Lachsangeln

Lachse sind sehr schmackhafte Speisefische, die auch effektiv beangelt werden können. Wie es funktioniert, erklären wir in diesem Ratgeber.

Lachsangeln – spannende Königsdisziplin

Atlantischer Lachs

Atlantischer Lachs. Bild: Hans-Petter Fjeld, Atlantic Salmon, CC BY-SA 2.5

Als wesentlicher Bestandteil von Sushi, schmackhaftem Fischfilet oder auf Brot – Lachse gehören zu den bekanntesten Speisefischen. Der unverwechselbare Geschmack und die charakteristische rötliche Färbung sind vor allem bei Lachsen aus dem Wildfang sehr intensiv. Diese Faktoren wie auch das ungewöhnliche Wanderungsverhalten der Fische tragen dazu bei, dass Lachse für Sportangler besonders interessant sind. Im Wesentlichen lassen sich insgesamt neun Lachs-Arten unterscheiden, die sich nicht nur in ihrer Relevanz für den Angelsport, sondern auch hinsichtlich ihrer Verbreitungs-Arealen deutlich unterscheiden:

  1. Atlantischer Lachs (Salmo salar)
  2. Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha)
  3. Huchen (Hucho hucho)
  4. Hundslachs (Oncorhynchus keta)
  5. Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha)
  6. Masulachs oder Kirschlachs (Oncorhynchus masou)
  7. Rotlachs (Oncorhynchus nerka)
  8. Silberlachs (Oncorhynchus kisutch)
  9. Weißlachs (Stenodus leucichthys)

Die für Angelsport relevantesten drei Lachs-Arten

Während einzelne Salmoniden-Spezies ihre kulinarische Bedeutung durch Zucht oder die Produktion von Kaviar erlangten, sind für den Angelsport besonders der Atlantische Lachs sowie der Buckel- und Silberlachs relevant. Diese drei Arten wandern zum Laichen vom Salzwasser der Meere in das Süßwasser der Flüsse, wozu physiologische Anpassungen nötig sind. Zugleich bieten sie auf ihren Wanderungen probates Ziel für Sportangler an.

Der als Salmo salar bezeichnete und in unseren Gefilden verbreitete Atlantische Lachs findet sich zum Laichen in nordamerikanischen und europäischen Flussläufen wieder. Dagegen finden sich der Buckellachs (Oncorhynchus gorbuscha) und der bis 10 kg schwere Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) nur gelegentlich in Nordeuropa wieder. Zu ihren bevorzugten Verbreitungsarealen gehören Nordamerika und Nordasien.

Fliegenfischen auf Lachs

Eine probate Möglichkeit, um an die begehrten Zielfische zu gelangen, stellt das Fliegenfischen dar. Neben einer gut angepassten Ausrüstung kommt dabei vor allem der Wahl des richtigen Köders eine große Bedeutung zu. Während kaltes Wasser eher größere Fliegen verlangt, können bei steigenden Temperaturen kleinere Exemplare verwendet werden. Außerdem sollte die Farbe des Köders an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Unsere Empfehlung: Setzen Sie bei klarem Wasser auf eher dezente, bei undurchsichtigerem Wasser – auf auffälligere Köder.

Da das Wanderungsverhalten der Lachse stark vom jeweiligen Fluss abhängig ist, können die Fisch an Stellen mit viel Bewegung im Wasser und einer interessanten Untergrundstruktur zu nahezu allen Jahreszeiten gefangen werden. Idealerweise wird der Wurf so ausgeführt, dass die Fliege sich diagonal stromabwärts befindet und somit bei gespannter Angelschnur die Flussströmug kreuzt.

Lachsangeln in Deutschland

Neben dem Flussangeln im Rhein und seinen Zuflüssen können in Deutschland Lachse auch beim Schleppangeln in der Ostsee gefangen werden. Diese Vorgehensweise gilt als eine der Königsdisziplinen des Sportangelns hierzulande und benötigt folglich einiges an Expertise. Beim Schleppangeln auf Lachse werden Kunstköder vom Schiff ausgeworfen und in 20 bis 30 Metern Tiefe bis auf die offene See geschleppt. Aufgrund der meist rauen See haben sich dabei Köder bewährt, die eine natürliche aber zugleich auch auffällige Bewegung gewähren. Während von Anfängern oft Blinker eingesetzt werden, greifen erfahrenere Angler zu den Wobblern. Am vielversprechendsten ist Schleppangeln in der Ostsee im Spätwinter zur Mittagszeit und vor dem Sonnenaufgang im Frühling.

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