Friedfischruten: Kauftipps Test & Vergleich 2017

Zumindest hierzulande gehören Friedfischruten zu den meist verkauften Angelruten überhaupt, entsprechend groß ist auch das Rutenangebot. Wir erklären die wichtigsten Unterschiede und geben Kaufempfehlungen.

Vier wichtigsten Friedfischruten-Arten

Friedfischruten sind deshalb so weit verbreitet, weil sie entspanntes und zugleich effektives Angeln erlauben. Darüber hinaus gibt es wesentlich mehr Friedfische als Raubfische in unseren Gewässern, entsprechedn groß ist der Vielfalt der Fische, die man mit einer Friedfischrute fangen kann. Grundsätzlich gibt es vier wichtigste Friedfischruten-Arten: Stippruten, Feederruten, Matchruten und Bologneseruten. Weiter unten erläutern wir die Eigenschaften dieser Ruten und ihr optimales Einsatzgebiet.

Sechs Friedfischruten im Test

Auf dem Markt wimmelt es nur so von Friedfischruten in allen Preisklassen. Für ein hochwertige Friedfischrute kann man ohne Weiteres mehrere tausend Euro ausgeben. Dennoch muss eine gute Angelrute nicht zwingend teuer sein. Auch unter hundert Euro gibt es sehr gut verarbeitete Geräte. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Friedfischruten, die der Markt aktuell anbietet.

Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Friedfischruten DAM Carbon Pocket-PolePreis-Leistung Tipp Skorpion Carbon Stipp 500 Balzer Magna Spezial Feeder Shakespeare Sigma Match Cormoran PM20 Match Van Den Eynde Robinson SX 4
Rutenart Stipprute Stipprute Feederrute Matchrute Matchrute Bolognese-Rute
Wurfgewicht 0 – 12 g 0 – 15 g 145 g 0 – 15 g 5 – 20 g 10 – 20 g
Länge 4 m 5 m 3.9 m 3.70 m 3.60 m 4 m
Gewicht 119 g 190 g 516 g 151 g 210 g 148 g
Rutenart Teleskop Teleskop Steckrute Steckrute Steckrute Teleskop
Teile 12 5 3 3 3 4
Transportlänge 40 cm 120 cm 138 cm 126 cm 125 cm 138 cm
Kundenwertung

Stippruten

Die Stipprute ist ein Klassiker. Alle Nichtangler haben bei Erwähnung des Wortes Angeln sie sofort vor Augen: Eine Rute mit der Schnur, an der eine Pose und der Haken befestigt sind. Außer etwas Blei, womit die Pose austariert wird, braucht man beim Stippen tatsächlich nichts mehr. Beim Angeln zeigt der Schwimmer, was unter der Wasseroberfläche vorgeht: Sobald sich ein Schuppenträger für den Köder interessiert, verrät ein leichtes Zittern der Pose den Fisch und der Angler schlägt an. Manchmal spielen die Fische allerdings minutenlang mit dem Köder herum, bevor sie richtig zubeißen oder sich abwenden. Stippruten sind in der Regel 3-4 Meter lang, haben eine feine Spitze und kommen ohne Rutenringe aus. Die Hauptbeute der Stippangler sind in der Regel kleinere Weißfische. In einem anderen Artikel finden Sie eine genaue Anleitung zum Bauen einer Stippangeln-Montage.

Feederruten

Eine Feederrute wird zusammen mit Futterkörben gefischt. Dabei stopft man Fischfutter in den Korb, das eine spezielle Konsistenz besitzen muss, um im Wasser aufzuweichen und sich mit der Strömung oder durch Wellengang zu verteilen. Die Fische wittern die Nahrung und schwimmen auf den Korb zu. Zusätzlich besitzt eine Feedermontage einen Seitenarm mit Haken, der nah am Korb positioniert ist und besonders attraktiv für die Fische sein muss, sodass sie auch anbeißen. Eine Feederrute zeichnet sich durch ihre feine Spitze, die als Bissanzeiger agiert. Darüber hinaus haben die meisten Feederruten 2-3 Wechselspitzen, um sich jeder Angelsituation – je nach Wind, Wellengang und Strömung – optimal anpassen zu können. In einem anderen Artikel finden Sie weitere Infos zum Thema Feederangeln-Montage.

Matchruten

Die Matchrute ist ebenfalls eine weit verbreitete Friedfischrute, die allerdings ursprünglich fürs Wettfischen entwickelt wurde. Zum Angeln mit Matchrute nimmt man sich eine spezielle Pose – den sogenannten Waggler. Matchruten sind lang, dünn und sehr leicht. Dadurch erlauben sie ein langes und ermüdungsfreies Angeln, was bei einem Wettkampf auch erforderlich ist. Eine besonders wichtige Konstruktionseigenschaft einer Matchrute sind ihre Laufringe. Sie sind für die gleichmäßige Lastverteilung beim Anhieb und im Drill zuständig und sollten aus diesem Grund zahlreich vorhanden sein. Typische Schnur fürs Matchangeln ist kaum dicker als 0.16 mm. Somit lassen sich mit dieser Friedfischrute vor allem kleinere Weißfische wie zum Beispiel Rotfeder, Rotaugen, Nasen und Aalande sehr effektiv beangeln. In einem anderen Artikel finden Sie weitere Infos zum Thema Angeln mit Matchrute.

Bologneseruten

Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt die Bologneserute aus Italien. Anfangs fürs Forellenfischen konzipiert, fand sie schnell ihre Anhänger bei den Friedfischanglern. Am häufigsten werden Boloruten in großen Flüssen eingesetzt, wenn man seinen Köder weit in der Strömung anbieten möchte und dabei die gesamte Montage unter Kontrolle behalten will. Um das zu bewerkstelligen, braucht man eine sehr lange (8-10 Meter sind keine Seltenheit) und zugleich stabile Rute. Dank der Länge der Rute kann die Pose sehr gut in der Strömung gehalten werden. Eine hochwertige Bologneserute hat eine Spitzen-Aktion und ein hartes Rückgrad. Dies ist auch zwingend erforderlich, da Bologneseruten wegen ihrer Länge nicht weich sein dürfen, sonst sind sie wabbelig und beim Auswurf nicht zu gebrauchen. In einem anderen Artikel finden Sie weitere Infos zum Thema Bologneseangeln.

Bewertung: 5,00; Bewertungen: 3