Freilaufrollen: Kauftipps, Test & Vergleich

Worauf Sie beim Kauf einer Freilaufrolle genau achten müssen, wird in diesem Artikel erklärt. Darüber hinaus stellen wir sechs Freilaufrollen vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Wann sind Freilaufrollen vom Vorteil?

Freilaufrolle

Freilaufrolle

Freilaufrollen sind das Mittel zum Zweck beim Ansitzangeln. Insbesondere Karpfenangler schwören auf diese Variation der Stationärrollen. Ihr Vorteil liegt in dem widerstandslosen Schnurabzug bei gleichzeitig geschlossener Bremse. Das bedeutet, dass der Fisch beim Biss die Schnur ohne Mühe von einer Freilaufrolle abziehen kann.

Der widerstandslose Schnurabzug ist vor allem beim Angeln auf vorsichtige Fische notwendig, damit der Fisch den Köder aufnehmen kann, ohne den Verdacht zu schöpfen. Gleichzeitig kann der Angler den Freilaufmechanismus bei einer Freilaufrolle sehr schnell ausschalten, sodass die zuvor gewählte Bremseinstellung greift und der Fisch beim Anschlag gehakt werden kann.

Für Karpfenangler ein Muss

Weiterer Vorteil von Freilaufrollen ist ihre Flexibilität beim Nachtangeln auf Karpfen. Wenn zum Beispiel ein Koloss von 15 kg sich selbst hakt und davon stürmt, während der Angler gemütlich in seinem Zelt schläft, muss man anschließend nicht nur den Rutenverlust akzeptieren. Auch der Fisch würde hierbei lange leiden müssen.

Durch den Einsatz einer Freilaufrolle kann das alles vermieden werden, indem der Karpfen die Schnur nehmen kann, ohne die Angelrute ins Wasser zu ziehen. Beim Nachtangeln mit einer Freilaufrolle wird der Angler also durch den elektronischen Bissanzeiger alarmiert, sodass er ohne große Hektik schnell zur Angelstelle kommen kann, um anzuschlagen.

Sechs Freilaufrollen im Test

Folgende Freilaufrollen werden den strikten Anforderungen, die beim Karpfenangeln notwendig sind, gerecht und bieten darüber hinaus ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an. Alle Rollen kosten zwischen 25 und 80 Euro und repräsentieren somit das mittlere Preissegment, das nicht nur für Hobby-Angler optimal geeignet ist. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Freilaufrollen finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Freilaufrollen DAM Camaro 630 FSPreis-Leistung Tipp Cormoran Cormaxx-BR 4000 Daiwa MegaForce 3500 Fox EOS 10000 Reel BROWNING Hybrid BF Shimano Baitrunner 4000
Gewicht 329 g 415 g 468 g 558 g 330 g 355 g
Übersetzung 5.1:1 4.9:1 4.6:1 5.1:1 5.0:1 4.8:1
Schnureinzug 77 cm 83 cm 79 cm 77 cm 71 75 cm
Kugel-/Walzlager 5 + 1 2 3 5 6 1
Bremssystem Frontbremse + Freilauf-Funktion Frontbremse + Freilauf-Funktion Frontbremse + Freilauf-Funktion Frontbremse + Freilauf-Funktion Frontbremse + Freilauf-Funktion Frontbremse + Freilauf-Funktion
Schnurfassung 0,25/202; 0,30/140 0,40/170 0,28/250 0,33/320; 0,35/260 0,26/150 0,25/260; 0,30/180
Zusatz-Features
  • Esatzspule
  • Shimano Ultegra Schnur
  • Esatzspule
Kundenwertung

Richtige Freilauf-Einstellung je nach Zielfisch

Die hochwertigen Freilaufrollen zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Abzugswiderstand quasi auf „null“ eingestellt werden kann. Insbesondere beim Angeln auf vorsichtige Fische wie z.B. Aal oder Zander ist es auch dringend notwendig, damit die Fische keinen Widerstand beim Schnurabzug erspüren oder diesen zumindest nicht so schnell mitbekommen.

Was beim Aalangeln allerdings ein Vorteil ist, bedeutet beim Karpfenangeln einen Nachteil. Denn bei Freilaufeinstellung mit sehr geringem Widerstand kommt es schnell zur Bildung einer Perücke, wenn der Fisch zum Beispiel kräftig davon stürmt und die Spule dann sozusagen überläuft und ein heilloses Schnur-Chaos verursacht. Deshalb drehen Karpfenangler ihren Freilauf ziemlich weit zu.

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