Bodenstruktur im Fluss lesen

Mit dem stetig wechselnden Wasserpegel in einem Fluss wechseln auch Fische ihre Standorte. Angler sollen daher die Bodenstruktur richtig deuten können, um unter Wasser Strömungsschatten zu finden, hinter denen sich Raubfische verbergen.

Niedrigwasser an der Oder

Niedrigwasser an der Oder

Fließendes Wasser bewegt nicht nur immense Mengen an Micropartikel mit sich, es „bewegt“ auch Menschen. Nicht von ungefähr gibt es ja in allen Kulturen zahlreiche Sprichwörter und Metapher, die auf das fließende Wasser eines Flusses Bezug nehmen.

Durch die permanente Wasserbewegung wird das Ufer an einer Stelle ausgespült und die weggetragenen Sand- und Lehmkörnchen an einer anderen Stelle flussabwärts wieder abgelagert. Nichts wird in unserer natürlichen Umgebung so dynamisch verformt wie das Ufer eines Flusses. Die künstlich erschaffenen Buhnen wurden genau gegen solche Erosionsvorgänge konzipiert. Doch selbst diese steinverpackten Konstrukte werden durch das Wasser oft zerstört und einfach abgetragen.

Buhnenfeld beim niedrigen Wasserpegel

Buhnenfeld beim niedrigen Wasserpegel

Als Angler sollte man lernen die Grund- bzw. Uferstruktur eines Flusses richtig zu lesen. Mit etwas Erfahrung lassen sich jene Grundbereiche finden, wo die Strömung langsamer wird. Wenn solche Stellen durch natürliche Hindernisse (z.B. versunkene Bäume, Unterwasser-Gumpen etc. ) Sichtschutz anbieten, sind sie perfekte Verstecke für die jagenden Raubfische. Jetzt gilt es nur noch, über so eine Stelle den Köder richtig zu führen.

Niedrigwasser an der Elbe

Niedrigwasser an der Elbe

Niedrigwasser nutzen

Je niedriger der Wasserpegel, umso mehr Grundbodenstruktur kommt bei einem Fluss zum Vorschein. Spätestens jetzt wird einem passionierten Angler klar, wie unregelmäßig und dynamisch das Flussbett durch fließendes Wasser verändert wird. Ein niedriger Wasserstand bietet also die perfekte Gelegenheit, um die Bodenbeschaffenheit zu studieren, damit man später markante Stellen gezielt anwerfen kann.

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