Karpfenschnur: Kauftipps, Test & Vergleich 2017

Wenn es ums Karpfenangeln geht, braucht man als erstes eine Schnur, der man Vertrauen schenken kann. Wie erklären, worauf Sie beim Kauf von Karpfenschnüren genau achten müssen.

Karpfenangeln mit monofilen Schnüren

Karpfenangeln

Karpfenangeln

Monoschnüre gehören zu den Karpfenschnüren der ersten Stunde und werden heute noch am häufigsten eingesetzt. Sie haben zwei wesentliche Vorteile gegenüber den Geflochtenen: Zum einen sind sie deutlich abrieb-resistenter und zum Anderen weisen sie eine fast 15-prozentige Dehnung auf. Diese beiden Eigenschaften benötigen die Karpfenangler auch dringend.

Da der Köder beim Karpfenangeln unmittelbar auf dem Grund des Gewässers angeboten wird, wird die Schnur häufig durch die zahlreichen Hindernisse wie z.B. Muschel- oder Steinbänke starkt strapaziert. Monoschnüre sind deutlich abrieb-resistenter als geflochtene und halten diverse Strapazen gut aus.

Eine starke Dehnung ist weiterer Vorteil von monofilen Karpfenschnüren. Da gerade die kapitalen Fische sich vehement zur Wehr setzen, puffert eine Monoschnur die Kopfstösse der Fische effektiv ab, sodass es nur noch selten zum Ausschlitzen kommt. Insbesondere auf kurzer Distanz – z.B. unmittelbar vor der Landung – hat eine Monoschnur schon etliche Angler vor einem totalen Fiasko bewahrt.

Manchmal muss es eine Geflochtene sein

Es gibt allerdings Karpfenangler, die die starke Dehnung der monofilen Schnüre nicht als Vorteil sondern als Nachteil sehen und daher lieber zu geflochtenen Schnüren greifen. Ihr Argument für eine Flechtschnur ist deren geringe Dehnung, die beim Fischen auf lange Distanz nicht nur einen Vorteil darstellt sondern auch schlicht notwendig ist. Je länger die Entfernung zwischen Angler und dem Köder, umso schwieriger wird die Bisserkennung bei monofilen Schnüren. Im schlimmsten Fall springt der Bissanzeiger gar nicht an und der Karpfen spukt den Köder wieder aus. Bei Geflochtenen hingegen wird man jeden Fischanfasser selbst auf langer Entfernung sofort mitbekommen.

Jeder Angler sollte sich vor einem Angeltrip immer die Gedanken über die Distanz machen, wo der Köder dem Fisch präsentiert werden soll. Stehen die Karpfen weit weg, sollte den Einsatz einer geflochtenen Schnur in Erwägung gezogen werden. Sonst wird man sich mit auf langen Distanzen unglaublich schwer zu kontrollierenden Mono-Schnüren schlagen müssen, was sich wiederum auch in der Ausbeute negativ bemerkbar machen wird.

Vorsicht beim Landen der Fische

Auch wenn die geflochtenen Schnüre beim Angeln auf großer Distanz durch ihre geringe Dehnung ein Vorteil darstellen, kann dieselbe Dehnung zu einem großen Problem beim Landen der Fische werden. Kurz vor der Landung bringen die Karpfen nicht selten ihre letzte Kraft zusammen und setzen sich mit gewaltigen Kopfschlägen vehement zur Wehr. So kommt es vor, dass die Fische in solchen Fällen durch die fehlende Schnurdehnung einfach ausschlitzen. Ein Alptraum für jeden Karpfenangler!

Dem Nachteil der geringen Dehnung von Flechtschnüren kann man allerdings mit einer richtig gewählten Rute entgegen wirken. Die Rute sollte dabei über die sogenannte progressive Aktion verfügen, wodurch sie in der Lage ist, die Fluchtversuche der Kolosse mit ihrem Blank effektiv abzufedern. Hier finden Sie unseren Karpfenruten-Kaufratgeber.

Sechs Karpfenschnüre im Vergleich

Monofile Schnüre haben sich beim Karpfenangeln seit Jahrzehnten nicht nur im Markt gehalten sondern auch durch langwierige Erfahrungen unzähliger Angler radikal verbessern können. Dank permanenter Weiterentwicklung sind sie heute besser denn je. In folgender Tabelle finden Sie einen Vergleich von sechs besten Karpfenschnüren, die der Markt aktuell anbietet. Bei unserer Recherche nach den besten Produkten sammeln wir Bewertungen und Rezensionen aus verschiedenen Quellen wie z.B. Fachmagazinen und Online-Shops zusammen und werten diese anschließend nach unserem eigens entwickelten Raitings-System aus. Mehr Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie hier.

Karpfen-Schnur Fox Torque Line Carp Expert Carbon Korda SUBline UltraPreis-Leistung Tipp DAM Mad D-Fender Shimano Technium Fox Exocet Mono
Tragkraft 5 – 7,27 kg 14,9 kg 5,4 – 9,1 kg 11,4 kg 11,5 kg 4,55 – 10,45 kg
Durchmesser 0,30 – 0,35 mm 0,35 mm 0,30 – 0,40 mm 0,38 mm 0,35 mm 0,26 – 0,40 mm
Material Nylon Nylon Nylon Nylon Nylon Nylon
Länge 1.000 m 1.000 m 1.000 m 850 m 790 m 1.000 m
Memory-Effekt moderat moderat gering moderat moderat moderat
Kundenwertung

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Schlagschnur beim Karpfenangeln

Jeder angehende Karpfenangler weißt, dass die Schlagschnur zum Karpfenangeln dazu gehört. Doch welche Schlagschnur ist die richtige? Die Antwort auf dieser Frage hängt wie so oft von verschiedenen Faktoren ab. Karpfenangler, die auf langer Distanz fischen, greifen meist zu einer monofilen Schlagschnur, die einerseits durch ihre Abriebresistenz die geflochtene Hauptschnur vor dem Abreißen schützt und andererseits durch ihre starke Dehnung einen Puffer darstellt, was gerade beim Landen der Fische ein großer Vorteil ist.

Dann gibt es auch Angler, die beim Einsatz von Monoschnüren nichts anderes anwenden als die geflochtenen Schlagschnüre. Ihre Argumente zugunsten der Flechtschnüre: Sie schneiden im Drill die lästigen Wasserpflanzen einfach durch und verhindern dadurch die Schnurverwicklungen. Weiterhin sind Köder, die an weichen geflochtenen Schlagschnüren hängen, für die Fische einfacher einzusaugen. Somit gibt es sowohl bei der Wahl der Hauptschnur als auch der Schlagschnur gewisse Vor- und Nachteile, die jeder Angler situationsabhängig abwiegen und in seine Entscheidung einfließen lassen muss.

Richtige Farbe und Qualität der Karpfenschnur

Karpfen gehören zu den unmittelbar auf dem Grund lebenden Fischen. Da sich das Licht unter Wasser durch die zahlreichen Partikel mit zunehmender Tiefe stark geschwächt wird, nehmen die Karpfen weniger die Farben der Schnur mehr aber deren Kontur wahr. Aus diesem Grund sind die meisten Karpfenschnüre entweder braun oder dunkelgrün gefärbt. Diese Farben entsprechen dem Farben des Boden in einem Gewässer, sodass die Schnüre den Fischen nicht auffallen, wenn sie diese von oben nach unter anschauen.

Ob beim Angeln auf langer oder kurzer Distanz, im freien oder im verkrauten Gewasser  – die Qualität der Karpfenschnur muss stimmen. Da sich die Karpfen gerne hinter Stein- und Muschelbänken oder auch hinter anderen Unterwasser-Hindernissen aufhalten, muss die Schnur im Drill starker Reibung standhalten. Daher ist die Qualität der gewählten Karpfenschnur das oberste Gebot. Wer hier am Preis spart, spart eindeutig am falschen Ende. Leider müssen für die mindere Schnur-Qualität nicht nur die Angler sondern auch die Fische Rechnung tragen, in dem sie sich durch abgerissene Schnüre mit dem Köder im Maul sich noch lange Zeit quälen.

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