Hecht richtig drillen

Einen gehakten Großhecht richtig zu drillen ist nicht einfach. Folgendes Video zeigt sehr deutlich, warum das so ist.

Hälfte der gehakten Hechte gehen im Drill verloren

Rund die Hälfte der Raubfisch-Attacken beim Angeln erweist sich als sogenannte Fehlbisse. Das bedeutet, dass der Fisch unmittelbar und kurz nach dem Biss vom Haken ausschlitzt. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Von einem stumpfen Haken bis hin zu einer unpassenden Rute bzw. Rutenaktion können sehr viele auch kleinste Details dafür verantwortlich sein, dass der Fisch nach dem Biss wieder frei schwimmen kann.

Bei kapitalen Hechten gibt es noch zusätzliche Gefahr, den Fisch während des Drills zu verlieren auch wenn er sachgemäß gehakt wurde. Der Grund für den Verlust im Drill liegt meist an dem Schnurbruch oder dem Aushebeln des Köders beim Kopfschütteln. Wie viel Kraft der Hecht dabei einsetzen und wie hoch er springen kann, zeigt das folgende Video sehr deutlich!

Was tun, um Fehlbisse zu vermeiden?

Um einen kapitalen Hecht beim Biss und im Drill nicht zu verlieren, müssen alle Ausrüstung-Details ganz präzise auf einander abgestimmt sein und die Schnur während des Drills stets gespannt bleiben. Bei schlaffer Schnur setzen die Hechte den in ihrem Maul steckenden Köder als Hebel ein und schleudern diesen durchs Kopfschütteln einfach weg. Auch die richtige Bremseinstellung ist enorm wichtig, denn zusammen mit der Federung der Rute wird dadurch effektiver Puffer gewährleistet, der den Schnurbruch bei Fluchten verhindert.

Weiterhin sollen sowohl die Schnur als auch die einzelnen Verbindungsteile wie Sprengringe, Karabiner, Noknot-Verbinder jeweils mindestens 10 kg Tragekraft aufweisen und die Rute über mindestens 40 g Wurfgewicht verfügen. Zum Schluss ist hechtsicheres Vorfachmaterial obligatorisch, denn die Hechtzähne sind skalpelscharf und beißen jede Leine in Sekundenbruchteilen durch.

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