Kampfgurt: Kauftipps, Test & Vergleich

Der Kampfgurt (auch Gimbal genannt) bietet einen idealen Schutz beim Meeresangeln von großen Fischen. Hier erklären wir, worauf Sie beim Kauf eines Kampfgurtes achten müssen.

Funktion und Einsatzgebiete von Kampfgurten

Motorboot

Motorboot

Viele Tiefseefischer kennen das: Da ist ein Großer am Haken! Die Rute vibriert, die Schnur zappelt, die See wogt und alles schaukelt wie verückt. Wohin nun mit der Rute, um das bestmögliche Gleichgewicht zu wahren und die Kräfte sinnvoll einzuteilen? Ein schweres Unterfangen. Je größer die Beute der Meerestiefe, desto anstregender ist der Kraftaufwand. Der Drill mächtiger Fische geht an die Substanz. Und genau dafür wurden die Kampfgurte entwickelt, speziell für das schwere Meeresangeln. Bekannt sind sie auch unter den Bezeichnungen Bauchgurt und Gimbal.

Der Kampfgurt ist eine Art Hüftgürtel, der um die Taille angelegt wird. Verschiedenste Materialien kommen bei seiner Herstellung zum Einsatz. Jeder Kampfgurt besitzt eine Vertiefung, in der das Ende der Angelrute eingesteckt werden kann. Dies ergibt eine gute Stützwirkung und Hebelwirkung, wodurch das Emporziehen großer Fische wesentlich erleichtert wird. Denn das stundenlange Fischen auf offener See wäre ohne einen solchen Bauchgurt extrem kräftezehrend und eine Tortour für den Rücken. Eingesetzt werden Kampfgurte bei der Tiefseefischerei und insbesondere beim Big Game Fishing. Fische dieser Kategorie können bis zu einer Tonne schwer sein. Doch mit dem Kampfgürtel ist ein signifikant gesteigerter Krafteinsatz möglich.

Sechs Kampfgurte im Vergleich

Der Kampfgurt bietet einen idealen Schutz während des Drills kapitaler Fische beim Biggame-Fishing. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Kampfgurten fürs Biggame-Fishing. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Kampfgurt Sypure GimbalPreis-Leistung Tipp Tocas Stand-up Heavy Gimbal Kampfgürtel Gimbal Gürtel Metall Kampfgurt Balzer Generic Bauchgurt
Material Kunststoff ABS Aluminium Aluminium Aluminium Carbon Carbon
Ruten-Aufnahme schwenkbar fest schwenkbar fest schwenkbar fest
Gewicht ca. 340 g ca. 850 g 520 g ca. 800 g 450 g ca. 500 g
Kundenwertung

Worauf muss man beim Kauf eines Kampfgurtes achten?

Die Materialien, die in den Kampfgurten Verwendung finden, variieren zwischen Gummi, Leder, starkem Kunststoff, Polyester und Kohlefaser. Auch beim Feststellgurt stellen sich Unterschiede in der Fabrikation ein. Manche besitzen einen herkömmlichen Klettverschluss, andere verstellbare Riemen zum festzurren. Allesamt sind sie in der Weite regulierbar, was unabdingbar ist für die individuelle Leibesform. Beim Kauf sollte zudem auf eine ausreichend dicke Polsterung geachtet werden, um den Angler vor Quetschungen zu schützen.

Allen Kampfgurten ist gemein, dass sie standardmäßig eine Aufnahme-Vertiefung für die Rute bieten. Die preiswertesten Modelle besitzen lediglich einen einfachen Einschub. Einige sind starr angebracht, andere Bauchgurte verfügen über schwenkbare Rutenaufnahmen sowie über Kugelgelenke, durch welche Richtungsänderungen mit der Rute komfortabel ausgeglichen werden können.

Sehr gängig sind Kampfgurt-Modelle mit Metallstift und arretiertem Kreuzabschluss. Diese bringen Stabilität in die Meeresrute, so dass beim Kurbeln die Rute von dem Gewicht größerer Fische nicht herumgeworfen wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch den Kreuzabschluss dem Verkanten der Rute entgegengewirkt wird und der Hand am Vorgriff mehr Freiheit gewährt. Höherpreisige Modelle bieten zur Gesamtkonstruktion des Bauchgurtes auch einen Nackengurt, jener nochmals jegliche Verletzungsgefahr minimiert und zu mehr Kontrolle über Körper und Rutenhaltung verhilft.

Faktor Sicherheit

Der Einsatz eines Kampfgurtes erspart dem Angler einiges an Schmerzen. Denn besonders der Rücken wird beim Biggame-Fishing extrem stark belastet. So mancher Hobbyfischer hat bereits einen bleibenden Rückenschaden davongetragen. Der Drill kapitaler Fische wie dem Dorsch, Heilbutt, Marlin oder Leng erfordert übermäßige Kraftanstrengung. Ebenso würde das Tiefseefischen ohne Bauchgurt dazu anregen, die Rute als Notbehelf gegen den eigenen Körper zu klemmen. Das führt unweigerlich zu blauen Flecken, Schrammen bis hin zu schweren Verletzungen. Auch beim Standfischen zur Entlastung der Oberschenkel ist der Einsatz eines Kampfgürtels nicht zu unterschätzen. Der Gimbal verhindert Hämatome im Unterbauchbereich und wirkt sich kraftsparend im Drill aus. Insbesondere beim Tiefseefischen, das in der Regel mehrere Stunden andauert, ist diese Absicherung von wesentlicher Bedeutung.

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