Licht und Farben unter Wasser

Um zu verstehen wie Farben unter Wasser wirken, ist es notwendig, die Natur des Lichtes zumindest aus der physikalischen Perspektive zu „durchleuchten“. Mit diesem Wissen und reichlich Erfahrung werden auch die eigenen Fangquoten unentwegt steigen.

Zum Verständnis des Lichtes

Licht ist der sichtbare Bereich elektromagnetischer Strahlung, die nach zunehmender Frequenz und gleichzeitig abnehmender Wellenlänge gemessen werden kann. Nur ein winziger Teil des gesamten Spektrums elektromagnetischer Wellen (ca. 400 bis 700 nm) ist für uns Menschen sichtbar.

Lichtspektrum

Lichtspektrum

Infrarot- und Ultraviolettstrahlung grenzen an das sichtbare Spektrum zwar an, bleiben für Menschen dennoch unsichtbar. Sie werden oft ebenfalls dem Begriff Licht zugeordnet. Weitere Beispiele unsichtbarer Formen natürlich entstehender elektromagnetischer Strahlung sind Radiowellen, Mikrowellen, Röntgen- und Gammastrahlung  usw.

Was sind Farben?

Das weiße Licht, das von der Sonne ausgeht, besteht aus einem Gemisch aller sichtbaren Farben, die Spektralfarben genannt werden. Konventionell unterscheidet man sechs grundlegende Spektralfarben, die sich auch im Regenbogen zeigen.

Die Farbunterschiede entstehen durch verschiedene Frequenz oder Länge elektromagnetischer Wellen, die von einer Oberfläche reflektiert werden. Bei einer blauen Farbe z.B. wird nur der blaue Wellenlängenbereich reflektiert – alle anderen Lichtwellen werden auf dieser Oberfläche absorbiert und bleiben unsichtbar.

Farbe Wellenlänge in nm Energie E pro Photon in eV
380–420 3,26–2,955
420–490 2,95–2,535
490–575 2,53–2,165
575–585 2,16–2,125
585–650 2,12–1,915
650–750 1,91–1,655

Wie verbreiten sich Lichtwellen unter Wasser?

Je nach Wellenlänge des Lichts dringen die einzelnen Farben unterschiedlich tief ins Wasser durch. Je kürzer die Wellenlänge einer Farbe ist, desto tiefer dringt sie ins Wasser. Rot schafft es somit am wenigsten, etwas tiefer kommt Orange dann Gelb, Grün, Blau und Violett. Ultra-Violett ist ein besondere Fall, weill es die kürzeste Wellenlänge hat und somit mit Abstand am weitesten in die Wassertiefe gelangt.

Ultraviolett dringt am tiefsten ins Wasser

Ultraviolett dringt am tiefsten ins Wasser

Diese Formel gilt allerdings nur für reines oder destilliertes Wasser. Es ist auch wichtig zu verstehen, dass das Licht sich unter Wasser nicht nur in die Tiefe ausbreitet, sondern auch seitlich und zwar mit derselben Intensität.

Jedes einheimische Gewässer hat seine eigene charakteristische Färbung, wie z.B. Dunkelgrün oder Bräunlich. Die gegebene Wasserfarbe verrät uns somit, welcher Wellenlängenbereich elektromagnetischer Strahlung das Wasser besonders gut durchdringt. Dies wäre der erste Hinweis für die Wahl der Köderfarbe, mehr dazu im Beitrag „Gewässerfarbe und Lichtverhältnisse„.

Quellen:

Licht by Wikipedia

Bewertung: 4,29; Bewertungen: 7



Beitrag kommentieren