Hochseeruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2018

Hochseeruten gibt es auf dem Markt wie Fische im Meer. Kein Wunder, denn das Angeln auf hoher See gehört zu einer sehr beliebten Fishing-Methode. Hier erklären wir, worauf Sie beim Kauf einer Hochseerute achten müssen.

Leicht und stabil zugleich muss eine Hochseerute sein

Norwegen Fjord

Norwegen Fjord

Eine Rute für das Hochseeangeln muss mehrere Ansprüche gleichzeitig erfüllen: Sie sollte leicht sein und dabei jedoch eine solche Stabilität aufweisen, dass sie eine schnelle Aktion zulässt. Für Wasser mit Tiefen von zwanzig bis dreißig Metern empfiehlt sich eine robuste Spinnrute. Sie ist optimal fürs Grundangeln geeignet und lässt sich darüber hinaus gut an der Oberfläche fürs Spinnfischen einsetzen. Für tiefere Gewässer allerdings ist eine Spinnrute zu weich. Hierbei wären Sie mit einer Pilkrute gut bedient. Beim Pilken erreichen Sie leicht Tiefen bis zu 100 Metern.

Eine Pilkrute sollte beim Angeln in großen Tiefen gerade noch so weich sein, dass Sie einen Fisch leicht auf Spannung halten können. So sollten Sie bei weichen Ruten Vorsicht walten lassen, denn beim Drill von kapitalen Fischen erfüllen sie zwar ihren Zweck, allerdings erschweren zu weiche Ruten das Führen eines Köders. Bewegungen beim Pilken mit Ködern ab etwa 75 Gramm sorgen bei weichen Modellen für eine große Auslenkung der Rute. Das kostet enorme Kraft. So empfiehlt sich fürs Pilken eindeutig eine straffere Rute. Weiterhin brauchen Sie fürs Hochseeangeln eine passende Rolle, die vor allem robust und salzwasserfest sein muss. Auch eine saubere Schnurverlegung ist bei einer Meeresrolle ein Muss.

Optimale Länge einer Hochseerute und das Wurfgewicht

Hochseerute

Hochseerute

Die Länge der Hochseerute und das Wurfgewicht richten sich nach der Wassertiefe und der Größe der eingesetzten Köder. Vor dem Angelurlaub sollten Sie daher herausfinden, welches Kaliber Sie wahrscheinlich an den Haken bekommen werden und unbedingt darauf achten, dass die Rute stabil genug ist, Fische aus der Tiefe pumpen zu können, ohne dass sie bricht. Darüber hinaus muss die Angel so flexibel sein, dass der Kontakt zum Köder durchgängig gut ist. Eine flexible Rute reduziert darüber hinaus das Ausschlitzen der Fische, da sie noch etwas Spiel zulässt.

Optimale Länge einer Hochseerute liegt zwischen 2 und 2,70 Metern. Die kürzeren Modelle lassen sich auch auf engeren Booten bequem auswerfen. Bei Spinnfischen auf See werden darüber hinaus Ruten mit Längen von bis zu 3,20 Metern eingesetzt. Solche längeren Modelle spielen ihre Vorteile dann aus, wenn sie z.B. mit Oberflächenködern angeln und weit auswerfen müssen. Das Wurfgewicht einer Hochseerute fürs Pilken sollte 70 bis maximal bis 150 Gramm betragen. Bei höheren Wurfgewichten brauchen Sie eine sehr stabile Rute. Solche Geräte sind nur zu empfehlen, wenn mit schweren Pilkern sehr tief auf große Fische geangelt wird. Beim Angeln mit Gummifischen geht bei schweren Ruten das Gespür verloren.

Sechs Hochseeruten im Test

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Hochseeruten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen, Foren und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier. Die wichtigsten Eigenschaften der einzelnen Ruten finden Sie in folgender Tabelle, sodass Sie sich schnell das passende Gerät aussuchen können.

Magna MX-3 PilkPreis-Leistung Tipp WFT N.C. Senso Pilk Penn Squadron Pilk 302 Spro Norway Pilker Spin Yad Cleveland DAM Steelpower Boat
Länge 2,80 m 2,40 m 3 m 2,40 m 3 m 1,8 m
Gewicht 385 g 360 g 279 g 267 g 310 g 220 g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig
Transportlänge 1,45 m 1,25 m 1,55 m 124 cm 1,53 m 0,85 m
Aktion schnell schnell schnell schnell schnell schnell
Wurfgewicht 40 – 185 g 50 – 160 g 80 – 140 g 50 – 180 g 50 – 150 g 100 – 250 g
Griff Duplon/Kork Kunststoff Schaumstoff (EVA) Kork Kork Schaumstoff (EVA)
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Hochseeangeln bedeutet Pilken

Eine der erfolgreichsten Angeltechniken für das Hochseeangeln ist das Pilken. Damit lässt sich beinahe jeder größere Salzwasserfisch ohne Probleme angeln. Kamen früher für diese Technik ausnahmslos Handleinen zum Einsatz, werden heute die technisch ausgefeilten Ruten und Rollen zum Pilken eingesetzt. Ein großer Vorteil der Pilktechnik ist, dass sie selbst Einsteiger einfach und schnell erlernen können. Sie müssen noch nicht mal wissen, wie man die Pilker, die aus Blei oder anderem Metall bestehen, auswirft. Sie werden einfach vom Boot aus ins Wasser abgelassen bis sie den Grund erreichen. Die Die Pilker werden durch das ruckartige Anheben der Rutenspitze zum Spielen animiert. Dabei täuschen sie dem Zielfisch einen Beutefisch vor.

Pilken-Technik

Pilken-Technik

Weit verbreitet sind breite und zugleich flache Pilker. Sie sinken wegen ihrer Form verhältnismäßig langsam ab und rotieren oder flattern dabei im Wasser. Die länglichen bis schlanken Modelle sinken dagegen relativ schnell auf den Grund. Ihr Nachteil: Sie bewegen sich dabei viel weniger. Relativ neu bei den Pilkern ist der Speed Jig. Er ist schlank und sinkt sehr schnell. Mit ihm wird im Gegensatz zu den herkömmlichen Pilkern nicht nur dicht über dem Grund gefischt. Sie werden nach dem raschen Absinken oft auch extrem schnell wieder eingeholt und animieren mit kurzen und abrupten Stops Zielfische, wie etwa Dorsche, zum schnellen Beißen.




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