Fliegenschnur: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Fliegenschnüre sind sehr vielseitig und können für verschiedene Fliegenfischen-Techniken genutzt werden. Hier erklären wir die wichtigsten Kaufkriterien und erklären Ihnen, worauf Sie bei der Wahl einer guten Fliegenschnur achten müssen.

Was ist beim Kauf von Fliegenschnur zu beachten?

Bergsee

Bergsee

Qualität, Form, Sinkverhalten und Farbe sind die Eigenschaften einer Fliegenschnur, die Sie beim Kauf explizit beachten müssen. Da die Schnur das zentrale Element beim Fliegenfischen darstellt, sollte sie als erstes über die ausgezeichnete Wurfeigenschaften verfügen sowie auch dem jeweiligen Angelstil entsprechen. Weiterhin wird anhand der Stärke der Schnur zwischen sinkenden und schwimmenden Fliegenschnüren unterschieden. Während eine sinkende Fliegenschnur sehr dünn ist, besitzt die schwimmende Version eine dickere Ummantelung. Weitere Unterscheidungsmerkmale der Fliegenschnüre sind ihre Form bzw. Durchmesser, Tragkraft und die Farbgebung. Die Länge der Fliegenschnüre ist wiederum einheitlich und liegt bei circa 27 Metern.

Gewichtsklassen der Fliegenschnur nach FTMA

Gemäß den Regeln der AFTMA (American Fishing Tackle Manufacturer Association) werden die Fliegenschnüre in insgesamt 15 Gewichtsklassen eingeteilt. Als Maßeinheit wird hierbei das Gewicht der ersten 9.14 Meter der Fliegenschnur definiert. Umso kleiner die Klasse ist, desto sensibler gestaltet sich das Angeln. Während die Fliegenschnüre der Klassen 0 bis 3 sich zum leichten Fischen optimal eignen, gilt die Schnurklasse 5 (die auch als Allround-Klasse bezeichnet wird) als Standardausrüstung zum Angeln mit Trockenfliegen und Nymphen. Für größere Raubfische ist wiederum eine schwerere Schnur ab der Klasse 8 ideal. Die Wahl der geeigneten Schnurstärke ist somit von der Angeltechnik und vom Zielfisch abhängig. Folgend finden Sie eine Aufstellung der Fliegenschnüren je nach AFTMA-Klasse mit den Beschreibungen des optimalen Einsatzgebietes.

AFTMA-Klasse Grain Gramm Optimaler Einsatz einzelner Schnurklassen
0 40 2,6 Sehr leichte Ruten fürs Fischen mit der Trockenfliege auf kleine Zielfische und in kleineren Gewässern.
1 60 3,9
2 80 5,2
3 100 6,5 Leichte Ruten fürs Fischen mit der Trockenfliege (ab Größe 16) und Nymphe auf Bachforellen, Äschen, Rotfedern, Rotaugen, Haseln.
4 120 7,8
5 140 9,1 Standardruten fürs Fischen mit der Trockenfliege und Nymphe in kleineren Gewässern auf Forellen, Döbel, Äschen und mittlere Weißfische.
6 160 10,4 Standardruten fürs Fischen mit der Trocken- und Nassfliege sowie auch mit der Nymphe auf Forellen, Döbel und Barsche. Auch gut geeignet zum Streamerfischen.
7 185 12 Etwas schwerere Ruten zum Fischen mit Nymphen auf Regenbogenforellen, Rapfen, kleinere Karpfen und Zander. Auf zum Barben- und Meerforellen-Angeln gut geeignet.
8 210 13,6 Schwere Ruten zum Hecht- und Lachs-Angeln mit Streamer. Auch zum Meeresangeln von kleineren Meeresfischen wie z.B. Wolfsbarschen oder kleineren Jacks gut geeignet.
9 240 15,6
10 280 18,2 Richtig schwere Rutenklasse zum Fischen von großen Meeresräubern wie zum Beispiel Barrakudas, Goldmakrellen oder Tarponen.
11 330 21,4
12 380 24,7
13 430 28 Ultra-schwere Rutenklasse zum Fischen auf die Schwergewichte unter den Meeresfischen wie z.B. Thunfische, Marline oder Sailfische.
14 480 31,2
15 530 34,5

Sechs Fliegenschnüre im Vergleich

Da die Schnur beim Fliegenfischen die wichtigste Verbindung zum Fisch nach dem Haken darstellt, sollte hier auf die beste Qualität geachtet werden. Bricht die Schnur beim Drillen eines Fisches bedeutet es nicht nur Fliegenverlust sondern auch das unnötige Leiden des Fisches. In folgender Tabelle finden Sie sechs besten Fliegenschnüre für verschiedene Angeltechniken, die der Markt aktuell anbietet.

Fliegenschnur Maxcatch
Preis-Leistung Tipp
Airflo Velocity Shakespeare Sigma Inspire Insider Shakespeare Sigma Sink Gazechimp Sink
AFTMA 3, 4, 5, 6, 7, 8 4, 5, 6, 7, 8, 9 3, 4, 5, 6, 7 4, 5, 6, 7 8 4, 5 ,6
Durchmesser WF WF, DT WF WF WF WF
Farbe Orange/Blau leuchtend Grün Gelb-Grün Peach Braun Grün/Schwarz
Länge 30,5 m 25 m 25 m 27 m 8,2 m 30 m
Sinkverhalten schwimmend schwimmend schwimmend schwimmend sinkend sinkende Spitze
Kundenwertung

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Verschiedene Formen (Taper) der Fliegenschnüre

Fliegenschnüre gibt es in unterschiedlichen Querschnittsverläufen. Die gängigsten Modelle sind die L-Form mit einem Schnurquerschnitt, der auf der gesamten Länge gleich ist. Dann gibt es den sogenannten double taper DT, der beidseitig verjüngt ist, während der shooting taper ST über einen Schusskopf verfügt. Eine weight forward (WT) Fliegenschnur wird nach vorne keulenförmig dicker und gilt deshalb auch als Keulenschnur. Der triangle taper TT ähnelt der WF Keulenschnur, besitzt aber einen länger gezogenen Fronttaper. Ein langer Bauch kennzeichnet die Long Belly LB Schnur. Keulenschnüre verfügen abhängig von ihrem Verwendungszweck über unterschiedlich geformte Keulen.

Kennzeichnung Bedeutung Optimaler Einsatz
L (level) Schnurquerschnitt bleibt über die gesamte Länge gleich Wird fast nicht mehr verwendet
DT (double taper) beidseitig verjüngter Querschnitt Leisetreter, der sehr sanft aufs Wasser abgelegt wird
ST (shooting taper) verfügt die über einen Schusskopf Weitwurfschnur
WF (weight forward) wird nach vorne keulenförmig dicker Perfekte Schnur für Einsteiger
TT (triangle taper) ähnelt der WF Schnur, besitzt aber einen länger gezogenen Fronttaper Perfekt für Rollwürfe geeignet
LB (long belly) eine längere Keule kennzeichnet die LB Schnur Schnur für weite Rollwürfe

Verschiedene Farben der Fliegenschnüre

Schwimmende Fliegenschnüre sind in vielerlei Farben und grell leuchtenden Farbtönen erhältlich. Die Fische nehmen die farbigen Schnüre allerdings nur als dunkle Silhouette auf der Wasseroberfläche wahr. Durch die spezielle grelle Farbgebung wird vor allem dem Angler das Erkennen der Schnurbewegungen und somit der Bisse erleichtert. Wählen Sie deshalb eine Farbe, die sich gegen dunkles Wasser und bei Gegenlicht optisch gut abhebt. Sinkende Schnüre werden hingegen in unauffälligen Farben wie grün, braun oder grau angeboten, damit sie beim Sinken keine Scheuchwirkung auf die Fische entfalten und sich der Umgebungsfarbe anpassen.

Fliegenschnur und Fliegenrute müssen zusammenpassen

Um die Fliegenschnur richtig werfen zu können, muss sie in Verbindung mit einer passenden Fliegenrute verwendet werden. Eine leichte Schnur lässt sich zum Beispiel an einer schweren Rute nicht gut werfen. Weil sich die Rute hierbei nicht genügend aufladen kann, wird die Wurfweite erheblich verkürzt. Umgekehrt kann eine zu schwere Schnur beim Wurf mit einer leichten Rute den Rutenbruch herbeiführen. So darf das Gewicht der Schnur nicht zu groß sein, um die Fliegenrute nicht zu überfordern. Damit eine optimale Abstimmung zwischen Fliegenschnur und Fliegenrute gewährleistet ist, ordnete AFTMA (American Fishing Tackle Manufacturer Association) die Fliegenschnüre unterschiedlichen Klassen zu.

In nächsten Artikeln finden Sie Kauftipps, Test & Vergleich für Fliegenruten sowie für geflochtene und monofile Angelschnüre.




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