Angeln mit No-Action Shads

Auch wenn diese Köder No-Action Shads genannt werden, ist es nur eine formale Bezeichnung. Dank ihrer besonderen Konstruktion sind sie für Raubfische häufig viel attraktiver als die „normalen“ Action-Shads.

Schwanzform entscheidet

Wenn man mit Action Shads schon genügend Erfahrung gesammelt hat, möchte man auch mal was anderes ausprobieren. Doch der Umstieg auf die No-Action Shads fällt manchem Angler schwer, weil diese Köder durch ihren auf den ersten Blick unattraktiven Lauf kaum Vertrauen erwecken. Wie kommt es aber, dass die No-Action Shads so einen fängigen Ruf haben? Vor allem dank ihrer Schwanzform, die ihnen einen scheinbar steifen und einfältigen Lauf beschert, ziehen sie die Räuber gerade zu magisch an.

Fork Tail Shad

Fork Tail Shad

No-Action Shads besitzen keinen großen Schwanzteller, der beim Zug intensiv hin- und her wedelt und die Räuber dadurch auf sich aufmerksam macht, sondern eine spitz auslaufende Schwanzflosse. Diese ist entweder einteilig und heißt „Pin-Tail“ oder sie ist zweigeteilt und heißt „Fork-Tail“ (auf deutsch „Gabelschwanz“). Folgend erklären wir, wie No-Action Shads funktionieren und warum sie auf die Raubfische so anziehend wirken.

Führung der No-Action Shads beim Jiggen

Werden ganz „normale“ Action Shads durchs Wasser gezogen, können sie immer noch Fische fangen, weil ihr Schwanz auch beim gleichmäßigen Einholen sehr verführerisch hin und her wedelt. Bei No-Action Shads ist es ganz anders: sie besitzen keinen Schwanzteller, der den Wasserwiderstand erzeugen könnte, und lassen sich deshalb beim einfachen Zug durchs Wasser unspektakulär einholen. Der Grund, warum No-Action-Shads trotz des fehlenden Schwanztellers für Raubfische sehr attraktiv sind, liegt in den für uns scheinbar unauffälligen aber für die Fische sehr deutlichen Vibrationen, die ihr Gabelschwanz erzeugt.

Angeln mit No-Action Shads

Angeln mit No-Action Shads

Diese Vibrationen entstehen aber nur dann, wenn No-Action Shads z.B. auf dem Grund aufschlagen (durch Jiggen), am Grund mit unregelmäßigen Anhebungen geschleift werden (durch Faulenzen) oder im Schwebezustand vorsichtig gezupft werden (durch Drop-Shot Methode). Deshalb ist die Wahl des richtigen Hakens bzw. Jigkopfes bei einem No-Shad, je nach dem mit welcher Methode und in welcher Wassertiefe man angeln will, von essentieller Bedeutung.

Führung der No-Action Shads beim Dropshotting

Was für ein Spiel ein No-Action Shad bei richtiger Führung entfalten kann, sieht man im folgenden Video in aller Deutlichkeit. Insbesondere kleine No-Action-Shads sind filigrane Köder-Kreationen, die äußerst sensibel auf die leichtesten Zupfer reagieren und dadurch sehr verführerisch auf die Raubfische wirken. Je kleiner und vorsichtiger sind die Zupfbewegungen, umso realistischer torkeln Action Shads durchs Wasser. Diese auf den ersten Blick einfachen Köder wirken auf uns Menschen unspektakulär. Zugleich üben sie auf Raubfische starke Anziehungskraft aus.

Das Geheimnis der starken Wirkung von No Action Shads liegt an ihrem auf den ersten Blick einfältigen Schwanz, der zwei auslaufende Spitzen hat und auf Englisch „ForkTail“ genannt wird. Dieser strahlt beim Jiggen sehr feine Schwingungen aus, die noch bei kleinsten Erschütterungen vom Schwanz ausgehen und auf Raubfische besonders anziehende Wirkung ausüben.

Wann soll man No-Action Shads eingesetzen?

Die besten Bedingungen für den Einsatz von No-Action Shads sind dann, wenn die Fische z.B. durch das ungünstige Wetter oder gestiegenen Wasserpegel Beißhemmung bekommen haben und der Einsatz der „normalen“ Action-Shads keine Bisse bringt.

95-er Hecht, gefangen mit No-Action Shad

95-er Hecht, gefangen mit No-Action Shad

Darüber hinaus sind diese Gummi-Köder besonders im Winter vielversprechend, weil die Fische jetzt ihren Energieverbrauch auf Sparflamme gefahren haben und die auffälligen Action-Shads, die für diese Jahreszeit unnatürlich stark mit dem Schwanz wedeln, auf sie eher abschreckend als anregend wirken.

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