Kescher: Kauftipps, Test & Vergleich

Worauf Sie beim Kauf eines Angelkeschers achten müssen und welcher Kescher überhaupt zu Ihnen passt, wird in diesem Artikel ausführlich erklärt. Wir stellen sechs verschiedene Kescher vor, damit Ihnen die Qual der Wahl ein wenig erleichtert wird.

Warum man unbedingt einen guten Kescher braucht

Kescher

Kescher

Jeder Angler, der bei der Anschaffung eines Keschers spart, wird früher oder später feststellen müssen, dass er definitiv am falschen Ende gespart hat. Denn nur ein hochwertiger Kescher kann uns vor dem Fiasko eines Fischverlustes bewahren, wie in diesem Video sehr deutlich zu sehen ist.

Obwohl die Angelrute das wichtigste Utensil einer Angelausrüstung darstellt, bleibt es immer noch der Kescher, der beim Angeln für den heikelsten Moment zuständig ist – die Landung. So gesehen sind Kescher schlicht und ergreifend unverzichtbar beim Angeln und an dieser Stelle sollte entsprechend auf keinen Fall gespart werden. Da jeder Fisch nach einem passenden Kescher verlangt, haben sich im Angelsport folgende drei Kescher-Arten herauskristallisiert.

Karpfenkescher

Karpfen erreichen wahrlich kolossale Ausmaße und können daher nicht ohne die spezielle Landehilfe ans Land befördert werden. Aus diesem Grund sollen die Karpfenkescher vor allem groß sein und einen breiten Bügeldurchmesser von mindestens 80 cm aufweisen. Auch die Maschen der Karpfenkescher sind in der Regel sehr groß und das Maschennetzt tief gehalten. Der Kescherstab ist beim Landen von Karpfen idealerweise einteilig, damit er der Belastung der strampelnden Kolosse standhalten kann.

Raubfischkescher

Raubfischangler bevorzugen wegen der Mobilität, die sie beim Angeln brauchen, einen Klappkescher, dessen Kopf sich zusammenklappen und bequem mit sich tragen lässt. Weiterhin sollte der Kopf des Raubfischkeschers sehr robust sein und aus Aluminium bestehen. Weiterhin verfügen Raubfischkescher (aber nicht nur sie) über ein gummiertes Netz, das sehr schnell trocknet und den sonst so penetranten Fischgeruch kaum aufnimmt.

Wattkescher

Bim Fliegenfischen muss man nicht selten große Strecken zurück legen oder auch im Wasser länger stehen bleiben. Daher tragen die Fliegenfischer und alle anderen Angler, die beim Angeln watten müssen, einen sogenannten Wattkescher hinder dem Rücken, der vor allem leicht und handlich sein muss. Idealerweise ist er 60 bis 80 cm im Durchmesser und besteht aus Holz mit einem kurzen Griff.

Allroundkescher

Der Allroundkescher ist ein idealer Begleiter für alle Angler, die es auf kleine und mittelgroße Friedfische sowie auf Barsche abgesehen haben. Er hat mittlere Bügelspannweite von 60-80 cm und einen teleskopierbaren Stiel. Alle Fische, die man beim Stippen oder Matchangeln erwischen kann, passen in sein kleinmaschiges Netzt perfekt hinein und lassen sich selbst an Böschungen und steilen Ufern noch sicher ans Land ziehen.

Sechs Kescher im Test

Auf dem Markt wimmelt es nur so von Keschern in allen Preisklassen. Für einen hochwertigen Kescher kann man sehr schnell über Hundert Euro ausgeben. Dennoch muss ein Angelkescher nicht zwingend teuer sein. Selbst unter 50 Euro gibt es sehr gut verarbeitete Geräte. Einige davon präsentieren wir Ihnen in folgender Vergleichstabelle.

Kescher Großfisch-Kescher Deluxe Cormoran Pro Carp Kescher Mosella Karpfen-Kescher Teleskop Kescher DAM KescherPreis-Leistung Tipp Fox Rage Speedflow
Kescherart Karpfenkescher Karpfenkescher Karpfenkescher Allround-Kescher Allround-Kescher Raubfischkescher
Netz Nylon gummiert Nylon Nylon Nylon gummiert Nylon gummiert Nylon gummiert
Netzöffnung 70 x 60 cm 100 x 100 cm 100 cm 70 x 70 cm 80 x 80 cm 75 x 75 cm
Netztiefe 50 cm 90 cm 80 cm 65 cm 80 cm 75 cm
Maschenweite ca. 18 mm k.A. 6 mm 12 x 8 mm 10 mm 11 mm
Stablänge ca. 110 cm ca. 180 cm 180 cm 305 cm 180 cm 100 cm
Transportlänge k.A. k.A. 100 cm 90 cm ca. 1 m 100 cm
Griff einteiliger Aluminium-Stab abnehmbar einteiliger Stab mit Metall-Spreizkopf zweiteiliger
Kescherstab mit Metallgewinde
Teleskop zweiteiliger
Kescherstab
einteiliger Stab
Kundenwertung

Der richtige Umgang mit Kescher

Jeder Angler soll wissen, dass der Kescher bereits im Wasser sein muss, bevor der Fisch ans Ufer oder ans Boot eingeholt wurde. Das heißt, der Fisch muss in den Kescher geführt werden und auf keinen Fall umgekehrt. Einsteiger, die ihren ersten gehakten Fisch mit dem Kescher „abholen“ wollen, bekommen einen Schreck, wenn sich der Fisch im letzten Augenblick erschreckt und sich vehement zur Wehr setzt, was dann auch nicht selten eine abgerissener Schnur und Verlust des Fisches bedeutet.

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