Haseln.
4 120 7,8
5 140 9,1 Standardruten fürs Fischen mit der Trockenfliege und Nymphe in kleineren Gewässern auf Forellen, Döbel, Äschen und mittlere Weißfische.
6 160 10,4 Standardruten fürs Fischen mit der Trocken- und Nassfliege sowie auch mit der Nymphe auf Forellen, Döbel und Barsche. Auch gut geeignet zum Streamerfischen.
7 185 12 Etwas schwerere Ruten zum Fischen mit Nymphen auf Regenbogenforellen, Rapfen, kleinere Karpfen und Zander. Auf zum Barben- und Meerforellen-Angeln gut geeignet.
8 210 13,6 Schwere Ruten zum Hecht- und Lachs-Angeln mit Streamer. Auch zum Meeresangeln von kleineren Meeresfischen wie z.B. Wolfsbarschen oder kleineren Jacks gut geeignet.
9 240 15,6
10 280 18,2 Richtig schwere Rutenklasse zum Fischen von großen Meeresräubern wie zum Beispiel Barrakudas, Goldmakrellen oder Tarponen.
11 330 21,4
12 380 24,7
13 430 28 Ultra-schwere Rutenklasse zum Fischen auf die Schwergewichte unter den Meeresfischen wie z.B. Thunfische, Marline oder Sailfische.
14 480 31,2
15 530 34,5

Quellen:

Der Text dieses Ratgebers basiert zum Teil auf dem Artikel Fliegenrute aus der freien Enzyklopädie Wikipedia, der unter der Creative Commons Attribution/Share Alike Lizenz verfügbar ist.
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