Karpfenruten: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Eine falsche Karpfenrute zu kaufen, passiert schneller als man denkt. Damit es nicht dazu kommt, sollte man ein paar Stunden in die Auswahl der richtigen Rute investieren. Diese Zeit wird sich garantiert auszahlen!

Wurfgewicht oder Testkurve, was ist bei einer Karpfenrute wichtig?

Karpfenrute

Karpfenrute

Da die Karpfen sich fast ausschliesslich am Gewässergrund aufhalten, ist das Wurfgewicht von besonderer Bedeutung bei einer Karpfenrute. Denn eine gewichtige Karpfenmontage muss samt Köder sicher ausgeworfen werden und an einer Stelle auf dem Grund verbleiben. Doch das Wurfgewicht wird bei Karpfenruten oft gar nicht angegeben, sondern nur die Testkurve, welche das Gewicht in englischen Pfund (lb) angibt.

Die Testkurve zeigt an, wie viel Gewicht für eine Biegung der horizontal gehaltenen Rute zu einem Viertelkreis nötig ist. Durchschnittswerte der Testkurven von Karpfenruten liegen zwischen etwa 2 und 4 lb und lassen sich mit Hilfe von Umrechnungstabellen in das entsprechende Wurfgewicht umrechnen. Es gilt jedoch grundsätzlich, dass für größere Fische und weiter entfernt liegende Angelplätze generell höhere Testkurven gewählt werden sollten.

Hochwertige Materialverarbeitung

Wenn es nicht gerade eine Teleskoprute für die Angelreisen sein soll, sind Karpfenruten normalerweise zwei- oder dreiteilig bei einer Länge zwischen 9 und 13 Fuß (2,70 bis 3,90m). Der Blank (Rutenrohling) von Karpfenruten besteht meist aus Kohlefaser, die ihnen wenig Gewicht und höhere Belastbarkeit bescheren. Im Hochpreissegment werden darüber hinaus spezielle Verbundstoffe verwendet, durch die die Ruten noch dünner und leichter werden. Gleichzeitig verhindern diese ein Nachschwingen der Rutenspitze, was sowohl die Wurfpräzision als auch die Wurfenergie steigert.

Welche Rolle spielt Rutenaktion beim Angeln auf Karpfen?

Beim Angeln auf Karpfen wird zwischen vier verschiedenen Typen von Ruten-Aktionen unterschieden. Bei den Ruten mit der sogenannten Spitzenaktion handelt es sich um Geräte mit Krümmung im oberen Rutendrittel. Mit dieser Art der Rute lassen sich große Wurfweiten erzielen, was bei entfernt liegenden Angelplätzen von Vorteil ist. In Ufernähe zeigt sich das Drillverhalten dieser Ruten dagegen insofern als nachteilig, dass die Abfederung der Fluchtversuche der Fische schwierig ist. Daher sind sie für große Fänge schlecht geeignet.

Rutenaktion beim Angeln auf Karpfen

Rutenaktion beim Angeln auf Karpfen

Die Ruten mit der sogenannten semiparabolischen Aktion weisen hingegen eine Krümmung bis zur Mitte des Blanks auf und zeigen beim Drill nicht den Nachteil der Spitzenaktion-Ruten, was sie für kapitale Fänge besser geeignet macht. Dann gibt es auch Angeln mit parabolischer Aktion, deren Wurfweite zwar sehr gering, die Abfederung im Drill aber um so effektiver ist.

Die besten Ruten zum Karpfenangeln sind die mit progressiver Aktion, welche die Wurfweite einer Spitzenaktion-Rute mit der Drillabfederung eines langsamen Blanks verbinden. Bei geringer Belastung (z.B. beim Auswurf) wird bei solch einer Rute nur die Spitze beansprucht, wohingegen bei Extrembelastung im Drill der gesamte Blank sich biegt.

Sechs Karpfenruten im Vergleich

In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Karpfenruten, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Karpfenrute Daiwa Black Widow CarpPreis-Leistung Tipp DAM Hypron CARP Fox Warrior S Carp Zebco Cool Carp Shakespeare Agility Power DAM MAD D-FENDER II Karpfenrute
Länge 3.6 m 3.60 m 3.9 m 3.6 m 4.3 m 3.6 m
Gewicht 470 g 397 g 570 g 460 g 405 g 389 g
Teile 2-teilig 2-teilig 2-teilig 2-teilig 3-teilig 3-teilig
Transportlänge 1.8 m 1.85 m 1.95 m 1.84 m 1.4 m 1.2 m
Aktion progressiv parabolisch parabolisch semi-parabolisch progressiv semi-parabolisch
Wurfgewicht 3.00 lbs 2.75 lbs 3.50 lbs 3.00 lbs 120 g 3.25 lbs
Griff Kunststoff Kunststoff Kunststoff Kunststoff Kork Kunststoff
Kundenwertung

Test-Sieger

Zum Sieger haben wir in unserem Rutenvergleich die Black Widow* von Daiwa gekürt, weil uns diese Rute beim Testangeln mit allen Parametern überzeugt hat. Sie verfügt über einen stabilen Rollenfuß und liegt sehr angenehm in der Hand, was sie für einen langen Drill optimal geeignet macht. Auch merkt man bei Black Widow sehr schnell, dass die Materialverarbeitung überaus hochwertig ist: Alle Steckverbindungen sowie Rutenringe und der Rollenhalter vermitteln einen stabilen und bündigen Eindruck.

Die Black Widow hat eine progressive Aktion, die sie insbesondere beim Karpfenangeln auf lange Distanzen optimal geeignet macht. Wenn die Montage weit ausgeworfen werden muss und dabei mit kapitalen Fischen zu rechnen ist, leistet sie einen guten Dienst. Beim Auswurf spürt man deutlich, dass diese Rute solide Reserven im Rutenblank besitzt und man keine Angst haben muss, dass sie im entscheidenden Augenblick knicken könnte. Zum Schluss sei noch gesagt, dass die Black Widow das beste Preisleistungs-Verhältnis in unserem Rutenvergleich aufweist. Sie ist ein optimales Gerät für alle Angler, die kein Schnörkel-Design brauchen und lieber auf Funktionsanspruch setzen.

Richtige Rolle für Karpfenrute

Die optimale Rolle für eine Karpfenrute sollte ausreichende Größe besitzen, um eine entsprechende Menge Schnur zu fassen. Gleichzeitig ist eine langlebige und robuste Mechanik wichtig, um der starken Belastung beim Drill der Karpfen gewachsen zu sein. Eine fein einstellbare und große Bremse ist ebenfalls von Vorteil. Weiterhin sind Rollen* mit Freilauf für den Einsatz beim Angeln auf Karpfen besonders geeignet, weil sich ihr Freilaufsystem entsprechend flexibel einstellen lässt. Auch Weitwurfrollen mit großer Schnurfassung und einem guten Wickelmechanismus passen gut zum Karpfenangeln, insbesondere dann, wenn es ums Fischen auf lange Distanzen geht.

Wie fängt man Karpfen?

Beim Karpfenangeln ist die Grundangeltechnik mit dem Futterkorb am weitesten verbreitet. Dabei wird direkt auf dem Grund geangelt. Dies kann man mit einer normalen Karpfenrute oder auch mit einer speziellen Feederrute machen. Die Fangausbeute ist bei dieser Technik hoch und bringt auch unter schlechten Bedingungen noch Fisch. Als eine der besten Grundangeln-Methoden auf Karpfen gilt die sogenannten Haarmontage.

Haarmontage auf Karpfen

Haarmontage auf Karpfen

Die Grundangeltechnik ist die älteste Angelmethode beim Fischen auf Karpfen. Hier wird der Köder mit Hilfe des Bleigewichts am Grund gehalten. Neben den entsprechenden Steckruten ist diese Technik auch mit Teleskopruten problemlos auszuüben. Generell wird beim Grundangeln eine Rute mit Mindestlänge von 3,60m und einem Wurfgewicht von mindestens 80 Gramm empfohlen.

Karpfenangeln mit der Pose

Auch das Posenangeln auf Karpfen kann sehr viel Spaß machen. Allerdings werden dabei nur kleinere bis mittelgroße Fische effektiv beangelt. Für richtig große Karpfen ist das Posenangeln wenig geeignet. In folgender Abbildung sehen sie wie eine Posenmontage auf Karpfen aufgebaut ist. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, klicken Sie hier.

Karpfenangeln mit der Pose

Karpfenangeln mit der Pose

Bissanzeiger

Weiterhin braucht man beim Karpfenangeln Bissanzeiger, die außer beim Angeln auf Sicht für eine Karpfenrute unverzichtbar sind. Dabei hat sich eine Kombination aus optischen und elektronischen Bissanzeigern in den meisten Fällen bewährt. Als Schnur wird von 90 Prozent der Karpfenangler monofile Schnur verwendet, weil diese sehr elastisch ist und auch bei stärkerer Spannung und Dehnung standhält. Meist wird beim Angeln auf Karpfen eine Schnur der Stärke zwischen 0,25 und 0,35 mm verwendet. In einem anderen Artikel finden Sie weitere ausführliche Informationen zum Thema Karpfenangeln.

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